29. Tammus 5782
Geboren:
1954 wird in Chagor, Israel Gabi Ashkenazi geboren. Sein Vater, ein Überlebender der Shoa wanderte aus Bulgarien nach Israel ein, seine Mutter aus Syrien. Ashkenazi legte seine Matura an einer militärischen Schule ab, die dem Gymnasium Herzliya in Tel Aviv angeschlossen war.
Anschliessend studierte er Politikwissenschaften an der Universität Haifa und schloss die Studien mit dem BA ab.
1972 trat er in die IDF ein und absolvierte seinen Wehrdienst bei der Elite Einheit der Golani. Er kämpfte im Yom Kippur Krieg, war an der Operation Entebbe beteiligt und avancierte 1978/79 als stellvertretender Bataillonskommandant.
Einen weiterbildenden Kurs in militärischer Führung schloss er 1980 mit Auszeichnung ab. Während des Libanon Krieges nahm er das Amt des stellvertretenden Brigade Kommandanten der Golani ein und war mit seinen Truppen massgeblich am Erfolg der Kämpfe beteiligt.
Nach einer Ausbildung bei der US-Marineinfanterie wechselte er in das Hauptquartier der Infanterie- und Fallschirmjägerkorps.
Nach einer zügigen Karriere stand er als Generalstabschef der IDF im Jahr 2005 zur Diskussion, wurde jedoch bei der Wahl übergangen. Aus diesem Grund quittierte er noch im gleichen Jahr den Militärdienst. Jedoch entschied im Jahr 2007 das Kabinett einstimmig, ihn als Generalstabschef zurück in den Dienst zu holen. Er wurde in den Rang eines Generalleutnants befördert und als Generalstabchef vereidigt.
Sein Nachfolger wurde am 14. Februar 2011 der heutige Verteidigungsminister Benny Gantz.
Im Februar 2019 trat er auf Listenplatz 4 für die Yesh Atid Partei den Wahlen an, wurde 2020 Aussenminister und behielt diesen Posten, bis er am 13. Juni mit der Vereidigung der neuen Regierung durch den heutigen PM Yair Lapid abgelöst wurde.
Terror:
Die Staatsanwaltschaft hat angekündigt, Anklage gegen drei junge jüdische Israelis im Alter von 19, 22 und 25 Jahren zu erheben. Ihnen wird vorgeworfen, Molotow-Cocktails gegen einen israelischen Araber geworfen zu haben.
Der Vorfall fand am Strand von Givat Olga bei Haderda am 12. Juni statt. Das 28 Jahre alte Opfer war in Begleitung einer jungen Frau. Die Angreifer, die von der Polizei als Terroristen eingestuft werden, hätten ihn auf Arabisch nach der Uhrzeit gefragt und anschliessend sofort die Brandbomben auf ihn geworfen. Sie explodierten nicht, so dass es zu keinen Verletzungen kam.
Der Verteidiger von einem der Jugendlichen liess sofort wissen, dass sein Mandant in den vergangenen Wochen schweren Misshandlungen durch den Shin Bet ausgesetzt gewesen sei. Ein unbeschriebenes Blatt wird er also kaum gewesen sein……
Gesundheit:
In Israel wird vermehrt Trinkwasser in die Haushalte eingespeist, das aus entsalztem Meereswasser gewonnen wird. Ein Team von Wissenschaftler der Hebrew University in Jerusalem beginnt jetzt damit, den Jodgehalt zu untersuchen. 80 % des Trinkwassers sind entsalzt, wodurch der Kalziumspiegel bei Menschen dramatisch gesenkt wird.
Es wurde festgestellt, dass der Jodgehalt im Urin den von der WHO geforderten Wert von 100 Mikrogramm/lt. deutlich unterschreitet. Er liegt beim Erwachsenen bei 60 und bei Kindern bei 86 Mikrogramm/lt. Die WHO bezeichnet Jod als «wesentliches Nahrungselement», welches die Funktion der Schilddrüse beeinflusst.
Jodmangel könnte, so wird nicht ausgeschlossen, die kognitive Entwicklung von Kindern nachhaltig schädigen. Prophylaktisch soll Speisesalz jodiert werden.
Wahlkampf 2022:
Obwohl in Israel die Lebenshaltungskosten durch die Decke gehen und Wohnraum zu einem kaum noch leistbaren Traum wird, bestimmt nicht die Wirtschaft den Wahlkampf. Nein, das Thema wird, wie bei den Wahlen zuvor, von einer Frage beherrscht: Kann ich mit Netanyahu in einer Regierungskoalition sitzen oder nicht.
In jeder TV-Sendung, in jedem Radio Interview wird der Interviewte, sofern er auf einem hohen Listenplatz seiner Partei sitzt, mit der Frage konfrontiert: «Pro Bibi oder gegen Bibi».
Das hatten wir doch schon. Im November wird es die fünfte Wahl seit 2019 sein, in der die Israelis über diesen Punkt abstimmen.
Am drastischsten hat sich Verteidigungsminister und Vorsitzender von Blau-Weiss erklärt. «Nein, das hatte ich schon, das habe ich hinter mir und es hat absolut nicht funktioniert.» Gantz und Netanyahu hatten einen Rotationsvertrag abgeschlossen, den Netanyahu einseitig gebrochen hat und damit die Regierung scheitern liess. Dies führte zur vierten Wahl.
Ob das Wahlvolk bei dieser fünften Wahl klüger ist?
Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline
Hinterlasse einen Kommentar