Was geschah am 19. April?

18. Nissan 5782

Politik:

2022 Der Vorsitzende der rechtsextremen Partei «Der religiöse Zionismus», Bezalel Smotrich, hat sich mit einem Brief an den Knesset Sprecher Mickey Levy, Yesh Atid, gewandt. Darin fordert er, dass dieser die Knesset auflösen und den Weg für Neuwahlen freimachen soll.

Er begründet dies damit, dass durch das Einfrieren der Koalitionspartnerschaft durch die arabische Ra’an Partei die Regierung nun de facto eine Minderheitsregierung sei. Durch diesen Zustand würde, so sagte er, die Demokratie und damit auch das öffentliche Vertrauen in die Politik des Landes gestört. 

Der Vorsitzende der Ra’an Partei hatte in der vergangenen Woche die Mitgliedschaft in der Koalition für zunächst zwei Wochen «auf Eis gelegt» um den enormen Druck, der durch die aktuellen Unruhen in Jerusalem und auf demTempelberg auf den arabischen MKs lastet, etwas zu mindern. 

Terror:

2022  Gestern Abend gab es erstmals seit einigen Monaten wieder Raketenalarm im Bereich des Gaza Streifens. Die abgefeuerte Rakete wurde vom Iron Dome abgefangen. Israel reagierte daraufhin mit unmittelbarem Beschuss auf strategische Gebäude der Hamas, darunter auch eine Waffenfabrik in der Nähe von Kfar Yunis. 

Dies zeigt, dass der Nachschub an Waffen,  Zubehörteilen und Sprengstoff in den «abgeriegelten» Gazastreifen seit Jahren problemlos funktioniert.

Die Hamas war von palästinensischen Gruppen aufgefordert worden, sich dem «Befreiungskampf» um die Al-Aqsa Moschee anzuschliessen und Israel unter Beschuss zu nehmen. 

Umwelt:

2022 Vor einigen Jahren hat sich eine Gruppe von Stachelschweinen auf dem Campus des Atomforschungsgeländes im Negev angesiedelt. Die Tiere, die natürlich wie fast alle Tiere in Israel unter Naturschutz stehen, erwiesen sich bald als ungeliebte Nachbarn. Futter und Wasser stehen ihnen auf dem Gelände ausreichend zur Verfügung, so dass sie sich rasant vermehrten. 

Stachelschweine sind auch in der Nähe von Menschen nicht scheu und nutzen jede Gelegenheit, ihre Wohnhöhlen zu graben, die ausreichend Schutz vor Raubtieren und schlechter Witterung bieten.

Nicht nur, dass sie ganze Rasenflächen systematisch umgraben, die darunterliegenden Wurzeln zerstören und fressen. Sie machen auch vor Wasserschläuchen des Bewässerungssystems nicht Halt. Die Gänge sind von aussen nicht zu erkennen. Sie stellen aber eine echte Gefahr für Menschen da, die, wie es bereits einem Mitarbeiter passierte, in der ausgehöhlten Stelle einbrechen und sich ernsthaft verletzen. 

Blumen und junge Bäume gibt es schon seit einiger Zeit nicht mehr auf dem Campus. Nun graben sich die intelligenten Tiere bereits unter den Grundmauern der Gebäude durch. 

100 Stachelschweine wurden in den letzten Jahren bereits gefangen und an einem anderen Ort in der Wüste ausgewildert. Viele der ortsbeständigen Tiere verloren bei dem Versuch, wieder an ihren ursprünglichen Ort zurückzuwandern, ihr Leben. 

Jetzt wurde seitens der Natur- und Parkbehörde eine Sonderbewilligung erteilt, möglichst grosse Teile ihre Wohnhöhlen samt den Tieren umzusiedeln. 

Technologie:

2022 Nach zehn Tagen an Border der ISS haben sich der zweite israelische Astronaut, Eytan Stibbe und seine Begleiter gegen 16 Uhr am heutigen Nachmittag auf den Rückflug zur Erde gemacht. Sie werden morgen, nach einer 17 Stunden dauernden Flugzeit in Florida zurückerwartet. 

Zur Verabschiedungszeremonie, die von der aktuellen ISS Mannschaft organisiert wurde, kam Stibbe einige Minuten zu spät. Genau als diese begann, flog die ISS über Israel, so dass er bei «absolut klarem Himmel den letzten Blick auf das gesamte Land werfen wollte.»

Die Zeit an Bord sei äusserst lehrreich gewesen und er sei bereit, wieder dabei zu sein, dann aber für einen ganzen Monat. 



Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline

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