3.Ijjar 5786

Der ehemalige PM Naftali Bennett, der als stärkster Konkurrent für Netanyahu bei den kommenden Wahlen gilt, äusserte sich zur Einberufung von Haredim: «Die Wehrdienstverweigerung [der Haredim] kostet unseren Soldaten das Leben. Die Reservisten sind müde. Es schadet unserer Einsatzfähigkeit und kostet Menschenleben», er fährt fort: «Es gibt 100.000 gesunde Haredim im wehrpflichtigen Alter. Die Einberufung lässt sich ganz einfach bewerkstelligen. Indem man die Geldtransfers an diejenigen stoppt, die nicht zum Militär gehen, und an diejenigen, die [in Yeshivot] studieren. Was die Wehrdienstverweigerung aufrechterhält, sind die Gelder, die Netanyahu, Deri und Goldknopf überweisen.»

Pakistan setzt derzeit alle diplomatischen Bemühungen in Gang, dass die zweite Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran wie geplant morgen beginnen kann. Während die US-amerikanische Delegation bereits in Islamabad eingetroffen ist, bleibt der Iran derzeit noch bei seiner Haltung, nicht an den Gesprächen teilnehmen zu wollen. Pakistans Innenminister Mohsin Naqvi traf sich heute zur Vorbereitung der Gespräche mit der Geschäftsträgerin der US-Botschaft, Natalie Baker. Im Mittelpunkt des Gespräches standen die Sicherheitsmassnahmen, die getroffen wurden, um die Teilnehmer optimal zu schützen. Das Thema Sicherheit betraf vor allem die Teilnahme des US-Vizepräsidenten JD Vance. Vance ist entgegen anderslautenden Meldungen nun doch nicht nach Pakistan abgereist. Die ausgehandelte Waffenruhe endet morgen. Sollte der Iran seine Teilnahme verweigern, werden die Kämpfe wohl wieder aufgenommen werden.
Der Iran liess Berichte des Nachrichtenportals Mizan bestätigen, dass zwei Männer, Mohammad Masoum Shahi und Hamed Validi heute Vormittag exekutiert wurden. Ihnen wurde vorgeworfen, Mitglied des Spionagenetzwerks des Mossad gewesen zu sein. In der Vergangenheit hätten sie ein Training im Ausland absolviert und anschliessend mit feindlichen Gruppen zusammengearbeitet.


Die IDF warnt die libanesischen Zivilisten trotz der noch bis Mittwoch dauernden Waffenruhe, nicht in den Süden des Landes zurückzukehren. Wie in der Vereinbarung erklärt, darf sich die IDF weiterhin in ihren Stellungen aufhalten, «um auf eventuelle Aktivitäten und Bedrohungen durch die Hisbollah sofort reagieren zu können», wie IDF-Sprecher Avichay Adraee festhielt. Am frühen Morgen wurde nördlich der ‘gelben Linie’, das ist die von der IDF selbst definierte Grenze der ‘vorwärts Verteidigung’, eine auf Israel gerichtete, abschussbereite Raketenabschussbasis entdeckt und zerstört. Die vorwärts Verteidigung soll potenzielle Bedrohungen bereits im Vorfeld verhindern. Was für den ‘Angreifer’ als pro-aktive Schutzmassnahme gilt, wird beim Angegriffenen oftmals als äusserst aggressiv empfunden. Israel rechtfertigt die Zerstörungen damit, dass die Hisbollah zivile Infrastrukturen oft nutzt, um Waffen darin zu lagern, von dort aus Angriffe durchzuführen oder Tunneleinstiege zu tarnen. Laut Haaretz scheint die IDF jedoch nicht zwischen Gebäuden, die von der Terrorgruppe genutzt werden, und unberührten Gebäuden zu differenzieren, da Berichten zufolge ganze Orte dem Erdboden gleichgemacht werden. Die Abrissarbeiten werden von angestellten zivilen Bauunehmern aus Israel durchgeführt, darunter auch solche, die nach der Anzahl der von ihnen zerstörten Gebäude vergütet werden, wie die Kommandeure gegenüber Haaretz erklärten.

Die IDF wird auch pro-aktiv an der Säuberung der unter ihrer Kontrolle stehenden Gebiete von Terror-Milizen arbeiten. VM Israel Katz kündigte an, dass die IDF alle Grenzdörfer, mit Ausnahme der von Christen bewohnten, zerstören werde. Was das bringen soll, wird nur ihm und vielleicht noch Netanyahu bekannt sein. Das ist nichts anderes als kollektive Bestrafung der Bewohner, von denen nicht bekannt ist, ob sie der Hisbollah nahestehen oder einfach nur Zivilisten sind, die schon ewig dort wohnen. In dem Fall wird der Hass auf die israelischen ‘Besatzer’ nur noch grösser werden und der Schaden wird höher sein als der Nutzen.
Zwei Vertreter der Hamas betonten gegenüber der New York Times, dass die Terror-Organisation nur bereit sei, ‘Tausende automatische Gewehre und andere Waffen’ abzugeben. Diese befänden sich im Besitz ihrer ‘internen Sicherheitskräfte’. Sie würden an das Technokraten-Team ausgeliefert, das die Verwaltung des Gazastreifens übernehmen soll. Dies sei ein Zugeständnis an Israel und die USA, die verlangen, dass zusätzlich alle schweren Waffen und Raketen abgegeben werden müssen. Dazu allerdings ist die Hamas nicht bereit.

Die IDF konnte leider die Echtheit eines Bildes bestätigen, das gestern in den sozialen Medien hochgeladen wurde. Es zeigt einen IDF-Soldaten, der im südlichen Libanon eine lebensgrosse Jesus-Figur zertrümmert. IDF-Sprecher Nadav Shoshabi postete auf ‘X’: «Es gilt als sicher, dass das Bild einen IDF-Soldaten zeigt, der im südlichen Libanon eingesetzt ist. Die IDF untersucht diesen Vorfall sehr scharf. Wir betonen, dass er völlig den Werten, die zu verfolgen unsere Truppen angehalten sind, widerspricht.» Gegen den Verursacher werden ‘angemessene’ Massnahmen ergriffen. Auch Aussenminister Gideon Sa’ar und Netanyahu verurteilten den Vorfall als ‘beschämende Aktion’ und entschuldigten sich bei der christlichen Gemeinde Debel im Südlibanon. Die Identität des Soldaten wurde mittlerweile bestätigt.
Die US-Navy enterte heute mit Unterstützung der USS-Tripoli und eines Hubschraubers das unter iranischer Flagge segelnde Schiff M/V Touska. Zuvor hatte der Lenkwaffenzerstörer USS-Spruance den Antrieb der Touska ausser Gefecht gesetzt. Diese hatte während sechs Stunden nicht auf die Kontaktnahmen der US-Streitkräfte reagiert.
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