Was geschah am 14. August?

17. Aw 5782

Geschichte:

1291 verliess nach der verlorenen Schlacht um Akko das letzte Kreuzfahrerschiff Palästina. Die Stadt Akko, die im Jahr 1104 von den Kreuzfahrern erobert worden war, beherbergte den Hafen, der bei jedem Wetter angelaufen werden konnte. Nur über diesen Stützpunkt war daher eine Versorgung der Kreuzfahrer mit Waren aus dem Ausland möglich. 

Kurzfristig war Akko an Sultan Saladin gefallen, konnte aber nach zweijähriger Belagerung im Jahr 1191 durch die Kreuzfahrer zurückerobert werden. 

Nachdem Jerusalem im Jahr 1244 endgültig an die Osmanen fiel, war Akko der letzte bedeutende Stützpunkt und gleichzeitig auch die Hauptstadt des Königreiches Jerusalem.

Obwohl die Stadt durch zwei Mauern gut geschützt war, gelang es dem angreifenden Heer der Mameluken doch, Akko zu erobern.

Diese Eroberung beendete die Zeit der Kreuzzüge in Palästina.

1988 fährt die letzte Zuggarnitur im alten Bahnhof von Jerusalem ein. Der erste Zug der Linie Jaffa-Jerusalem wurde am 26. September 1892 mit einer feierlichen Zeremonie am Bahnhof begrüsst. Durch diese neue Zugsverbindung reduziert sich die Reisezeit auf drei Stunden. Jerusalem wurde ab sofort ein beliebtes Ziel, sowohl für Touristen als auch für Kaufleute. Wer schon auf der alten Strecke, die dank der neuen Linienführung geschlossen wurde, gereist ist, weiss, wie mühsam der Aufstieg zu Fuss oder auf Pferden, resp. Eseln gewesen sein muss. 

Nebenlinien der Hauptstrecke Jaffo-Jerusalem führten nach Nablus und Gaza. 

Bei der Eröffnungsfeier anwesend war auch Eliezer Ben-Yehuda, der Vater des modernen Hebräisch. Er war es, der dem Zug den hebräischen Namen «rakevet» gab.

Bis zur Eröffnung des aktuellen, hochmodernen Bahnhofes in der Innenstadt von Jerusalem führen die Züge nur mehr bis zur Station Jerusalem-Malha.

Aus dem alten Bahnhof wurde eine beliebte Restaurant- und Vergnügungsmeile. Ausstellungen und Konzerte vervollständigen das Angebot. 

Wahlkampf 2022:

Wieder haben sich zwei Parteien zu einer neuen Wahlplattform zusammengeschlossen. Die Zentrumspartei«Blau Weiss» mit VM Benny Gantz an der Spitze und die Mitte-rechts angesiedelte Partei «Neue Hoffnung»mit Gideon Sa’ar haben einen erfolgversprechenden Partner mit an Bord genommen. Der ehemalige IDF Chef, Gadi Eisenkot, wird auf Platz drei der Wahlliste der «Nationalen Einheit» stehen. Im Gegensatz zu anderen Plattformen, die sich unmittelbar nach den Wahlen wieder auflösen, haben die drei Politiker beschlossen, eine neue gemeinsame Partei zu gründen. 

Damit geht ein monatelanges Rätselraten zu Ende, ob der militärische Nachfolger von VM Benny Gantz in die Politik einsteigen werde. MK Matan Kahana, der ehemalige Religionsminister, ist von der Yamina Partei zur «Nationalen Einheit» gewechselt, wo er auf Platz neun der Liste steht. 

Terror:

2022 Der palästinensische Terrorist, der bei einem Anschlag auf zwei Busse ausserhalb der Altstadt von Jerusalem 7 zum Teil Schwerverletzte verursacht hat, hat sich mit seinen Waffen selbst der Polizei gestellt. 

Es handelt sich um den amtsbekannten, mehrfach und rechtskräftig verurteilten Gewalttäter Amir Sidawi aus Ost-Jerusalem. 

Eines der Opfer, eine hochschwangere Frau musste in einer Notoperation per Kaiserschnitt entbunden werden. 

Unter den Opfern befinden sich auch US-amerikanische Touristen, Angehörige der Satmarer Chassiden.

1972 In wenigen Tag gedenken die Hinterbliebenen der Terroranschläge während der Olympischen Spiele 1972 in München vor 50 Jahren. 

Während einer missglückten Befreiungsaktion verloren 11 israelische Sportler, 5 palästinensische Terroristen und ein deutscher Polizist ihr Leben. 

Nun wollen die Hinterbliebenen der Opfer die Gedenkstunde in München am 5. September boykottieren, was wiederum zur Folge hat, dass auch der israelische Präsident Herzog nicht teilnehmen wird. Der Grund für den Boykott ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. 

Ankie Spritzer, Sprecherin der Hinterbliebenen, äusserte sich dazu wie folgt «Wir möchten nicht mit ein paar Euros abgespeist werden. Das werden wir nicht akzeptieren. Wir verlangen, dass Deutschland die Verantwortung übernimmt und das nicht nur in Worten.» Welche Summe den Hinterbliebenen angeboten wurde, wurde nicht bekanntgegeben. 

Eine weitere Hinterbliebene betonte «Es kann nicht sein, dass die palästinensischen Familien der Terroristen mehr Geld erhalten als wir.»

Die Befreiungsaktion auf dem Militärflughafen Fürstenfeldbruck hatte in den Morgenstunden des 6. September zunächst erfolgreich begonnen. Dann jedoch geriet einer der Terroristen in Panik und warf eine Handgranate in einen der abflugbereiten Helikopter, wodurch die Sportler getötet wurden. Eine Phosphorgranate detonierte unter dem zweiten Helikopter, wodurch die darinsitzenden Sportler ebenfalls getötet wurden. 

Dass die Befreiungsaktion ein tödlicher Misserfolg war, lag sicher in der Mitschuld der deutschen Organisationen. Am Terrorakt selbst trug die palästinensische Terrororganisation «Schwarzer September» die volle Verantwortung. Nach dem Verursacherprinzip müsste also von dort eine Zahlung kommen. 



Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline

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