Krieg gegen den Iran – Tage 33 und 34

13. und 14. Nissan 5786

Auch am Dienstag musste die IDF den Tod von Soldaten bekannt geben. Vier junge Männer, Cpt. Noam Madmoni, 22, Staff Sgt. Ben Cohen, 21, Staff Sgt. Maxsim Entis, 21, und Staff Sgt. Gilad Harel, 21, s’’l, wurden bei einem Raketenangriff der Hisbollah im südlichen Libanon getötet. Drei Soldaten wurden beim gleichen Vorfall verletzt. VM Israel Katz kündigte an, alle Gebäude in der Nähe der Grenze zerstören zu lassen.  Das sind natürlich wieder einmal nur Heissluft-Blasen!

Volker Turk, Menschenrechtsbeauftragter der UN, fordert Israel dringend auf, das gestern verabschiedete Gesetz zurückzunehmen, das die unbedingte Todesstrafe für palästinensische Terroristen fordert. Er hält fest, dass keine Möglichkeit der Umwandlung in eine lebenslange Haftstrafe besteht und auch keine Möglichkeit der Berufung gegen das Urteil eingeräumt wird. Beides widerspricht den Menschenrechten.

 Wie Axios berichtet, sendet Trump immer wieder widersprüchliche Meldungen über seine ‘Pläne’ zum weiteren Vorgehen im Iran aus. Axios geht sogar noch weiter. Berater des Präsidenten, ausländische Staatschefs und Finanzfachleute sind unsicher, auf was sie sich einstellen müssen. Die Auswirkungen auf die Finanz- und Wirtschaftswelt sind nicht vorhersehbar. Einige der Berater sagen, Trump würde eher improvisieren als planen. «Niemand weiss letztendlich, was er wirklich denkt», sagte ein hochrangiger Berater. «Sie hatten einen Plan für die erste Woche, und seitdem denken sie sich den Plan spontan aus», sagte ein ehemaliger US-Beamter. Axios fährt fort: «Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Dienstag auf die Frage, warum Trump mit einer möglichen Bodeninvasion drohe: „Es geht darum, unberechenbar zu sein … auf keinen Fall darf jemand erfahren, wozu man bereit ist oder nicht.“ Ein anderer Regierungsbeamter behauptete: «Das ist kein 3D-Schach – es ist 12-dimensional. Er widerspricht sich regelmässig, das ist pure Absicht.»

Am Nachmittag behauptete Trump, der Iran ‘bettelte’ um Waffenruhe. Er machte eine Waffenruhe von der sofortigen Öffnung der Strasse von Hormus abhängig. «Wir werden abwarten, bis die Strasse von Hormus wieder offen, frei und sicher ist. Bis dahin werden wir den Iran in Grund und Boden stampfen oder, wie man so schön sagt, zurück in die Steinzeit schicken!!!» Der Iran leugnete kurz darauf jede Absicht, um eine Waffenruhe zu ‘betteln’

Bei einer kleinen Demonstration ausserhalb der Knesset, an der nur wenige Dutzend Personen teilnahmen, setzte die Polizei Wasserwerfer ein, um die Mini-Demo aufzulösen. Durch die Wasserwerfer wurden zwei Personen verletzt und mussten zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden. Die harten Wasserstrahlen wurden aus extrem kurzer Entfernung und mit voller Kraft direkt auf die Demonstranten gerichtet, was in den Polizeirichtlinien explizit verboten ist. Vier Personen wurden festgenommen, zwei von ihnen hatten angeblich einen Polizeibeamten angegriffen. 

Bei zwei unabhängig voneinander geführten Angriffen eliminierte die IDF über Nacht mindestens sieben Personen im südlichen Beirut. Die Angriffe richteten sich gegen einen hochrangigen Hisbollah Terror-Chef und einen weiteren Terroristen. Libanesische Nachrichten, die nicht zwischen Terroristen und Zivilisten unterscheiden, erklärten, die Angriffe seien vom Meer aus durchgeführt worden. Beide Angriffe wurden auf Pkws ausgeführt.

Bei der bisher letzten Raketen-Salve am Vormittag wurden mindestens vierzehn Personen in Bnei Brak verletzt. Unter ihnen befindet sich ein Mädchen,11, das lebensgefährlich verwundet wurde. Die Ärzte im Sheba Medical Center kämpfen derzeit um ihr Leben. Ihr Vater wurde mit mittelschweren Verletzungen ebenfalls dort eingeliefert. Ein weiteres Kind wurde in lebensbedrohlichem Zustand ins Schneider Kinder-Krankenhaus eingeliefert. Der Angriff war mit einer Splitterrakete ausgeführt worden, deren Bomblets weiträumig über den Grossraum Tel-Aviv abstürzten.

Die Houthi-Terroristen übernahmen die Verantwortung für eine ‘Salve von Lenkraketen’ die sie am Vormittag erfolgreich auf Israel abgeschossen haben. Mit den Raketen seien «sensible Ziele des israelischen Feindes angegriffen worden.» Die IDF erklärte dazu, dass eine Rakete erfolgreich abgewehrt werden konnte, von weiteren Raketen aber nichts bekannt sei.

In Mahallat, im zentralen Iran, wurde bereits gestern Vormittag mit einem gezielten Angriff Mahdi Vafei, technischer Chef der IRGC im Libanon eliminiert. Vafei war über 20 Jahre der Betreuer der Untergrundprojekte im Libanon und in Syrien. Diese dienten hauptsächlich der Lagerung von hochspezialisierten Waffen.

In Beirut wurden zwei Wechselstuben, die von der Hisbollah betrieben wurden, angegriffen und zerstört. Die Hisbollah benutzt die Wechselstuben, um Geldwäsche zu betreiben und die Terror-Organisation mit Geld aus dem Iran zu versorgen. Nach Angaben der IDF wurden „Boa Chance“, das Hussein Ibrahim gehört und „Trade Point International“, das Mohamad Noureddine gehört, angegriffen.

Der Kommandant der Hisbollah-Süd-Front, Hajj Yusuf Ismail Hashem, ein Kommandant mit mehr als 40 Jahren Erfahrung im Terror gegen Israel und eine zentrale Person der Hisbollah. Die von ihm geplanten Angriffe richteten sich sowohl gegen Zivilisten als auch gegen die IDF.

Am späten Nachmittag feuerte der Iran erneut etwa zehn Raketen nach Israel. Einige von ihnen wurden abgefangen, andere konnten im offenen Gebiet einschlagen. Eine Rakete mit Streubomben explodierte jedoch über bewohntem Gebiet. Einschläge wurden in Rosh Haayin und Petah Tikwa gemeldet, wo Splitter auf einem Spielplatz einschlugen. In Rosh Haayin wurden starke Schäden an einem Haus gemeldet. 

Ebenfalls getroffen wurde ein Haus in Kiryat Shmona. Der Raketenangriff erfolgte aus dem Libanon. Neben dem erheblichen Sachschaden, der das Haus unbewohnbar machte, wurde kein Schaden gemeldet. 

Ich wünsche euch allen einen wunderbaren Sederabend!



Kategorien:Israel, Politik

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