15. Nissan 5782
Geschichte:
1948 Noch vor der Staatsgründung kam es zwischen dem 4. und 16. April zu heftigen Kämpfen zwischen der Haganah und der arabischen Befreiungsarmee. Im Jesreel Tal zwischen Haifa und der Jenin Kreuzung in der Nähe von Megiddo identifizierte die Haganah einen der topografischen Schwachpunkte für einen Angriff der Araber gegen jüdisches Gebiet. Am 4. April wurde ein Angriff der Araber gegen den Kibbuz Megiddo erfolgreich von den Angehörigen des Kibbuz abgewehrt. Nach 36 Stunden Dauerbeschuss durch die Araber war der Kibbuz fast vollständig zerstört.
Der Befehlshaber der Arabischen Befreiungsarmee war Fawzi al-Quawuqji, der während des 2. Weltkrieges als Offizier der Nationalsozialisten als Agent für die deutsche Wehrmacht in Palästina gedient hatte. Seine Aufgabe in Palästina war es, um die Zeit der Staatsgründung die arabischen Zentren gegen die Zionisten zu verteidigen.
Fawzi al-Quawuqji bewilligte einen Waffenstillstand, um Frauen und Kinder aus dem Kibbuz evakuieren zu können. Die Kibbuznikim hingegen weigerten sich, den Kibbuz aufzugeben.
In den kommenden Tag startete die Haganah einen Gegenschlag gegen die arabischen Dörfer. Was zunächst nach einem Sieg der Araber ausgeschaut hatte, wandelte sich schlussendlich in einen dramatischen Verlust.
Wer nicht floh, wurde inhaftiert oder nach Jenin, einer arabischen Stadt ausgewiesen. In dieser unrühmlichen Schlacht, die bis zum 16. April dauerte, wurden umliegende arabische Orte dem Erdboden gleichgemacht, zahlreiche Bewohner flohen oder wurden vertrieben.
Fawzi al-Quawuqji gab er am 8. April bekannt, die Schlacht gewonnen zu haben, um dann nach dem feststehenden Debakel zu behaupten, der Sieg der Juden sei nur dank Unterstützung durch nicht-jüdische sowjetische Truppen und Bomber möglich gewesen. Die entsprechenden Telegramme werden in einem Archiv in Jordanien aufbewahrt.
Die drusische Bevölkerung Palästinas hatte bis dahin eine neutrale Position eingenommen. Jetzt wurden sie von Fawzi al-Quawuqji eingesetzt, um Ablenkungsmanöver vorzunehmen und den Arabern so zu helfen. Im Grossraum Haifa griffen sie deshalb jüdische Siedlungen, darunter auch Kibbuz Ramat Yohanan an. Dort stiessen sie auf Soldaten der Haganah, die die Kibbuznikim bei der Verteidigung unterstützten.
Beide Seiten litten unter Nachschubproblemen bei den Waffen. Schlussendlich mussten die Drusen aufgeben und zogen sich zurück. Gleichzeitig boten sie den Haganah Offizieren an, die Seiten zu wechseln und Teil der Haganah zu werden. Yigael Yadin, der ranghöchste Soldat innerhalb der Haganah, lehnte dieses Gesuch ab. Gleichzeitig beauftragte der die Drusen, Sabotageakte hinter den arabischen Linien durchzuführen. 212 Drusen liefen zur Haganah über, woraufhin eine generelle Zusammenarbeit vereinbart wurde.
Die Drusen hatten ab 1930 mit dem Arabischen Hohen Rat, der höchsten Behörde für religiöse Angelegenheiten der muslimischen Bevölkerung in Palästina und der Arabischen Liga zusammengearbeitet. PM David Ben Gurion räumte ihnen trotzdem auf Grund der Erfahrungen mit ihnen vor der Staatsgründung einen Sonderstatus gegenüber den anderen Arabern in Israel ein. Dieser Sonderstatus gilt auch für die Maroniten und Tscherkessen. [1]
1968 lehnte David Ben Gurion, PM von Israel von 14. Mai 1948 bis 26. Jan 1954 und 3. Nov 1955 bis 26. Juni 1963 die Annahme des prestigeträchtigen Israel Preises an. Mit den Worten «Ich verdiene keine Auszeichnung dafür, dass ich meine Pflicht gegenüber unserem Land erfüllt habe.» sagte er die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag ab, an dem der Preis alljährlich vergeben wird.
Post Covid Reisetätigkeit:
2022 Nach zwei Jahren, in denen Reisen von und nach Israel mehr oder weniger restriktiv gehandhabt wurden, es sogar mehrfach zu einer völligen Abschottung des Landes kam, durften sich nun Reisende wieder auf den Weg machen. Am Donnerstag, 14. April, flogen knapp 40.000 Reisende mit 248 Flügen von Flughafen Ben Gurion ab. Gleichzeitig kamen etwa 32.000 Reisende mit 206 Flügen an.
Sowohl bei der Ausreise, aber auch bei der Ankunft gab es stundenlange Wartezeiten. Wo man an guten Tagen von der Ankunft vor dem Check-In Schalter bis zum Gate eine knappe halbe Stunde benötigt, stand man am Donnerstag allein von den Check-In Schaltern bis zu drei Stunden. Clowns versuchten in der Abflughalle den Kindern die Zeit zu verkürzen. Bei der Abreise gab es ebenfalls lange Verzögerung, sodass die Zeit vom Andocken am Gate bis zur Ausfahrt aus der Garage ebenfalls bis zu drei Stunden dauerte.
Zu Beginn der kommenden Woche wird man sich nach dem Ende von Pessach auf die gleiche Situation einstellen müssen.
[1] Mehr zu den Minderheiten in Israel in den kommenden Tag im Blog
Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline
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