Krieg gegen Iran, Tag 35 (Donnerstag), 36 (Freitag) und  37 (Samstag )

15., 16. und 17. Nissan 5786

Eine kreative Lösung finden, das ist es, was Israelis derzeit von anderen Juden auszeichnet. Juden im Ausland konnten in gewohnter Weise am Mittwoch- und Donnerstagabend ihre traditionellen Seder-Abende geniessen. Ganz anders in Israel. Dort musste man jederzeit damit rechnen, mit dem nächsten Alarm in den Schutzraum geschickt zu werden. Einige Hundert Menschen haben sich seit Tagen in der Tiefgarage unter dem Dizengoff Zentrum In Tel Aviv ‘wohnlich eingerichtet’. Sie leben dort, vier Stockwerke unter der Erde. Die ad hoc zusammengewürfelte neue Gemeinschaft hat den Seder geplant. Plastikstühle, Klapptische, Plastikbesteck. Alles war vorhanden, Sederplatten, Matzot, gefillte Fisch, gehackte Leber……. Alles in den heimischen Küchen vorbereitet und mitgebracht.

Am Dienstag wurden vier Palästinenser in Tayasir von jüdischen Siedler-Terroristen teils schwer verwundet. Die Siedler-Terroristen setzten Fahrzeuge in Brand und versuchten, in Gebäuden Feuer zu legen. Sie wurden von Bewohnern des Ortes bei ihrem Überfall fotografiert, sodass sie identifizierbar sind. Drei der Verletzten sind Angehörige  jenes alten Mannes, der in der vergangenen Woche von Siedler-Terroristen zusammengeschlagen wurde und dessen Frau an einem Herzstillstand in Folge des Schocks verstarb. Die IDF, die in Tayasir eintraf, hinderte lokale Hilfskräfte daran, den Ort zu betreten.  Während sie den Bewohnern des Ortes eine Rückkehr in ihre Häuser untersagte, hinderte sie die Siedler-Terroristen nicht an ihrem schändlichen Vorgehen. Es gab keine Festnahmen. 

Nachdem in den vergangenen Tagen sechs Soldaten im südlichen Libanon durch Angriffe der Hisbollah getötet wurden, wandten sich die Eltern der ‘Nahal Brigade Aufklärungseinheit’ die im dortigen Gebiet operiert, an den PM. Kopien des Briefes gingen an VM Katz und die entsprechenden Kommandanten. Sie beklagen den mangelhaften Schutz der Soldaten bei Luftangriffen, denen sie tagtäglich ausgesetzt sind. Sie forderten, die Sicherheitslage sofort zu verbessern.

Trump hat wieder einmal eine seiner ‘Durchhalteparolen’ auf seiner Plattform veröffentlicht. «Mit etwas mehr Zeit könnten wir ganz einfach die Strasse von Hormus öffnen, uns das Öl holen und ein Vermögen machen. Das wäre eine echte ‚Goldgrube‘ für die Welt!!!» Hauptsache Vermögen machen, das ist das Interesse von Trump, weder die Sicherstellung der Golfstaaten inklusive des Irans mit humanitären Hilfsgütern und sonstige lebensnotwendigen Lieferungen. Noch die Lieferungen mit Oel in Staaten, deren Wirtschaft davon abhängt. Geschweige denn Sicherheit für die Menschen in der Region. Nein, es ist nur sein Reichtum, das zählt.

Trump warnte heute, entweder innerhalb von 48 Stunden einem Deal zuzustimmen oder die Strasse von Hormus zu öffnen. Andernfalls werde ‘die Hölle über sie niederregnen’. «Erinnert euch daran, ich hatte dem Iran zehn Tage gegeben, die Zeit rennt, jetzt habt ihr noch 48 Stunden.»

Durch eine Rakete aus dem Libanon wurde eine Kita in Nahariya getroffen, die wegen der Feiertage und Ferien nicht in Betrieb war. Es gab erheblichen Sachschaden. 

Ein Bomblet einer Cluster-Rakete traf Nebengebäude der Kirya in Tel Aviv. Getroffen wurden ein Parkplatz und eine benachbarte Schule. Fünf Personen wurden leicht verletzt.

Bei einem Angriff mit einer Cluster Rakete aus dem Iran wurde am Samstagmittag Bnei Brak und Ramat Gan grosser Schaden angerichtet. Die Bomblets stürzten grossräumig über Zentralisrael ab. Es gab einige Verletzte durch Glassplitter und Druckwellen. In Rosh Haajin kam es zu einem Stromausfall. Auch in einigen Vororten von Haifa fiel für einige Stunden der Strom aus. 

Die IDF gab an, während der letzten Phase der Kämpfe mit der Hisbollah mehr als 1.000 aktive Terroristen eliminiert zu haben. Hunderte der Getöteten waren Mitglieder der Eliteeinheit ‘Radwan’. Allein am Mittwoch wurden mehr als 130 Raketen auf Israel abgeschossen, der Grossteil wurde abgeschossen oder bewusst zum Absturz auf freiem Gebiet durchgelassen. Trotzdem gelang es einigen Raketen, ihre Ziele zu erreichen. 

Eine Drohne aus Israel traf im südlichen Iran, in der Provinz Bushehr ein grosses Lager, das ausschliesslich Hilfszwecken diente. Zwei Container, zwei Busse und eine nicht näher definierte Zahl von Einsatzfahrzeugen wurden dabei zerstört. Das Lager wurde betrieben von der grössten Hilfsorganisation des Landes ‘International Federation of Red Cross and ​Red Crescent ​Societies’ mit 100.000 Mitarbeitern. 

Kommandozentralen in Beirut, die dem ‘Quds Force Lebanon Corps’ zugeordnet wurden, wurden am gestrigen Freitag von der IAF angegriffen und weitgehend zerstört. Dieser Zweig der Quds Force gilt als Verbindungsglied zur IRGC. Weiterhin wurden zwei Zentren des Palästinensischen Islamischen Djihad angegriffen. Die israelische Marine griff einen Beobachtungsposten an. 

Wir werden im Krieg erfolgreich sein!!!! (Whishful thinking!)

Nachdem die IDF und die USA angegeben hatten, dass der Iran nur mehr über weniger als 50 % seiner Raketenwerfer verfügt, müssen sie jetzt erkennen, wie rasend schnell zerstörtes Material wieder ausgetauscht wird. Offenbar verfügt der Iran über unterirdische Lager, aus denen, selbst wenn sie unter Trümmern verborgen sind, in kürzester Zeit Nachschub geholt und einsatzbereit gemacht wird. Ähnliche Lager gibt es auch für ‘einfache’ Raketen. Eine Aussage, wie viele Raketen oder Raketenwerfer es noch gibt, ist deshalb völlig irrelevant. 

Am späteren Freitagnachmittag bestätigte die USA, dass ein Kampfjet über dem Iran abgeschossen wurde. Ob die Mannschaft sich retten konnte, ist derzeit noch unbekannt. Rettungskräfte sind unterwegs, um die Piloten zu finden. Angebliche US-amerikanische Videos zeigen, wie ein Tankflugzeug mehrere Helikopter betankt. Iranische Videos hingegen zeigen angeblich Trümmerteile des abgeschossenen Jets. Die Bevölkerung wurde von iranischen Medien aufgefordert, sich an der Suche nach den Piloten zu beteiligen. Zum einen wurde auf die Gefangennahme ein Kopfgeld ausgesetzt, zum anderen wurde jeder, der einen Amerikaner sieht, aufgefordert, diesen sofort zu erschiessen. Am frühen Abend meldete CBS, dass einer der Piloten lebend geborgen werden konnte. Die Suche nach dem zweiten Piloten wird fortgesetzt. Ein zweiter Kampfjet wurde über der Strasse von Hormus abgeschossen. Der Einzelpilot konnte gerettet werden. 

Amnesty International warnt den Iran, dass die Rekrutierung von Kindern in Alter bis zu 12 Jahren in den Dienst der IRGC ein Kriegsverbrechen ist. Die Kinder kommen in der Regel in der Basij Miliz-Truppe zum Einsatz. Es ist bekannt, dass Kinder dieser Terror-Miliz im Krieg des Iran gegen den Irak1980 bis 1988 zuerst in die Minenfelder geschickt wurden. 



Kategorien:Israel, Politik

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