14. Adar II 5782
Geschichte:
1992 fuhr ein mit Sprengstoff beladener Pick-up in das Gebäude der Botschaft des Staates Israel in Buenos Aires und explodierte. 29 Personen, darunter vier Israelis starben, 242 wurden verletzt.
Das Botschaftsgebäude wurde zerstört, angrenzende Gebäude wie eine katholische Kirche, eine Schule und ein Altersheim wurden schwer beschädigt. Im weiteren Umfeld erlitten 400 Wohnungen und Geschäfte starke bis mittelschwere Schäden.
Die Verantwortung für den Terrorakt übernahm der Islamische Dschihad, eine in Damaskus ansässige Terroreinheit. Von der argentinischen Akademie der Ingenieurwissenschaften wurde behauptet, ein israelischer Botschaftsmitarbeiter hätte die Bombe selbst gezündet. Erst zwei Jahre später wurde ein Telefonat von der NSA aus der iranischen Botschaft abgefangen. Daraus ging klar hervor, dass die Täterschaft im Iran und im Libanon zu suchen war.
1998 wurde der ehemalige Kultur Attaché der iranischen Botschaft in Buenos Aires in Deutschland festgenommen, sechs weitere wurden des Landes verwiesen, verurteilt wurde keiner von ihnen, obwohl es handfeste Beweise gegen sie gab.
Gestorben:
1886 verstarb Leopold Zunz (Jom Tov Lippmann Zunz), geboren am 10. Aug. 1794 in Detmold, in Berlin.
Zwischen 1803 und 1809 besuchte er die überregionale jüdische Samson Schule. Anschliessend besucht er als erster Jude das Gymnasium, das er 1811 abschloss, um dann in Berlin an der Universität Philosophie, Philologie und Geschichte zu studieren. 1821 promovierte er an der Universität Halle zum Doktor der Philosophie.
Beeinflusst durch seinen Freund und Reform Rabbiner Aaaron Chorin arbeitete er als Prediger am Berliner «Beer-Tempel», stiess dort aber auf wenig Gegenliebe seiner reformistischen Gedanken und gab die Stelle ebenso auf, wie seine journalistische Tätigkeit (1824 – 1831) und das Direktorat einer jüdischen Gemeindeschule (1826 – 1830).
1840 gründete er mit Rabbiner Meyer Landsberg zusammen das Jüdische Lehrerseminar und verblieb dort bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1850.
Sein Hauptvermächtnis sind seine Arbeiten um die Wissenschaft im Judentum. In der Wissenschaft sah er einen bereichernden Zusatz zu alten traditionellen Schriften des Judentums. Sein Ziel war es, das «kulturelle Vermächtnis der jüdischen Literatur in den Umkreis des kulturellen Erbes Europas einzubringen».
Das umfangreichste Werk war die «Rabbinerbibel», die die 24 Bücher des Tanach übersetzt und 1838 erstmals erschien. Zunz hatte bei diesem Projekt das Lektorat inne. Die Übersetzung galt über zwei Jahrhunderte hin als die einzig legitime und anerkannte Version. 1997 wurde sie in Israel neu aufgelegt.
Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline
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