14. Ijjar 5786

Aufgrund von Verbindungen mit dem IRGC und seinem Verhalten in den Verhandlungen mit den USA soll der iranische Aussenminister Abbas Araghchi aus dem Amt entlassen werden. Das berichtet die Zeitung ‘Iran International’, die der iranischen Opposition zugeordnet wird. Präsident Masoud Pezeshkian und Parlaments-Sprecher Mohammad Bagher Ghalibaf verurteilen Araghchi, sich nicht als Minister, sondern als Assistent von IRGC-Kommandant Ahmad Vahidi verhalten zu haben.
Ein Sprecher der IDF erklärt, wenn es nicht möglich ist, die angeblich vorhandenen 400 kg von auf 60 % angereichertem Uran zu entfernen, dann müsse man den Krieg als einen einzigen Misserfolg werten. Die vorhandene Menge ist für elf Atombomben ausreichend. Wenn es also nicht gelingt, in den hoffentlich fortgesetzten Verhandlungen eine Lösung zu finden, dann waren alle Bemühungen der USA und Israels umsonst. Wenn keine diplomatischen Lösungen gefunden werden, muss Israel eine weitere Militäraktion wagen.

Der Iran bereitet sich offenbar auf eine Wiederaufnahme der Kämpfe vor. Mitglieder der IRGC haben damit begonnen, unterirdisch zwischengelagerte Raketen auszugraben. Zusätzlich werden auch Waffenlager, die unter Bauschutt liegen, freigelegt. Die IDF hat bereits die höchste Alarmbereitschaft für die IAF verkündet. Israel geht davon aus, dass die auf Eis liegenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bereits in der kommenden Woche endgültig beendet werden könnten. Trump wurde gestern vom Chef der US-Zentralkommandos, Adm. Brad Cooper, über mögliches militärisches Vorgehen informiert. Cooper berichtete, dass das von ihm befehligte Kampfkommando CENTCOM den erstmaligen Einsatz der Hyperschallrakete ‘Dark Eagle’ vorgeschlagen habe. Der Iran hatte in der letzten Kampfrunde seine Raketenwerfer ausserhalb der Reichweite der ‘Precision Strike Missile’ stationiert. Die ‘Dark Eagle’ hat eine Reichweite von gut 3.000 km und fliegt mit fünffacher Schallgeschwindigkeit. Weil sie bis zum Schluss des Fluges manövrierbar bleibt, kann sie Abwehrraketen perfekt ausweichen.

Nicht nur vor dem Hintergrund der Vereinbarung gegen Rassen-Diskriminierung und – Segregation, die auch Israel 1979 unterschrieb, ist die Todesstrafe, die nur für palästinensische Mörder in Samaria und Judäa gilt, fragwürdig. Im Basic Law ist die Todesstrafe verankert, wurde jedoch nur einmal gegen den Nazi-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann angewendet. Das neue Gesetz gibt dem Richtergremium keinen Entscheidungsspielraum, die Todesstrafe ist ein Muss, es gibt keine Möglichkeit des Einspruchs. Israelische Rechtswissenschaftler haben erklärt, dass das von Ben-Gvir eingebrachte Gesetz schwere verfassungsrechtliche Mängel aufweist. Neben dem eingeschränkten Personenkreis wird auch das Recht auf Leben verletzt. Es wird auch infrage gestellt, ob es tatsächlich von tödlichen Terroranschlägen abhält. Die Erfahrung zeigt, dass es nicht so ist! Aus den Märtyrern werden Heilige mit Heiligenschein. Präsident Isaac Herzog stellte gestern bei einer Feier für Militärrichter die Frage: « Wie soll man das Gesetz umsetzen?»
Die Bürgermeister der Gemeinden im Norden des Landes haben bereits gestern wieder Restriktionen im Zusammenhang mit dem andauernden Beschuss durch die Hisbollah eingeführt. Heute hat sich das ‘Home Front Command’ den Anweisungen angeschlossen. Die üblichen Massen Pilger-Fahrten anlässlich von Lag baOmer, das am Montagabend beginnt, werden deshalb auf maximal 200 Teilnehmer pro Anlass begrenzt.

COGAT gab bekannt, dass das Internationale Rote Kreuz ein Feldlazarett in Gaza völlig erneuern und erweitern wird. «Dadurch werden sowohl Systeme und Ausrüstung ersetzt, die seit Kriegsbeginn im Einsatz sind, als auch die Kapazitäten des Krankenhauses erheblich erweitert. Der Umfang der Ausrüstung und Ressourcen wird das vom Roten Kreuz betriebene Krankenhaus voraussichtlich erheblich modernisieren und erweitern.» Die gesamte Ausrüstung wird mit Lkws in den Gazastreifen transportiert. Die Ergänzungen werden den Ausbau der medizinischen Versorgung in verschiedenen Bereichen, u.a. auch der Geburtshilfe und Gynäkologie dienen.


Von den gestern von der israelischen Marine festgehaltenen Flotilla-Aktivisten wurden alle bis auf zwei Männer in Griechenland von den Behörden übernommen. Bei den zwei zur weiteren Befragung nach Israel gebrachten handelt es sich um Saif Abu Keshek, dem die Beziehung zu einer terroristischen Organisation nachgesagt wird und Thiago Ávila, dem illegale Tätigkeiten nachgesagt werden, ohne diese näher zu bezeichnen. Die Organisatoren der Flotilla verlangen die sofortige Freilassung.

Israel hat den VAE ein ‘Iron Beam’ Laser-Luft-Verteidigungs-System zur Verfügung gestellt, um Raketen und Drohnen des Irans abwehren zu können. Auch mobile Überwachungssysteme ‘Spectro’, die Shahed-Drohnen bereits in 20 km Entfernung erkennen können, wurden zur Verfügung gestellt. Vorher war bereits ein System des ‘Iron Dome’ in die VAE geliefert worden. Bisher musste die VAE mehr als 500 ballistische Raketen und 2.000 Drohnen abfangen.
Auch heute gab es wieder einen Angriff jüdischer Siedler Terroristen auf ein palästinensisches Dorf. In Wadi Rahim, in den Bergen südlich von Hebron, setzten sie zwei Fahrzeuge, eines davon ein landwirtschaftliches Gerät, in Brand. Weitere Details wurden nicht bekannt.

Die IDF ist sicher, eine Lösung zu finden, um die andauernden Angriffe durch ferngesteuerte Drohnen der Hisbollah einzudämmen. Derzeit werden neue Systeme dazu entwickelt, allerdings werden sie, wie die IDF zugeben muss, nicht kurzfristig einsatzbereit sein. Schlimm genug, mindestens seit 2024 sind die perfiden Waffen, die gegen elektronische Störmassnahmen immun sind, bekannt. Derzeit besteht nur die Möglichkeit, die Drohnenpiloten selbst anzugreifen. Aufgrund der Waffenruhe ist es Israel nur erlaubt, tatsächliche Gefahren zu bekämpfen, d.h. der Pilot muss die Drohne bereits aktiv steuern.
Der IDF gelang es, vier von fünf aus dem Libanon anfliegenden Drohnen abzuschiessen, der Verbleib der fünften wird derzeit noch untersucht. Ihr Angriff löste den Alarm in Rosh HaNikra unmittelbar an der Grenze zum Libanon aus.
Zwei Reservisten wurden heute durch einen Drohnenangriff leicht verletzt, mussten aber zur Behandlung in ein Spital eingeliefert werden. Früher am Vormittag waren bereits zwei weitere Soldaten bei einem Drohnenangriff verletzt worden.
In der Nähe von Misgav Am, nahe der libanesischen Grenze, traf eine mit Sprengstoff beladene Drohne auf einen Pkw. Der Fahrer sowie der Beifahrer, beide Zivilisten, wurden leicht verletzt.
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