12. Tewet 5786
Die IDF musste bekanntgeben, dass innerhalb der von ihr kontrollierten Seite des Gazastreifens bisher nur etwa 50 % aller Tunnelanlagen zerstört wurden. VM Israel Katz hat die IDF angewiesen, ihre entsprechenden Tätigkeiten deutlich zu verstärken. Die IDF ist mit schwerem Gerät dabei, ununterbrochen nach den noch unbekannten Tunneln zu suchen und diese zu zerstören oder zumindest unbrauchbar zu machen. Der Trump-Plan sieht vor, dass noch in diesem Monat die ‘Internationale-Stabilisierungs-Truppe’ ihren Einsatz in Gaza aufnimmt und sich die IDF graduell aus dem Gazastreifen zurückzieht. Bis dahin müssen, auch das ist Teil des Entwaffnungsplans von Trump, die Tunnelanlagen weitgehend zerstört sein.
In der Nacht kam es zu einem gewaltsamen Zwischenfall im Dorf Al-Lubban ash-Sharqiya in Samaria. Eine Aufklärungseinheit der IDF war dabei, eine Operation entlang der Hauptstrasse durchzuführen. Sie wurden dabei von einer Anzahl maskierter Personen mit Steinen beworfen. Die Soldaten eröffneten daraufhin das Feuer und neutralisierten einen der Angreifer. Zwei weitere Personen wurden verletzt. Bei der IDF gab es keine Verletzten.

Ben-Gvir äusserte sich zu den Aussagen seines rechtsextremen Gesinnungsgenossen, Smotrich, der gefordert hatte, man müsse den Präsidenten des OGH, Isaac Amit, ‘zertrampeln’ (to trample). Andernorts wäre Smotrich sofort aus dem Amt entlassen und angeklagt worden, nicht so in Israel. Immerhin erklärte Ben-Gvir: «Keiner soll es wagen, ihm (Isaac Amit) auch nur ein Haar zu krümmen. Wir haben ernsthafte Meinungsverschiedenheiten mit ihm. Er verursacht Spaltungen und Polarisierungen innerhalb der Gesellschaft. Aber ihn verletzen – Gott behüte!» Nach seinem bisherigen Auftreten ist Ben-Gvir unglaubwürdig!
Ähnlich abschwächend ging er auf einen Kommentar Netanyahus ein. Netanyahu hatte behauptet, die jüdischen Siedler-Terroristen, die romantisierend als ‘Hilltop Youths’ bezeichnet werden, «sind ‘Jugendliche, die aus zerbrochenen Familien stammen’. Wir haben das im Griff. Es sind etwa 70 Jugendliche. Es handelt sich dabei um Teenager aus zerrütteten Familien, die Olivenbäume fällen und manchmal versuchen, Häuser anzuzünden», sagte er. «Das kann ich nicht akzeptieren. Das ist Selbstjustiz. Ich werde das unterbinden.» Ben-Gvir erwiderte: «Die meisten der ‘Hilltop Youth’, über die wir sprechen, kommen nicht aus zerrütteten Familien. Aber aus einer zerrütteten Familie zu kommen, sich selbst zu rehabilitieren und einen Aussenposten zu errichten, ist eine gute Sache», fügt er hinzu. «Es gibt nur eine kleine Handvoll von ihnen, die Gewalt anwenden. Das ist falsch, aber die meisten ‘Hilltop Youth’ sind nette Kinder, die ihr Land lieben.»
Genauso, wie einst Hitler seine Pimpfe, HJ-ler und BDM-Mädels beschrieb!
142 pensionierte Richter des OGH und untergeordneter Gerichte fordern Netanyahu auf, die in den letzten Tagen getätigten harschen und unangemessenen rhetorischen Angriffe von Regierungs- und Koalitionsmitgliedern gegen die Justiz, den OGH und den derzeitigen Präsidenten Isaac Amit zu beenden. Unterschrieben haben die ehemaligen Präsidenten Uzi Vogelman, Esther Hayut, Dorit Beinisch und Aharon Barak sowie 138 weitere ehemaligen Richter. «Diese Angriffe sind zu einem täglichen Spektakel ungezügelter systematischer Empörung geworden, die die demokratische Grundlage des Landes bedroht. Ohne ein ordnungsgemäss funktionierendes Justizsystem und ohne unabhängige gerichtliche Überprüfung wird die israelische Demokratie der wilden Willkür einer Zwangsregierung und einem tiefen Bruch des zionistischen Traums weichen. Wir, pensionierte Richter und Präsidenten aller Gerichte in Israel, fordern den Premierminister hiermit auf, unverzüglich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu handeln, um den gefährlichen Angriffen auf die Justiz und Präsident Amit, der für die Art und Weise, wie er seine Aufgaben erfüllt, volles Vertrauen und Lob verdient, ein Ende zu setzen», schreiben sie.
Somaliland hat in einer offiziellen Erklärung bekannt gegeben, dass die Beziehungen zu Israel «rein diplomatischer Natur sind, geleitet im vollen Respekt des internationalen Rechts und der unangetasteten Selbstständigkeit beider Staaten. Die haltlosen Anschuldigungen dienen nur dazu, die internationale Gesellschaft zu verwirren und Somalilands diplomatischen Prozess zu behindern. Wir fühlen uns der regionalen Stabilität und der friedlichen internationalen Kooperation verpflichtet.» In der gleichen Mitteilung wurde festgehalten, dass Somaliland weder dislozierte gazanische Zivilisten aufnehmen, noch den Bau einer israelischen Militärstation zulassen werde.
Das von der Hamas geführte ‘Gesundheitsministerium’ gab an, dass in den vergangenen Tagen mehrere Leichen von Opfern der IDF in verschiedenen Krankenhäusern eingeliefert wurden. Arabische Medien schrieben, dass eines der Opfer ein 15 Jahre alter Junge war, der im von der IDF kontrollierten Teil in der Nähe von Khan Younis erschossen wurde. Die IDF gab noch keine Informationen zu den ihnen zugeschriebenen Vorfällen aus.
Die in GB erscheinende arabische Tageszeitung Asharq al-Awsat schrieb, dass die Hisbollah von Ägypten, Katar und der Türkei ultimativ aufgefordert wurde, ihre Waffen an die libanesische Regierung zu übergeben. Eine Nichtbeachtung dieses Teils des Waffenstillstandsabkommens könnte zu politischer und wirtschaftlicher Isolation des Libanons führen und schlimmstenfalls den Krieg wieder aufflackern lassen.

Der zweite eigentliche Grund der ausgedehnten Reise von Herrn und Frau Netanyahu in die USA fand Gestern Abend in Mar a-Lago statt: die Sylvester-Party. Ein Event der Superlative. Alles, was rund um Trump Rang und Namen aus Wirtschaft, Kultur und Sport hat, war vertreten. Auch die Netanyahus waren da. Erst beim Feuerwerk durften sie in der ersten Reihe stehen. Nur kurz war zu sehen, dass Netanyahu recht unpassend gekleidet war, im dunklen Anzug mit schwarzer Krawatte. Er wirkt wie ein Leichenbestatter, der seine eigene Karriere beerdigen will. Auf Sara N. konnte man nur einen kleinen Blick von hinten werfen. Halb verdeckt leider. Aber das, was man sah, war gar nicht sehenswert. Ein dunkel-bordeaux farbenes Kleid, knieumspielend mit langen Ärmeln und beige Pumps. Die Frisur war dem biederen Outfit angemessen. Zeit genug zum Einkauf hatte sie. Melanie hätte sie sicher gerne beraten. So waren die beiden für keinen der anwesenden Fotografen ein spannendes Objekt.
Dies war die fünfte Reise der Netanyahus in die USA. Die enorm hohen Kosten trägt der israelische Steuerzahler. Hoffentlich war es ihre letzte Reise dorthin!
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