Krieg gegen Iran – Tag 132 seit Beginn der Kämpfe

25. Tammus 5786

Israel hat den USA neue Geheimdienstinfomationen zukommen lassen, die auf einen neuen iranischen Plan zur Ermordung von Trump hindeuten. Der Iran plant bereits seit seiner ersten Amtszeit Rache für die Ermordung von Qassam Soleimani zu üben. Soleimani war zu der Zeit ein hochrangiger General der IRGC. Von keiner offiziellen Stelle in Washington war ein Kommentar zu hören. Das Weisse Haus verwies auf Aussagen von Trump während eines Pressegesprächs an Bord der Air Force One. (s. gestern) «Sie wollen den US-Präsidenten – mich – ausschalten», sagte er. «Ich stehe auf jeder Liste. Ich habe heute Morgen gesehen, dass ich auf jeder einzelnen ihrer Listen stehe. Und bisher hatte ich wohl ein bisschen Glück, aber das hält vielleicht nicht mehr sehr lange an.» Teilnehmer an der Beisetzung von Ali Khamenei skandierten immer wieder: «Wir werden Trump töten!»

«Die Geschichte lehrt uns, dass, wenn eine Regionalmacht an Einfluss verliert, eine andere an die Macht kommt. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass Israel weiterhin schneller wächst als alle anderen», erklärte Netanyahu kürzlich in einem Interview mit Kanal14. Während der Iran möglicherweise seine Vormachtstellung unter den Golfstaaten einbüsst, versucht Erdogan alles, um sein Land in dem entstehenden Machtvakuum zu positionieren. Eine militärische Aufwertung mit F-35 Kampfflugzeugen könnte die bisherige Lufthoheit Israels schwächen. Deshalb hat Netanyahu mit allen Mitteln versucht, Trump von dieser Lieferung an die Türkei abzuhalten. Gegenüber CNN betonte Netanyahu: «Die Türkei hat aggressive Bestrebungen und ist keine Kraft für Frieden und Sicherheit.»

Trump hat in Erdogan einen neuen tollen Mann entdeckt: «Ich mag Erdogan. Er ist ein aussergewöhnlicher Staatschef. Er hätte in den Krieg eintreten können. Er hat es wegen mir nicht getan.» Wie der ehemalige Nationale Sicherheitsberater Giora Eiland diese Woche anmerkte, versuchte der Iran, Israel mit einem schiitischen „Feuerring“ zu umgeben. Die Türkei, so warnte er, scheine zunehmend daran interessiert zu sein, einen sunnitischen Ring dieser Art zu etablieren. Genau das ist die Sorge, die Netanyahu antreibt.

Vier Israelis aus der Beduinen-Stadt Segev Shalom wurden bereits im Mai/ Juni festgenommen. Heute wurde Anklage gegen sie erhoben. Ihnen wird zur Last gelegt, verschiedene Terrorakte, darunter eine Massenschiesserei auf dem zentralen Busbahnhof von Beer Sheva und auf die Polizeistation von Segev Shalom zu planen. Zudem war geplant, eine ‘Terrorinfrastruktur’ aufzubauen, mit der die Sicherheitskräfte bekämpft werden sollten. Einer der Angeklagten bezeichnet sich selbst als ‘Kommandant’ der Zelle. Nach den jüdisch-arabischen Unruhen im Sommer 2021 hatte er damit begonnen, auf Instagram, WhatsApp und anderen sozialen Medien, Gruppen einzurichten, in denen er djihadistische Inhalte, aber auch Szenen des Massakers vom 7. Oktober 23 veröffentlichte. Er lobte die Terroristen und rief öffentlich zum bewaffneten Kampf, Djihad und Märtyrertod auf. Über diese Kanäle rekrutierte er auch die drei anderen Zellenmitglieder. Ihnen wird vorgeworfen, sich zur Begehung einer terroristischen Straftat verschworen zu haben sowie zu terroristischen Zwecken Ausbildung oder Anleitung erhalten zu haben. Dem „Kommandanten“ wird zudem Anstiftung zum Terrorismus und Identifikation mit einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt.

Statt froh zu sein, nicht schon wieder beim Krieg USA-Iran mitmachen zu müssen, werden in Israel Stimmen laut, die eine erneute Beteiligung unterstützen. VM Katz erklärte gestern: «Die IDF ist bereit, ein drittes Mal anzugreifen und diesmal mit grösserer Stärke als vorher.» «Wir sind bereit, es bei Bedarf wieder zu tun», wird eine ungenannte Quelle am Mittwoch zitiert, noch bevor die USA mit den Angriffen auf den Iran begannen. «Israel ist zwar nicht darauf erpicht, zu den Zeiten zurückzukehren, in denen die Menschen in Schutzräume flüchten müssen, will aber dennoch nicht ignorieren, was im Iran geschieht. Wenn das also der Preis ist, den wir zahlen müssen, werden wir diese Situation in Kauf nehmen.»

Nitsana Leitner, freundschaftlich mit den Netanyahus verbunden, bekräftigte, dass Israel, sollten die USA das Land auffordern, sich gemeinsam gegen das iranische Regime zu stellen, den Amerikanern «zur Seite stehen wird – nicht mit Worten, sondern mit Taten und echter militärischer Zusammenarbeit. Während einige europäische Verbündete und anspruchsvolle Bündnisse auf das bösartige Vorgehen Teherans mit leeren Erklärungen reagierten, hat Israel stets verstanden, dass extremistische Bedrohungen wie der Iran bekämpft und neutralisiert werden müssen und nicht nur verurteilt werden dürfen.»

Da bleibt uns eigentlich gar keine Wahl! Mohammad Bagher Zolghadr, Sekretär des Obersten Nationalrats des Iran kündigte an, dass Israel ebenfalls mit Angriffen rechnen müsse, wenn die USA den Iran weiterhin angreift.

Die IDF sprengte im nördlichen Gazastreifen fünf Tunnelanlagen der Hamas. Die mehr als zwei km langen Tunnel befanden sich auf der von der IDF kontrollierten Seite. Damit sind, so VM Katz, mehr als 83 % der Tunnelsysteme zerstört.

Im südlichen Libanon hat die IDF ein grosses Waffenlager innerhalb der Sicherheitszone ausgehoben. Darunter befand sich ein mobiler, auf einem Pick-Up montierter Raketenwerfer, Sprengstoffe, Raketen und andere Waffen. Das Gebäude wurde komplett zerstört.

Yahya Saeed Mohammed Hamdan, Kommandant der Nukhba-Gruppe, wurde mit einem gezielten Anschlag der IDF eliminiert. Hamdan war beim Massaker vom 7. Oktober 2023 massgeblich beteiligt und leitete den Angriff auf die Militärbasis Re’im. Aktuell war er dabei, neue Terroristen zu rekrutieren und Anschläge gegen die IDF vorzubereiten.

Angeblich hat die IDF in dieser Woche einen Fahrer der ‘World Central Kitchen’, der mit Lebensmitteln in der Nähe von Rafah unterwegs war, grundlos erschossen. Ein kaltblütiger Mord! Die vier Lkw-Fahrer wurden gezwungen, aus den Lkws auszusteigen, sich bis auf die Unterhose auszuziehen und mit erhobenen Händen neben den Fahrzeugen stehen zu bleiben. Anschliessend wurden sie von den Soldaten geschlagen. Der 30 Jahre alte Ahmad Nasser Salim wurde durch gezielte Kopfschüsse ermordet. Die kleine Kolonne blieb wegen eines technischen Defekts an einem Fahrzeug im Philadelphi Korridor stecken. Die Strecke war mit allen notwendigen Stellen koordiniert und von diesen bestätigt worden. Die IDF bestätigte den Vorfall, allerdings in einer völlig anderen Version.  WCK überlegt, die Lieferungen  vorläufig komplett einzustellen.



Kategorien:Israel, Politik

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