13. Ijjar 5786

Auch heute musste die IDF leider den Tod eines Soldaten beklagen. Sgt. Liem Ben Hamo, 19, s’’l , verlor sein Leben bei einem Drohnenangriff im südlichen Libanon. Die Hisbollah hatte zuvor zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen abgeschossen, eine der beiden konnte abgefangen werden, die zweite schlug in unmittelbarer Nähe der Soldaten ein.
Der Friedensrat unter Vorsitz von Trump spottet über die gestern von der IDF-Marine aufgeriebene ‘Gaza-Flotilla’ als ‘Love-Boat Aktivismus’. Die Flotilla behauptet jedes Mal, eine recht grosse Menge an humanitären Hilfsgütern mit sich zu führen. Gefunden wurden regelmässig Haushaltsmengen von Lebensmitteln und völlig unbrauchbare Hilfsgüter. Der Friedensrat hingegen betont, seit der Waffenruhe von Ende Oktober schon viel geleistet zu haben. Die Lebensmittel würden dreimal mehr Menschen als vorher erreichen. Die Diebstähle von Lieferungen durch die Hamas sind von 90 % auf weniger als 1 % zurückgegangen. «Wir arbeiten derzeit intensiv am nächsten entscheidenden Schritt für den Wiederaufbau Gazas: das Ende des Prozesses, in dem die Hamas ihre Waffen abgibt und den Übergang zu einer neuen Regierung ermöglicht, die den Wiederaufbau dieser vom Krieg zerrütteten Region leiten wird.»

Mojtaba Khamenei, der seit seiner Amtsübernahme nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen wurde, gab heute ein Statement zum iranischen Nuklearprogramm ab, das im Staatsfernsehen verlesen wurde: «Neunzig Millionen stolze und ehrenhafte Iraner innerhalb und ausserhalb des Landes betrachten alle identitätsbezogenen, spirituellen, menschlichen, wissenschaftlichen, industriellen und technologischen Fähigkeiten des Iran – von Nanotechnologie und Biotechnologie bis hin zu nuklearen und raketenbezogenen Fähigkeiten – als nationales Gut und werden sie ebenso schützen, wie sie die Gewässer, das Land und den Luftraum des Landes schützen», sagt Khamenei. Zum Thema der US-amerikanischen ‘Blockade’ der Strasse von Hormus, betont er, dass «der einzige Ort, auf den die Amerikaner dort Anspruch haben, der Grund des Gewässers sei, das nach wie vor unter iranischer Kontrolle steht. Mit Gottes Hilfe und Kraft wird die strahlende Zukunft der Region am Persischen Golf eine Zukunft ohne Amerika sein, eine Zukunft, die dem Fortschritt, dem Wohlstand und dem Wohlergehen ihrer Bevölkerung dient.» Diese Worte stehen, nicht zum ersten Mal, in völligem Widerspruch zu den immer wieder zu vernehmenden Beteuerungen von Trump, dass die Iraner «um einen Deal betteln werden» und dass der Staat knapp vor dem wirtschaftlichen ‘Aus’ steht. Auch eine Meldung aus dem Pentagon, die euphorisch ankündigte, der Krieg werde in wenigen Tagen vorbei sein, scheint sich damit, zumindest für jetzt, zu erübrigen.
Trump kritisiert den Deutschen Bundeskanzler, er solle «weniger Zeit damit verbringen, sich einzumischen, wenn es um die nukleare Bedrohung um den Iran geht. Der deutsche Bundeskanzler sollte mehr Zeit darauf verwenden, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden (wo er völlig wirkungslos war!) und sein kaputtes Land wieder in Ordnung zu bringen, insbesondere in den Bereichen Einwanderung und Energie, und weniger Zeit darauf, sich in die Bemühungen derer einzumischen, die die iranische Atomgefahr beseitigen und damit die Welt, einschliesslich Deutschland, zu einem sichereren Ort machen!», so Trump. Trump reagierte so heftig, nachdem Merz erklärte, die Iraner würden die USA mit der Art der Verhandlungsführung immer wieder demütigen.

Mit Sprengstoff beladene Drohnen, die über Glasfaserkabel gesteuert werden, haben eine Reichweite von 10 – 20 km, können aber mit hochmodernen Systemen auch bis zu 50 km weit fliegen. Sie sind fast lautlos und bieten dem ‘Steuermann’ ein Echtzeitvideo des Fluges an. Das Konzept ist alt, in der Ukraine spielen sie eine wichtige Rolle. Dennoch stehen die Soldaten im Libanon dieser Waffe hilflos gegenüber. Jeden Tag gibt es Angriffe, am Sonntag fiel ein Soldat, heute wurde ein zweiter Opfer dieser tödlichen Waffe. Die Zahl der Verletzten ist unglaublich hoch. Doch wusste wirklich niemand im Verteidigungssystem davon? Im Oktober 2024 wurde sie im Süden des Landes vorgestellt. Und fast wichtiger noch, wie kann man sich der Drohnen erwehren? Mit dabei: Verteidigungsminister Yoav Gallant, der damalige Generaldirektor Eyal Zamir, die damalige Geheimdienstministerin Gila Gamliel und Danny Gold, Leiter der Direktion für Verteidigungsforschung und -entwicklung, an einer Vorführung im Süden Israels teil. Acht israelische Unternehmen präsentierten Systeme, die zum Abfangen von UAVs und Drohnen entwickelt wurden. Damals wurde beschlossen, innerhalb weniger Monate einsatzfähige Geräte in ausreichender Zahl bereitzustellen. Die Personen haben mittlerweile andere Jobs oder geniessen die Pension. Von den Abwehrsystemen jedoch fehlt jede Spur.

12 Soldaten wurden bei einem Drohnenangriff durch die Hisbollah in der Nähe von Shomera, unmittelbar an der Grenze zum Libanon verletzt. Zwei Soldaten wurden mittelschwer verletzt, als die Drohne ihr Fahrzeug traf und es in Brand setzte, die anderen sind in guter Verfassung.
Obwohl die Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel offiziell immer noch intakt ist, üben beide Seiten regelmässig Angriffe aus. Leider kamen beim letzten Angriff Israels auf drei südlibanesische Dörfer neun Personen um, darunter zwei Kinder und fünf Frauen. 23 Personen, darunter acht Kinder und sieben Frauen wurden verletzt.
Muhammad Abdel Ghani, 20, aus dem arabischen Ort Nahf, in der Nähe von Karmiel, wurde bereits vor einigen Wochen festgenommen. Ihm wird zur Last gelegt, sich der ISIS-Terror-Organisation angeschlossen zu haben und Anschläge auf IDF-Soldaten geplant zu haben.


Der Kaktus des Tages geht heute an die Gaza-Flotilla. 21 von 58 der Boote, die auf dem Weg nach Gaza waren, wurden in der Nacht auf heute von IDF-Soldaten problemlos übernommen. Die vorübergehend festgenommenen 175 Aktivisten werden noch heute den griechischen Behörden übergeben. Griechenland hat sich bereit erklärt, sich um das weitere Prozedere zu kümmern. Den restlichen Aktivisten wurde freigestellt, entweder nach Ashdod zu segeln und dort ihre ‘Mitbringsel für Gaza’ abzuliefern oder gleich umzukehren und nach Hause zu segeln.






Ein zweiter Kaktus geht an die israelische Gefängnisverwaltung. Wie kann es sein, dass ein palästinensischer Journalist mit guten Beziehungen zu israelischen Kollegen, im vergangenen Jahr in ‘Administrativhaft’ genommen wird. Und dann offenbar vergessen wurde. Heute, nach einem Jahr, wurde Ali Samoudi entlassen, ohne dass jemals Anklage gegen ihn erhoben wurde. Wie die Bilder belegen, ist aus dem ehemals kräftigen, gesunden Mann ein dürrer ‘Muselman’ geworden, der die Hälfte seines Körpergewichts verloren hat: 60 kg. Die Staatsanwaltschaft hat im Januar einen erschreckenden Bericht veröffentlicht, der beschreibt, «dass palästinensische Sicherheitshäftlinge in israelischen Gefängnissen unter schwerer und systematischer Gewalt durch Gefängniswärter, Nahrungsentzug und medizinischer Vernachlässigung gelitten haben, während sie zudem unhygienischen Bedingungen ausgesetzt waren, die Krankheitsausbrüche in den Gefängnissen verursachten und verschlimmerten.» Muss man noch nachfragen, in wessen Resort die Gefängnisverwaltung fällt? Ja, richtig: Ben-Gvir ist für sämtliche Massnahmen verantwortlich.
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