24. Siwan 5786

Die Militärpolizei hat ein Untersuchungsverfahren eröffnet, das klären soll, ob die Soldaten, die am tragischen Tod von Sam Fahd Abou Haikal in Hebron beteiligt waren, sich zusätzlich grob fahrlässig verhalten haben. Eine erste Untersuchung ergab, dass die Soldaten die Familie ohne Hilfe zurückliessen und auch keine medizinische Hilfe anforderten. Sollte sich dieser Verdacht erhärten, so muss dies strafrechtlich untersucht werden.

Anlässlich eines Besuches bei Wehrdienstverweigerern im Gefängnis erklärte der Shas-Vorsitzende Aryeh Deri, dass das von Shas und UTJ eingebrachte Gesetz bereits die erste Lesung in der Knesset durchlaufen hat und nun auf die zweite und dritte Lesung wartet. Mit dem Gesetz soll das Studium der Torah dem verfassungsähnlichen ‘Basic Law’ hinzugefügt werden. Damit wäre das Studium an den Yeshivot gleichbedeutend wie der Militärdienst für den Dienst an der Gemeinschaft. Die Hast, mit der dieses hochumstrittene Gesetz, das die Wehrdienstverweigerung der Haredim fördert, noch vor der Auflösung der Knesset durch die zweite und dritte Lesung gepeitscht wird, könnte, so berichtet Kanal 12, wieder einmal mit Netanyahu zu tun haben. Er hat mehrfach betont, die Wahlen möglichst spät im Oktober ansetzen zu wollen, während die Orthodoxen zu einem Zeitpunkt kurz vor den Hohen Feiertagen plädieren. Das könne der Deal sein: sein Zeitpunkt für ihr Gesetz.

Die Vertreter der Hamas haben sich in Kairo auf ein Arbeitspapier geeinigt. Es soll vorsehen, dass die Hamas alle Waffen abgibt. Im Gegenzug soll sich Israel völlig aus dem Gazastreifen zurückziehen. Gleichzeitig geht die Gruppe davon aus, dass Israel und der Sonderbeauftragte des Friedens-Gremiums, Nikolai Mladenow, den Vorschlag ablehnen werden. Nachdem der Vorschlag keine Punkte des Trump-Friedensplans, Phase zwei, auch nur berührt, ist klar, dass sich die Herren die Reise nach Kairo hätten sparen können.
Nachdem die IDF erneut einen Evakuierungs-Befehl für einige Regionen der Stadt Tyros veröffentlichte, kam es am frühen Nachmittag zu neuen Angriffen. Erstmals mussten auch christliche Viertel geräumt werden. In der vergangenen Woche gab Lt. Col. ‘Ella’, die arabisch sprachige Militär-Sprecherin, bekannt, dass Dutzende von Hisbollah-Terroristen sich innerhalb eines christlichen Viertels von Tyros versteckt halten und von dort aus gegen Israel agierenn. Sie sind der Meinung, dort sicherer als in anderen Vierteln zu sein. «Wenn ihr hierbleibt und von hier aus gegen uns handelt, dann werden wir alles Notwendige gegen euch unternehmen.»



Das libanesischen Gesundheitsministerium gab bekannt, dass bei einem Luftangriff der IAF auf Tyros heute mindestens acht Personen getötet und 32 verletzt wurden. Von der IDF war nicht zu erfahren, wem der Anschlag galt und warum schon wieder so viele Menschen davon betroffen waren. Hunderte Menschen flohen aus ihren Häusern und suchten Schutz am Strand, der libanesische Zivilschutz übernahm die Evakuierung von älteren und gehbehinderten Menschen. Drei christliche Führer rufen die Weltgemeinschaft und die libanesische Regierung auf, zu verhindern, dass die Altstadt von Tyros angegriffen wird. Tyros ist eine der ältesten Metropolen der Welt und wurde 1984 offiziell zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Die IAF bombardierte am Sonntag das Hauptquartier der Hamas-Marine-Polizei in der Region von Khan Younis. Bei den Angriffen wurde Ismail al-Lahham, einer der Kommandanten eliminiert. Diese Teil-Organisation des ‘militärischen Flügels’ der Hamas «betrieb im getroffenen Hauptquartier die Hamas Massnahmen zum Aufbau ihrer Streitkräfte, was einen Verstoss gegen das Waffenstillstandsabkommen darstellt und bei dem eine als zivil dargestellte Infrastruktur genutzt wurde», so die IDF. Nach Vorwarnung der Bevölkerung über einen bevorstehenden Angriff, hatte das Militär damit begonnen, Waffen aus verschiedenen Lagern zu entfernen. Die dabei identifizierten Terroristen wurden von der IDF neutralisiert.
Das staatliche iranische TV berichtete, dass mindestens zwei Mitarbeiter der Luftabwehr gestern bei israelischen Luftangriffen getötet wurden. «Diese hochgeschätzten Märtyrer der Luftabwehr der Armee sind bei der Erfüllung ihres Auftrags, den Luftraum des Landes zu verteidigen, während des gestrigen Angriffs des zionistischen Regimes den Märtyrertod gestorben.»
Ein Scharfschütze, der gegen Abend versuchte, auf israelisches Gebiet an der libanesischen Grenze vorzudringen, konnte von der IDF neutralisiert werden. Er hatte das Feuer auf IDF-Soldaten eröffnet, die sofort reagierten. Seine Leiche wurde auf der westlichen Seite des Grenzzauns geborgen. Er befand sich damit auf israelischem Gebiet, hatte aber den eigentlichen Grenzzaun noch nicht überschritten. Der Terrorist trug eine Uniform der Hisbollah. Die IDF durchkämmte das gesamte Gebiet nach einem möglichen zweiten Terroristen, konnte aber mittlerweile Entwarnung geben.
Eine kleine Hilfestellung zu den einzelnen Phasen:


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