24. Tammus 5786
Bei einer Sitzung des Knesset-Gremiums kam es heute zu dramatischen Szenen. Das Thema der Sitzung war, wie könnte es anders sein, der Gesetzesentwurf, der das Lernen der Torah dem Dienst bei der IDF gleichstellen soll. Kriegsveteranen, die an PTBS leiden, unterbrachen die Diskussion und forderten, die Bedürfnisse der Kampfsoldaten, die unter diesen Traumata leiden, über die Wünsche der Wehrdienstverweigerer zu stellen. Einige von ihnen kletterten über die Tische, um den Vorsitzenden des Gremiums, Ofir Katz und den Vorsitzenden der haredischen Partei VTJ, Yitzhak Goldknopf, direkt mit ihren Forderungen zu konfrontieren. «Ihr alle habt uns für politische Zwecke ausgenutzt», sagen sie. «Das ist ein nationaler Notstand. Wir sind nicht gesetzlich geschützt.» Goldknopf sagt zu den Demonstranten: «Ich höre euch, und es schmerzt mich im Herzen. Bringt mir einen Gesetzentwurf, und ich werde ihn vorantreiben. Ich werde bis zum letzten Tropfen Blut dafür kämpfen. Wir müssen um eures Willen auf Vieles verzichten.» Was meint er wohl damit?
Einav Danino, die Mutter des ermordeten Geisels Ori Danino, 25, s’’l, berichtete: «Mein Ori wurde nach elf Monaten in Gefangenschaft ermordet, und ich lebe mit diesem Schmerz dank derer, die ihn zu mir zurückgebracht haben, und sie tragen diese Last mit sich. Ohne sie hätte ich Ori niemals zurückbekommen», sagt sie und fügt hinzu: «Ich habe Ori gesehen, bevor ich ihn beerdigte – einen wunderschönen jungen Mann mit elf Schusswunden. Aber was haben diejenigen gesehen, die ihn gerettet haben? Dass ihre Körper überlebt haben, ihre Seelen jedoch gestorben sind.» Der Gesetzesentwurf wurde mit 6:4 Stimmen freigegeben für die zweite und dritte Lesung in der Knesset in der kommenden Woche.

Trump ist immer für Überraschungen gut! Ganz stolz hatte er den internationalen Jungfernflug mit seinem katarischen Spielzeug, der goldglänzenden Boeing 747-8 von Washington nach Ankara absolviert. Für den Rückflug musste er auf seine alte ‘Air Force One’ zurückgreifen, allerdings nur bis Grossbritannien, wo er auf dem Stützpunkt Mildenhall die Flugzeuge wieder tauschte. Gestern hatte Trump erklärt, er fliege deshalb mit dem ‘alten’ Flugzeug, weil er sich wünscht, das neue Fluggerät solle auf einigen Stützpunkten in Europa landen, damit die Soldaten «sehen können, wie wunderschön es ist!» Tatsächlich dürfte es sich jedoch umSicherheitsbedenken des US-Secret-Service gehandelt haben. Ob er von einer aktuellen Bedrohung wisse, leugnete er. «Ich stehe auf der Liste der Opfer im Iran ganz oben. Ich weiss es nicht. Ich kann es Ihnen nicht sagen, aber ganz ehrlich, ich mache mir keine Sorgen.» Während der vergangenen Monate war die Boeing komplett auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt worden. Für einige Experten könnte der Umbau und Einbau von Sicherheitssystemen nicht akribisch genug vorgenommen worden sein. In der Regel benötigt man dafür mehr als ein Jahr.

Kurz vor seinem Abflug betonte Trump: «Der Iran hat vor Kurzem angerufen, sie wollen unbedingt ein Abkommen schliessen. Ich weiss einfach nicht, ob sie es wert sind, ein Abkommen zu schliessen. Ich weiss nicht, ob sie sich an ein Abkommen halten werden, das ist das Problem. Die sind irgendwie verrückt. Sie sind ein bisschen ausser Kontrolle, aber sie wollen unbedingt einen Deal abschliessen.»
Als Antwort auf die Angriffe der USA in der vergangenen Nacht hat der Iran erneut Ziele in Kuwait, Qatar und Bahrain angegriffen. Die Ziele der iranischen Drohnen waren US-Stützpunkte in den Golfstaaten. Zusätzlich wurden ein Patriot-Luftabwehrsystem in Qatar, ein Frühwarnsystem in Qatar sowie einige Oel-Tanks in Bahrain getroffen. Der katarische PM Sheikh Mohammed bin Abdulrahman al-Thani telefonierte mit dem iranischen Aussenminister Abbas Araghchi und forderte, dass der Iran und die USA zur Diplomatie zurückkehren sollen. Die von beiden unterschriebene Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges müsse unter allen Umständen umgesetzt werden.
Die amerikanischen Angriffe der letzten zwei Nächte haben 14 Todesopfer und 78 Verletzte gefordert. Von den Verletzten befinden sich noch 47 in stationärer Betreuung im Spital. Zuvor wurden die Tankflugzeuge, die seit einigen Wochen in Israel ‘geparkt’ waren, zurück in die Region geflogen.
Einer der Angriffe galt der Bahn-Verbindung zwischen Teheran und Mashhad, die seither unterbrochen ist. In Mashhad, dem Geburtsort von Ali Khamenei, findet heute später am Tag die Beisetzung statt. Während die Reparaturarbeiten auf Hochtouren laufen, werden Trauernde mit Schienenersatzverkehr oder Flugzeugen über die 900 km lange Strecke transportiert.

Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, dass die ‘Aq Taqh Khan Brücke’ auf dem Eisenbahnkorridor zwischen dem Iran und Turkmenistan, der auch von Russland genutzt wird, zerstört wurde. Die Brücke stellt eine wichtige Verbindung für den Handel zwischen dem Iran, Russland und China dar. Auch hier soll die Reparatur so schnell wie möglich erfolgen.

Ein US-Geschoss habe die Umgebung des iranischen Kernkraftwerks Bushehr getroffen, teilte der stellvertretende Gouverneur der iranischen Provinz den staatlichen Medien mit. Der Beamte erklärte, mehrere Orte in Bushehr, darunter auch das Umfeld der Kernkraftanlage, seien von US-Angriffen getroffen worden.
Jordanien hat heute elf Boden-Boden-Raketen aus dem Iran abgefangen. Schäden wurden nicht gemeldet. Das Ziel des Angriffs war, so wie in anderen Golfstaaten auch, ein US-amerikanischer Militärstützpunkt. Die Sirenen konnten auch im israelischen Jordantal gehört werden.
Amnesty International (AI) wirft Israel vor, während des Krieges mit der Hisbollah seit dem 2. März ganze Familien bei Angriffen ausgelöscht zu haben. Nach Angaben libanesischer Behörden wurden 4.300 Personen getötet, darunter mehr als 250 Kinder. Die IDF gibt an, zwischen Anfang März bis Ende Juni mehr als 2.500 Hisbollah-Terroristen getötet zu haben, darunter Hunderte von Mitgliedern der ‘Eliteeinheit Radwan’. AI hat drei Angriffe auf Wohnhäuser zwischen 6. und 13. März analysiert. Es wurden 24 Zivilisten getötet, darunter 12 Kinder. Den Zahlen zugrunde liegen Aussagen von Überlebenden, Angehörigen, Rettungskräften und Journalisten. «Aufgrund der gesammelten Beweise hat AI bei jedem dieser Luftangriffe hinreichende Gründe für die Schlussfolgerung, dass die IDF gegen das humanitäre Völkerrecht verstossen hat, unter anderem indem sie nicht zwischen Zivilisten und militärischen Zielen unterschieden haben, Angriffe gegen Zivilisten oder zivile Objekte durchführten oder es versäumten, alle zumutbaren Vorsichtsmassnahmen zu ergreifen, um den Schaden für Zivilisten so gering wie möglich zu halten», heisst es in dem Bericht. «Trotz weiterer Nachfragen lieferte die IDF keine konkreten Informationen zu den drei Angriffen … einschliesslich der Frage, was die Ziele gewesen sein könnten», fügt AI hinzu.

Das UN-Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA) gibt bekannt, dass zwischen Januar 2023 und April 2026 5.900 Menschen aus dem Gebiet von Judäa und Samaria durch jüdische Siedler-Terroristen aus ihren Häusern vertrieben worden sind. In diesem Zeitraum wurden 5.336 Angriffe dokumentiert, bei denen Personen- und/oder Sachschaden entstand. Die entsprechende Statistik zeigt, dass der Jordangraben und die Hügel südlich von Hebron besonders von Angriffen betroffen sind. 45 Gemeinschaften von Palästinensern und Beduinen wurden völlig vertrieben, 72 teilweise. Dazu kommen noch 36.000 Palästinenser, die entweder durch jüdische Siedler-Terroristen oder durch israelische Militäroperationen seit der Übernahme der Flüchtlingslager Jenin und Tulkarem durch die IDF im Jahr 2025 vertrieben wurden. Wo diese Aufnahme fanden, ist unklar.
Trump erklärte bei seinem Treffen mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa einem Reporter: «Ich habe mit Bibi darüber [den Rückzug aus dem Libanon] gesprochen. Ich glaube, sie werden es tun. Ich glaube, sie wollen es. Sie verstehen sich gut mit dem Libanon, sie schliessen Abkommen mit dem Libanon ab.» Trump hat nicht verstanden, dass es einen Unterschied zwischen dem offiziellen Libanon und der Hisbollah gibt. Es gibt kein Abkommen mit der Hisbollah und mit der Regierung getroffene Abkommen werden von der Hisbollah nicht akzeptiert.VM Katz meldete sich zu Wort: «Wir haben niemanden um Erlaubnis gebeten, in den Libanon hineinzugehen und wir brauchen keine Erlaubnis, um im Libanon zu bleiben. Es ist unser Recht und unsere Pflicht, die israelischen Bürger vor den Bedrohungen durch die Terrorgruppe Hisbollah zu schützen, deren Ziel es ist, den Staat Israel zu zerstören», sagt er. «Wie PM Netanyahu und ich bereits klargestellt haben, werden wir weiterhin in der Sicherheitszone im Libanon bleiben und von dort aus bei Bedarf handeln, bis die Hisbollah im gesamten Libanon entwaffnet ist und die Bedrohung für die Bewohner des Nordens beseitigt ist», fügt Katz hinzu.

Die IDF hat versucht, mit einem gezielten Anschlag auf den Sprecher der Hamas-Terror-Organisation, Hazen Qassem, zu neutralisieren. Der Versuch scheiterte. Es ist, so die IDF, nicht klar, ob sich Qassem zum Zeitpunkt des Angriffs in seinem Fahrzeug befand oder nur in der Nähe.
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