Was geschah am 26. Januar?

24. Shevat 5782

Was in Israel geschah

1956 wird die Eisenbahnlinie zwischen Haifa und Tel Aviv mit Diesellokomotiven aus deutscher Produktion bestückt. Dies aufgrund der Luxemburger Abkommen, die die Wiedergutmachungsleistungen von Deutschland an Israel regelten. Hierfür standen jährlich zwischen 1953 und 1966 DM 250 Millionen zur Verfügung, die zu einem festgelegten Wechselkurs durch die Importeure an die israelische Regierung zu zahlen waren. Die Diesellokomotiven ersetzten die alten Dampflokomotiven. Noch heute werden die meisten Strecken der Israel Railways noch mit Diesel betrieben. Die Elektrifizierung beginnt erst langsam mehr Bedeutung zu gewinnen. 

1964 wird die Behörde zur Pflege der Naturreservate eingerichtet. Was damals klein begann ist heute ein bedeutender Teilbereich der israelischen Geschichts- und Naturpflege. Wo immer es interessante oder bedeutende Orte gibt, die zur Besichtigung freigegeben werden sollten, werden sie der «National Park Authority» unterstellt. Diese geografisch, archäologisch oder historisch hochinteressanten Orte sind beliebte Ausflugsziele für einheimische und ausländische Touristen.

1991 wurden während des Ersten Golfkrieges «Wüstensturm» auch irakische Raketen auf Tel Aviv Tel Aviv abgefeuert. Es traf die Israelis zwar nicht ganz unvorbereitet. Aber im Gegensatz zu heute, wo jedes neue Haus einen Schutzraum haben muss, war das damals noch nicht der Fall. Es war vorgeschrieben, dass in jeder Wohnung zumindest ein Raum gegen mögliches eindringendes Giftgas gesichert werden musste. Fenster mussten mit Klebeband abgedichtet und die Glasscheiben mit Papier verklebt werden. Damit sollte sichergestellt werden, dass im Falle eines Treffers die Scheiben nicht splitterten. Feuchte Tücher wurden in die Türritzen gequetscht. Gasmasken wurden an die Bevölkerung verteilt. Viele Einwohner von Tel Aviv verweigerten den Aufenthalt im sicheren Raum und begaben sich lieber, im Vertrauen auf das Patriot-Abwehrsystem auf das Dach, um sich das «Spektakel» anzuschauen. 

Insgesamt wurden 43 Scud Raketen auf Tel Aviv abgeschossen, einige Häuser wurden durch Direktbeschuss zerstört. Knapp mehr als 70 Menschen starben. Zwei durch den Beschuss, die anderen mehrheitlich durch Herzinfarkte und den falschen Gebrauch der Masken.

People enjoy the snow at Mount Hermon ski resort in northern Israel, on January 17, 2022. Photo by David Cohen/Flash90 © ToI

Was heute in Israel geschehen wird

Der erste heftige Wintersturm Elpis hat heute Vormittag Israel getroffen und wird für starke Schneefälle in Regionen über 700 m sorgen. Vorsorglich werden die Schulen im Norden des Landes bereits um 12 Uhr schliessen, während in Jerusalem, wo der Schneefall erst gegen Abend erwartet wird, die Schulen um 15 Uhr schliessen. Die Covid Test Zentren in der Hauptstadt bleiben ebenfalls bis Donnerstagnachmittag geschlossen. 

Die zu erwartenden Schneehöhen liegen zwischen 20 cm in Jerusalem und 40 cm auf dem Golan. 

Die Polizei bittet darum, alle nicht unbedingt notwendigen Autofahrten zu vermeiden, damit der Winterdienst ungehindert seine Arbeit tun kann. 

Im Süden und in den Küstenregion muss mit Überschwemmungen gerechnet werden, die Windstärke kann bis zu 80 kmh erreichen.  



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