14. Siwan 5786

Kanal 12 strahlte gestern Abend die Ergebnisse einer Umfrage aus, die zeigt, dass potenzielle Wähler der Oppositionsparteien Gadi Eisenkot (45 %) gegenüber Naftali Bennett (36 %) als kommenden PM bevorzugen. Beide bewerben sich darum, Netanyahu auf Dauer abzulösen. In einer zweiten Befragung ging es darum, den direkten Vergleich zwischen Netanyahu (38 %) und Eisenkot (34 %), zu ziehen, wobei 21 % keinen der beiden als PM sahen und 7 % sich noch nicht entschieden hatten. Netanyahu (39 %) schnitt gegen Bennett (34 %) etwas besser ab, ebenso viele (21 %) konnten sich beide nicht als PM vorstellen und 6 % waren noch unentschlossen. Es ist höchste Zeit, dass die Opposition sich neu aufstellt und eine gemeinsame Linie findet, sonst dürfte auch der kommende PM wieder Netanyahu heissen. Bei den Wahlen 2022 erreichte der LIKUD mit Netanyahu auf Platz eins der Liste 23.41 %, Vergleichszahlen zu den anderen Kandidaten gibt es nicht, weil sie entweder nicht in der Knesset waren oder in einer anderen Konstellation zur Wahl standen.


Der vor einem Monat abgeschossene US-amerikanische F-15-Kampfjet wurde, wie jetzt bekannt wurde, wahrscheinlich von einer chinesischen Rakete zerstört. Das berichtet NBC News. Zu Beginn des Krieges hat China den Iran nicht nur mit Raketen, sondern auch mit Fernerkundungssystemen ausgestattet. Mit diesem System können auch Tarnkappenbomber, die normalerweise vom Radar nicht erfasst werden, identifiziert werden. Bei seinem Besuch in Peking hatte Trump den chinesischen Präsidenten Xi gebeten, keine Waffen mehr an den Iran zu liefern. «Präsident Xi hat mir versprochen, dass er keine Waffen an den Iran liefern wird. Das ist ein wunderbares Versprechen. Ich nehme ihn beim Wort. Ich weiss das zu schätzen.» Berichten des US-Geheimdienstes zufolge plante China, dem Iran in den kommenden Wochen neue Luftabwehrwaffen zu liefern, wie NBC News zuvor berichtete. US-Beamte könnten die Geheimdienstinformationen in einem möglichen Versuch, Chinas Pläne zu torpedieren, veröffentlicht haben. Diese Taktik ist im Pentagon schon öfter angewendet worden. Bis zum Beginn des Waffenembargos gegen den Iran im Jahr 2006 war China der Hauptlieferant von Waffen. In den 1980er und 1990er Jahren verkaufte China grosse Mengen von Waffen an den Iran, darunter ballistische Raketen, Schiffsabwehrraketen, Panzer, Artillerie und Kampfflugzeuge.

Das von Trump gross angekündigte Treffen, um eine ‘endgültige Fassung’ eines Deals mit dem Iran zu finden, endete nach zwei Stunden ohne Ergebnis. Von US-amerikanischer Seite hiess es, eine Einigung stehe kurz bevor, allerdings müssten einige Punkte noch diskutiert werden. Diese betreffen u.a. die Freigabe der eingefrorenen Gelder des Irans. Die iranische Nachrichtenagentur Fars gab an, dass die neuesten Äusserungen von Trump zu einem möglichen Abkommen eine Mischung aus Wahrheit und Lüge seien. «Trump behauptete, der Iran sei verpflichtet, die Strasse von Hormus ohne Mautgebühren zu öffnen, obwohl eine solche Klausel im Text des Abkommens nicht enthalten ist», so die Agentur. Zu Trumps Behauptung, Washington und Teheran würden sich bei der Vernichtung von Irans angereichertem Uran abstimmen, fügt sie hinzu: «Gut informierte Quellen betonten, dass dies nicht nur nicht in der Absichtserklärung enthalten ist, sondern dass diese Behauptung grundsätzlich jeder Grundlage entbehrt.»
Die Leiter des Welt-Währungs-Fonds, der Weltbank und der Internationalen Energieagentur zeigen sich besorgt, dass während der kommenden Sommermonate, in denen die Nachfrage nach Rohöl am höchsten ist, ernsthafte Probleme auftreten könnten. Grund für die Risiken ist die Blockade der Strasse von Hormus, über die ein grosser Teil des Ölhandels abgewickelt wird.

Kasachstan hat angedeutet, die 440 kg hochangereichertes Uran des Irans übernehmen zu wollen. Gebunden ist diese Bereitschaft an ein entsprechendes Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Teheran hat bisher immer betont, das Uran nicht abgeben zu wollen, für die USA und Israel ist das jedoch der verpflichtende Bestandteil eines Abkommens.

Die UN warnt, eine Ausdehnung der israelischen Kontrolle des Gazastreifens auf 70 % könnte eine Überbevölkerung für die in den restlichen 30 % lebenden Gazaner bedeuten. Besonders Kinder würden bereits jetzt unter den beengten Zuständen leiden, weil es dort zu wenig Wasser und Nahrung gebe. Auch die hygienischen Zustände seien teilweise katastrophal. Besonders die Kinder litten oft an Erkrankungen der Atemwege, Durchfall und dermatologischen Problemen. Mit Beginn der warmen Jahreszeit kommt es vermehrt zu Bissen oder Stichen durch Mücken, Läuse und Milben sowie in der letzten Zeit durch Ratten. Israel muss die Zivilbevölkerung schützen und versorgen. Geschieht das nicht, trifft es zu, was man Israel immer vorgeworfen hat: Apartheid und Genozid.
Die USA haben in der Nacht auf heute einem Frachter, der zuvor von ihnen freigegeben wurde, bei der Durchfahrt durch die Strasse von Hormus geholfen. Der Frachter segelte in völliger Dunkelheit und ohne Erkennungs-Signal und verliess sich bei der Passage völlig auf die Kommunikation mit der US-Marine. Das Schiff ankerte seit Ende März vor der Küste und ist jetzt auf dem Weg nach Indien.
Nachdem die IDF immer weiter in Richtung Zentrum und Norden des Libanons vordringt, rechnet das Home Front Command mit einer Intensivierung des Beschusses durch die Hisbollah. Entsprechend der derzeitigen Beobachtung der Lage werden noch keine neuen Richtlinien ausgegeben.


In der Nacht auf Samstag schoss die Hisbollah erneut eine Salve von Raketen auf die Gemeinde Marjaayoun im süd-östlichen Libanon. Der Ort war 2006 zeitweise durch die IDF besetzt. Derzeit ist sie allerdings nicht in der Region aktiv. Die überwiegend griechisch-orthodoxe Bevölkerung verfügt über die kleine ‘St. Georges Kirche’, die jetzt durch eine Rakete stark beschädigt wurde.



Die Hisbollah hat am späten Nachmittag erneut einige Raketen-Salven auf den westlichen Galil abgeschossen. Laut Berichten der IDF wurden die meisten abgefangen, andere landeten im offenen Gebiet ohne Schaden anzurichten. In Kiryat Shmona entstand nach einem Treffer in einem Einkaufszentrum grosser Sachschaden.
Strandbesucher in Nahariya wurden von Raketen, die im Meer einschlugen, aufgeschreckt und rannten los, um einen Schutzraum zu finden.
Die IDF hat ein militärisches Zentrum der Hisbollah in Burj al-Shamali im südlichen Libanon angegriffen und zerstört. Die dem Angriff folgenden ‘Zweitexplosionen’ lassen darauf schliessen, dass Waffen und Munition innerhalb der Gebäude gelagert wurden.
Kategorien:Israel
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