17. Adar II 5782
Gestorben:
2017 verstarb David Rockefeller, geboren am 12. Juni 1915 in New York City, in Tarrytown. Nach dem Tod seines Vaters, John D. Rockefeller Jr. (1874 bis 1960) galt er als Familienoberhaupt einer der reichsten Familien weltweit.
Sein Geburtshaus war der Familienbesitz im Centrum von New York City, der als die grösste private Liegenschaft der Stadt galt. Der Vater verschenkte das Haus in Erinnerung an seine Frau als Standort für einen Skulpturengarten dem Museum of Modern Art.
Einen grossen Teil seiner Jugend verbrachte er mit der Familie auf Schloss Kykuit, auf dem höchsten Punkt der Pocantico Hügel gelegen. Der Name ist hier Programm, von diesem «Ausguck» aus kann man die Skyline von New York sehen, aber auch den Hudson River.
Nach dem Besuch der Lincoln School, die von der Columbia Universität betrieben wurde, wechselte er auf das College der Havard University, das er 1936 «cum laude» abschloss. Anschliessend studierte er in Havard ein Jahr Wirtschaftswissenschaften und setzte seine Studien dann an der London School of Economics fort. Als studentischer Mitarbeiter absolvierte er gleichzeitig eine praktische Ausbildung in der Londoner Niederlassung der Chase Manhattan Bank. Mit der Dissertation «Ungenutzte Ressourcen und volkswirtschaftliche Verschwendung» promovierte er an University of Chicago.
Für einen symbolischen Verdienst von US$ 1.—arbeitete er als Sekretär beim Bürgermeister von New York. Was als Praktikantenstelle ausgewiesen war, entsprach tatsächlich der Position des stellvertretenden Bürgermeisters.
Zu Beginn des Zweite Weltkrieges meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst, besuchte 1943 die Offiziersschule und ging als Hauptmann für den militärischen Geheimdienst nach Nordafrika und Frankreich.
1946 kehrte er in die Chase Manhattan Bank zurück, wo er auf der untersten Stufe der Karriereleiter begann und diese Schritt für Schritt nach oben erklomm, bis er 1960 Präsident des Finanzkonzerns wurde. In den Jahren 1969 bis 1980 war er Generaldirektor der Bank wo er mit 1.7 % der Anteile auch der grösste Einzelaktionär des Konzerns war.
Im Jahr 2012 wurde sein Vermögen auf 3.1 Milliarden US$ geschätzt. Damit nahm er weltweit den 491. Platz der reichsten Menschen ein.
Trotz anderslautenden Berichten ist die Familie Rockefeller nicht jüdischer Herkunft!
2022 verstarb der 94 Jahre alte Rabbi Chaim Kanievsky, geboren am 8. Jan. 1928 in Pinks (Polen), in Bnei Brak. Er galt als ein der besonders wichtigen Lehrer für die haredische Gemeinde. Sowohl in religiösen Fragen, aber auch bei Entscheidungen, die ausserhalb der Halacha lagen, war er die erste Anlaufstelle für seine Anhänger.
Nicht immer waren seine Entscheidungen anerkannt in der israelischen Gesellschaft. So verbot er 2012 den Besitz eines Smartphones, bevor dies nicht von einer halachischen Autorität (posek) bewilligt worden war. Er erkannte das übergeordnete allgemeine zivile Recht des Staates über die Gesetze der Halacha an. Dementsprechend entschied er 2017, dass das Anzeigen von sexuellem Missbrauch von Kindern zwingend vorgeschrieben ist. Denkt man an den ehemaligen Gesundheitsminister Litzmann, so muss man an dieser Stelle hinterfragen, wie es möglich war, dass er als strenggläubiger Jude, die pädophile Malka Leifer so lange schützen konnte. 2015 hingegen entschied er, dass im Falle eines Terroranschlages immer das Opfer, auch bei leichterer Verletzung behandelt werden muss. Zu Beginn der Pandemie verkündete er, die beste Strategie zur Vermeidung der Erkrankung sei das Vermeiden von übler Nachrede. Erst als Ende März die prozentuelle Zahl der Erkrankten in weitaus höher war, als in anderen Regionen nahm er eine andere Haltung an.
Die Polizei rechnet heute mit einer hochsensiblen und angespannten Sicherheitslage. Mehr als geschätzte 1 Million Trauernde werden heute an der Beisetzung teilnehmen. Um das vorhersehbare Verkehrschaos einigermassen in den Griff zu bekommen, wurden die drei Nord-Süd-Schnellstrasse 2, 4, 5 und 6 bereits ab den frühen Morgenstunden komplett gesperrt.
Der Schulunterricht wurde im Zentrum des Landes auf Fernunterrichte umgestellt. Auch die Israel Railways baten darum, nur wirklich notwendige Fahrten durchzuführen.
Trotz aller Bemühungen durch die anwesenden Polizisten und Soldaten an den besonders kritischen Punkten hab es bereits kurz nach Beginn des Trauerzuges schon 48 Verletzte. Nur der engsten Familie, etwa 300 Personen war es erlaubt, unmittelbar an der Beisetzung teilzunehmen.
Einigen Dutzend Personen gelang es, nach der Beisetzung die Absperrungen zu durchbrechen, im Grossen und Ganzen verlief der Nachmittag bisher ruhig.
Sollte es, was alle hoffen, nicht zu irgendwelchen Eskalationen kommen, so rechnet die Polizei mit einer Normalisierung des Verkehrsaufkommens gegen 20 Uhr heute Abend.
Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline
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