Krieg gegen Iran – Tag 16 der 60-Tage-Frist

18. Tammus 5786

Das grosszügige Geschenk aus Qatar: Die neuen Air Force One

Trump erklärte vor seinem Abflug ins lange Wochenende: «Es ist lächerlich, dass die USA diesen einseitigen Weg weitergehen, wenn die Beziehung nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Sie waren nicht für uns da!!!» Trump hat die europäischen Verbündeten wiederholt wegen ihrer Reaktion auf den Krieg im Iran scharf kritisiert und die Finanzierung der NATO durch die USA immer wieder infrage gestellt.

Hier noch ein Gustostück von Trumps Selbsteinschätzung. In einem Interview mit CNBC denkt er darüber nach, warum die meisten US-amerikanischen Juden für die Demokraten stimmen. 2024 hatte er verkündet, dass «Juden, die Demokraten wählen, sich den Kopf untersuchen lassen sollen.» Das ist eine Aussage, für die es keine Worte mehr gibt! Und nun also das: «Wie ein Jude für einen Demokraten stimmen kann, ist mir ein Rätsel», sagt Trump. «Denn ich war der beste Präsident in der Geschichte Israels, und das erkennen sie auch an – übrigens lag meine Zustimmungsrate in Israel, glaube ich, bei 99 % oder so.» Seine ehemals guten Werte in Israel haben stark abgenommen, seit er die Absichtserklärung mit dem Iran über den Kopf Israels hinweg abgeschlossen hat. Kritische Beobachter sehen sie als gefährlicher für Israels Sicherheit an, als das Abkommen von 2015. Das ‘Israel Democracy Institute’ hat im letzten Monat veröffentlicht, dass nur noch 44 % der Meinung sind, die israelische Sicherheit sei ein Thema für Trump. Heute ist es so, dass eine Umfrage unter amerikanischen Juden ergab, dass nur mehr 22 % mit seiner Arbeit als Präsident zufrieden sind.

Muhammad Na’im Jandiya, jener Hamas-Terrorist, der Cpt. Daniel Perez, s’’l, am 7. Oktober 2023 in den Gazastreifen verschleppte und dort gemeinsam mit anderen Geiseln gefangen hielt, wurde am Mittwoch von der IDF eliminiert. Zu den von ihm festgehaltenen Geiseln gehörten: Yotam Haim, Samar Talalka und Alon Shamriz, s’’l, die Opfer einer tragischen Fehleinschätzung der IDF wurden. Nachdem ihnen die Flucht zunächst gelungen war, wurden sie am 15.12.2023 von der IDF in der Annahme, Terroristen vor sich zu haben, erschossen. Jandiya gehört zur Sicherheits-Gruppe des Shejaiya Bataillons der Hamas. Am 7. Oktober leitete er den Angriff auf den Kibbutz Nahal Oz. Auch bei den makaberen Übergabe-Zeremonien von Geiseln an das Internationale Rote Kreuz war er massgeblich beteiligt.

Der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte seinem belarussischen Amtskollegen: «Wir werden die vollständige Umsetzung der getroffenen Vereinbarungen nachdrücklich einfordern. Sollten die Vereinigten Staaten und das zionistische Regime ihre Verpflichtungen nicht einhalten, wird die Islamische Republik Iran ihre angemessenen Massnahmen wieder aufnehmen», sagt er. Ghalibaf betonte, er gehe davon aus, dass die USA erkannt haben, dass sie den Iran niemals militärisch schlagen können. Obwohl Israel an den Verhandlungen nicht beteiligt war und Netanyahu sich vom Ergebnis, dem 14-Punkte-Plan, distanziert hat, wird er gleichzeitig mit den USA genannt. Im ersten Punkt steht: «Die USA und der Iran sowie ihre Verbündeten erklären durch die Unterzeichnung dieser Absichtserklärung die sofortige und dauerhafte Beendigung der militärischen Operationen an allen Fronten, einschliesslich im Libanon.» Durch diese Formulierung wurde über seinen Kopf hinweg auch für Israel entschieden.

Teheran entfaltet seine ganze Pracht und Macht bei den heute begonnenen Begräbnis-Feierlichkeiten von Ali Khamenei. Vertreter aller Religionen, die im Iran vertreten sind, zogen schon in einer feierlichen Prozession an den Särgen von Khamenei und seiner Familienangehörigen vorbei. Ranghöchste Politiker und Vertreter der IRGC stehen in Tränen aufgelöst vor dem Trauer-Szenario. Vertreter aus China, Afghanistan, Pakistan und anderer Staaten haben ihre Teilnahme angekündigt. Anschliessend werden die Särge nach Naja und Karbala überführt, bevor dort die eigentlichen Feierlichkeiten am 9. Juli stattfinden. In Maschhad, dem Geburtsort Khameneis, werden die sterblichen Überreste im Schrein von Imam Reza beigesetzt.

Dutzende jüdischer Siedler-Terroristen sind am heutigen Vormittag in das Dorf Abu Falah eingedrungen und haben sofort damit begonnen, die Bewohner des Dorfes anzugreifen. Diese wurden unterstützt von ausländischen Freiwilligen. Verschiedene Videos zeigen, wie die jüdischen Siedler-Terroristen Steine auf die Bewohner werfen und sie mit Stöcken angreifen.  Ein Palästinenser und einige der Freiwilligen mussten nach einem Angriff mit Pfefferspray ins Spital gebracht werden.

Die IDF hat als Antwort auf den Angriff der Hisbollah auf Soldaten der IDF am gestrigen Donnerstag, 10 von der Terror-Organisation genutzte Infrastrukturen zerstört. Zusätzlich wurde eine Gruppe von Terroristen ausgeforscht und eliminiert, die in der Nähe der Sicherheitszone operierten. Ein Scharfschütze der Hisbollah hatte gestern in Bint Jbeil das Feuer auf die Soldaten eröffnet und dabei einen Reservisten schwer verwundet. In der Nacht beobachteten die Soldaten eine Gruppe, die in der Nähe der Sicherheitszone Waffen auf einem Lkw transportierten. Kurze Zeit darauf zerstörte die IAF den Lkw mit einem gezielten Angriff.



Kategorien:Israel, Politik

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