Was geschah am 15. August?

18. Aw 5782

Geschichte:

2005 wurde der als “Abkoppelungsplan” von PM Ariel Sharon vorgeschlagene Rückzugsplan für Gaza und Samaria umgesetzt. 

So wurden im Gazastreifen 21 Siedlungen zur Gänze geräumt. Zusätzlich zu den bewohnten Siedlungen, deren Gebäude auf Wunsch der Gazaner zerstört wurden, wurden auch die Gewächshäuser, Synagogen und andere Gebäude dem Erdboden gleichgemacht.

Auch im nördlichen Samaria wurden einige Siedlungen abgebaut. Im Gegenzug wurden die sechs grössten Siedlungen beibehalten. In diesen lebte die überwiegende Mehrheit der damals etwa 220.000 jüdischen Bewohner der Region.

Sharon hatte den Plan Jassir Arafat vorgelegt, nachdem er der Meinung war, dass weder politische Verhandlungen noch good will zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes beitragen würden. Seitens der Palästinenser wurde eine Legitimierung durch die internationale Gemeinschaft verlangt, sowie der vorbehaltlose Abzug aus allen besetzten Gebieten. 

Präsident George W. Bush befürwortete den Plan als mutig und historisch, ebenso kam Zustimmung seitens der Bundesrepublik. Grossbritannien, das damals den Ratsvorsitz der EU innehatte, hielt fest, dass es eine von Israel einseitig festgelegt Grenze nie anerkennen würde. 

UNO:

Sarah Muscroft, Leiterin des Büros der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten in den besetzten palästinensischen Gebieten mit Sitz in Ost-Jerusalem, hat ihren Posten verloren. Der Grund dafür lag in einem Tweet der den Beschuss Israels durch den Palästinensischen Islamischen Jihad, PIJ, verurteilte und den Waffenstillstand lobte. «Ich bin erleichtert zu sehen, dass ein Waffenstillstand vereinbart wurde, der die Feindseligkeiten beendet, die sowohl die Palästinenser als auch die israelische Zivilbevölkerung betreffen. Ein solches wahlloses Raketenfeuer des Islamischen Dschihad, das eine israelische Vergeltung provoziert, wird verurteilt. Die Sicherheit aller Zivilisten hat oberste Priorität – der Waffenstillstand muss aufrechterhalten werden.»

Mit dieser Äusserung liegt Muscroft absolut nicht auf der Linie der UNO, die sich grundsätzlich gegen Israel stellt. Nachdem sie von pro-palästinensischen Aktivisten unter Druck gesetzt worden war, twitterte sie am folgenden Tag eine Entschuldigung. Dennoch liess der Druck nicht nach und sie schloss ihren Twitter account.

Emails wurden mit dem automatischen Text beantwortet, dass sie sich im «Jahresurlaub» befände. Seitens der OCHA wurde bekannt, dass ihr ein neues Aufgabengebiet zugeteilt werden würde. Ob sie dafür in Ost-Jerusalem bleiben würde, wurde nicht bekanntgegeben. 

Mathias Schmale, UNRWA Direktor kritisierte die IDF in gewohnter Manier. Die israelischen Angriffe seien «immer noch bösartiger als die während des Krieges 2014. Der Verlust an Menschenleben auf ziviler Seite ist unakzeptabel.» Schmale entschuldigte sich zwar später für diese Aussage, wurde aber trotzdem von seinem Posten abgezogen.

Medizin:

Dr. Devorah Heymann vom Kaplan Medical Center in Rehovot ist die einzige Ärztin aus Israel, die ihre anerkannte Famulatur an einer Klinik in einem Drittweltland absolviert hat. In Uganda baute sie eine Zweigniederlassung des Kaplan Medical Center auf und besucht es nach wie vor zweimal jährlich. 

Ihr Behandlungsschwerpunkt liegt bei der Operation von Fisteln am Fötus, einer Erkrankung, die in entwickelten Staaten fast nicht vorkommt, in Entwicklungsländern aber sehr häufig vorkommt.

Frauen haben in Uganda nur schwer Zugang zu den medizinischen Versorgungen, Geburten finden in der Regel zuhause statt. Dort sind die hygienischen Zustände schlecht und durch bei der Geburt auftretende Schwierigkeiten kann es zu lebensbedrohlichen Erkrankungen kommen. Die betroffenen Frauen leiden nicht nur unter den körperlichen Symptomen, sondern werden oft auch von der Gesellschaft geächtet.

Zuletzt behandelte sie ein 12 Jahre altes Mädchen, welches schwanger war. Die Geburt dauerte mehr als zwei Tage, der Fötus überlebte den quälend langsamen Prozess nicht. Das Mädchen erkrankte an einer der gefürchteten Fisteln. Nach einer aufwändigen Behandlung wurde sie vollständig geheilt. 



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