Krieg gegen Iran – Waffenruhe Tag 6

26. Nissan 5786

Die fragile Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA kann jederzeit zerbrechen und den Krieg wieder ausbrechen lassen. Das erklärte Netanyahu zu Beginn der heutigen Kabinettssitzung. Vizepräsident Vance habe ihn auf dem Rückflug nach Washington darüber informiert, dass die Iraner der Vereinbarung, sofort den Beschuss auf die Golfstaaten einzustellen und die Strasse von Hormus wieder zu öffnen, nicht zugestimmt hätten. Auch bei den Forderungen zum Atomprogramm sei keine Einigung, ja noch nicht einmal eine Annäherung erreicht worden. Israel unterstützt Trumps Entscheidung, iranische Häfen zu blockieren. Ein General des ‘US Central Command’ erklärte, es handle sich nicht um eine komplette Blockade der Passage, sondern nur um eine punktuelle der iranischen Häfen. «Wir [Netanyahu und Trump] stehen in ständigem Austausch und stimmen uns laufend ab. Die Behauptungen, es gebe eine Kluft zwischen uns, sind völlig falsch. Ein solches Mass an Abstimmung hat es noch nie gegeben – weder in der Geschichte Israels noch in der Geschichte des jüdischen Volkes.» Das sagt ein von sich aussergewöhnlich selbstüberzeugter Netanyahu!

Heute haben zwei mit dem Iran verbundene Tankschiffe den Persischen Golf verlassen. Es handelt sich dabei um die Aurora, die iranische Oel-Produkte gebunkert hat und die New Future, die Diesel aus Hamriyah in den VAE transportiert.

© Erl, Mai 25, Netzfund

Papst Leo, der von Trump wüst beschimpft wurde, erklärte: «Ich möchte mich nicht auf eine Debatte mit ihm einlassen (…) Ich werde mich weiterhin lautstark gegen den Krieg aussprechen und mich für den Frieden, den Dialog und multilaterale Beziehungen zwischen den Staaten einsetzen, um gerechte Lösungen für Probleme zu finden. Zu viele Menschen leiden heute in der Welt», sagt Leo. «Zu viele unschuldige Menschen werden getötet. Und ich denke, jemand muss aufstehen und sagen, dass es einen besseren Weg gibt.» Gut, die Lösung der Probleme hat auch Papst Leo nicht, aber immerhin kuscht er nicht vor Trump. Jetzt muss man gespannt sein, welche Strafen der rachsüchtige Trump gegenüber dem Vatikan verhängen wird.

Mit KI von Trump erstelltes Selbstbild auf ‚Social Truth‘- Blasphemie????

Trump hat auf seiner Plattform ‘Social Truth’ eine wilde Schimpfkanonade gegen Papst Leo veröffentlicht. Zuvor hatte dieser die Aussen- und Einwanderungspolitik Trumps kritisiert. Dafür lobte er umso mehr den älteren Bruder des Papstes, Louis, der sich selbst als konservativer Unterstützer von MAGA bezeichnet. «Er hat es verstanden, Leo aber nicht!» Neben allen Vorwürfen hat Trump noch etwas Besonderes auf Lager: «Leo sollte dankbar sein, denn wie jeder weiss, war er eine schockierende Überraschung. Er stand auf keiner Liste der Papstkandidaten und wurde von der Kirche nur deshalb dort hingesetzt, weil er Amerikaner war und sie dachten, das wäre der beste Weg, um mit Präsident Donald J. Trump umzugehen. Wäre ich nicht im Weissen Haus, wäre Leo nicht im Vatikan.» Die Einbildungskraft dieses Menschen ist durch nichts mehr zu überbieten.

Oppositionsführer Yair Lapid stellte gestern Abend bei einer Sitzung mit seiner Parteispitze die Frage: «Wo ist die Opposition eigentlich? Warum sind wir die Einzigen, die nicht geflohen sind?» Bennett, der sich selbst als härtester Konkurrent gegen Netanyahu sieht und mit einer neuen, eigenen Partei in den Wahlkampf zieht, ist seit dem Ende der kurzlebigen Regierung Bennett/Lapid kein Mitglied der Knesset mehr. Eisenkot war Mitglied der Notfallkoalition. Als sie sich auflöste, verabschiedete er sich aus der Knesset. Gleiches gilt für Yair Golan. Lapid reagiert damit auf interne Vorwürfe, dass die von ihm geleitete Opposition zu schwach sei. «Sie sind eigentlich wütend auf diejenigen, die geblieben sind und gekämpft haben, anstatt wütend auf diejenigen zu sein, die geflohen sind und verschwunden sind», sagte er mit Blick auf die parteiinternen Kritikern. «Bei allem Respekt: Wir waren bei allen Kämpfen dabei – beim Putschversuch, bei Finanzfragen, beim Wehrdienstverweigerungsgesetz, in den Ausschüssen, im Plenum. Und wenn jemand Beschwerden hat, sollte er diese an diejenigen richten, die die Kampagne im Stich gelassen haben», fügte Lapid hinzu

Die IAF nahm gestern das zerstörte Sportstadion von Bint Jbeil und die umliegenden Freizeitanlagen ein. Das Stadion war im Jahr 2000 Bühne für einen der seltenen öffentlichen Auftritte vom damaligen Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah. Nach dem Rückzug der IDF hielt er hier seine Siegesrede, in der er Israel als «schwächer als ein Spinnennetz» bezeichnete. Damit ist die Einnahme der Hisbollah-Hochburg weitgehend abgeschlossen. Die Stadt wurde zunächst eingekesselt, um zu verhindern, dass Nachschub von aussen hineingeschmuggelt wird. Anschliessend wurden im Nahkampf mit Unterstützung der IAF nahezu 200 Terroristen neutralisiert. Die Truppen werden noch einige Tage in der Stadt bleiben, um etwaige Terror-Nester aufzuspüren und zu zerstören.

Bei der bisher grössten Angriffswelle der IAF auf Hisbollah-Infrastrukturen in Beirut , dem Südlibanon und dem Bekaa-Tal wurden nach Angaben der IDF mehr als 250 Hisbollah-Terroristen neutralisiert. Das libanesische Gesundheitsministerium sprach sogar von über 300 Toten, wobei nicht zwischen Terroristen und Zivilisten unterschieden wird. Unter den Opfern befanden sich auch: Hisbollah-Kommandeur Hassan Mustafa Nasser, Leiter des Logistikhauptquartiers der Hisbollah; Ali Qassem, Abu Ali Abbas und Ali Hijazi, hochrangige Kommandeure der Hisbollah-Geheimdienstabteilung; sowie Abu Muhammad Habib, der stellvertretende Leiter der Raketenabteilung der Hisbollah. Ein israelischer Geheimdienstoffizier dazu: «Wir haben die Auswirkungen des Schlags noch nicht vollständig bewertet und entdecken jeden Tag weitere ausgeschaltete Terroristen.»

Mehr als zehn Drohnen wurden seit heute Vormittag aus dem südlichen Libanon auf Israel abgeschossen. Sie konnten allesamt angefangen und zerstört werden.

Am frühen Nachmittag wurde eine Frau, 60, bei einem Raketeneinschlag in Nahariya durch die entstandene Druckwelle und herumfliegende Glasscherben leicht verletzt. Es entstand ein nennenswerter Sachschaden.

Zwei Soldaten wurden mittelschwer und sechs weitere leicht verletzt, als eine mit Sprengstoff beladene Drohnen in unmittelbarer Nähe der Soldaten im südlichen Libanon einschlug.



Kategorien:Israel, Politik

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