Was geschah am 31. August?

4. Elul 5782

Verstorben: 

Michail Gorbatschow, ehemaliger russischer Staatspräsident, ist tot. Er verstarb im Alter von 91 Jahren in Moskau. Bekannt wurde er vor allem durch seine zwei Schwerpunkte, mit denen er nicht nur die Sowjetunion dauerhaft veränderte und auch das Ende des Kalten Krieges herbeiführte. Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umbau) wurden zu Markenzeichen seiner Politik, für die er im Jahr 1990 den Friedensnobelpreis erhielt. 

Bereits im Alter von 19 Jahren war er dem kommunistischen Jugendverband Komsomol beigetreten und wurde zwei Jahre später Mitglied der kommunistischen Partei. 

Auf Grund seiner Leistungen in der kommunalen und regionalen Politik wurde er bereits 1970 Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU und ab 1980 Vollmitglied des Politbüros. Seine Vertrauensposition in der Politik liess auch Reisen ins Ausland zu, wo er 1984 auf die britische PM Margret Thatcher traf, die sagte «Ich mag Herrn Gorbatschow, mit ihm können wir arbeiten».

Nach dem Tod von Konstantin Tscherschenko im Jahr 1985 wurde Gorbatschow im Alter von 54 Jahren zum zweitjüngsten Generalsekretär der KPdSU gewählt. 1988 übernahm er das Präsidium des Obersten Sovjets und stellte im Dezember bei seiner ersten Rede vor der UN Abrüstungsschritte in Aussicht. 

Unruhen und Umwälzungen begleiteten seine erste Zeit in dieser Funktion. Er gestattete es den Ländern des Warschauer Paktes, ab sofort ihre Staatsform selbst zu definieren, was schlussendlich zum Ende des Kalten Krieges und auch zum Fall der Mauer führte. 

Im Zuge der Liberalisierung der Politik ermöglichte er der jüdischen Bevölkerung Russlands, nach Israel auszuwandern. Gorbatschow beendete den staatlichen Antisemitismus und damit auch jede Form der Diskriminierung. Russland verlor mit der Entscheidung, die Ausreise zu gestatten zwei bis drei Millionen Bürger. Viele von ihnen waren Akademiker und Wissenschaftler, es war ein Verlust, den Gorbatschow bedauerte.

Israelische Politiker nannten ihn völlig zu Recht, einen grossen Freund Israels. Der Antisemitismus ist leider erneut aufgeflammt,  das Büro der Jewish Agency   steht vor der Schliessung. 

Geschichte:

1947 wurde der UN-Teilungsplan für Palästina angenommen. Mit der Umsetzung wurde auch das Ende des britischen Mandatsgebietes in Palästina beendet. Für Jerusalem wurde ein Sonderstatus der «Corpus separatum» vereinbart, der die Stadt unter internationale Kontrolle stellen sollte. 

Der Teilungsplan war das Resultat der Bestrebungen des Völkerbundes, eine nationale Heimstätte für Juden herzustellen. Besonders die Jewish Agency, als Interessenvertretung der Juden weltweit, hatte sich dafür eingesetzt. Seitens der arabischen Vertreter wurde entweder ein gemeinsamer Staat gefordert, oder, falls es zu einer Teilung des Gebietes kommen sollte, müsste diese entsprechend der jeweiligen Bevölkerungszahl und deren wirtschaftlichen Interessen vorgenommen werden. 

Die beiden neuen Staaten sollten in einer Art Wirtschaftsunion miteinander verbunden sein. Als nicht realisierbar wurden abgelehnt: eine Zwei-Staaten-Lösung mit völliger Trennung, eine Ein-Staat-Lösung mit einer dominierenden Völkergruppe, eine Kantonisierung.

Für den Teilungsplan stimmten 33 Staaten, 13 stimmten dagegen (darunter die sechs arabischen Mitgliedsstaaten) und 10 enthielten sich der Stimme. 

Die Juden erhielten 56.47 % der Gesamtfläche, 1/3 davon war die fruchtbare Küstenebene mit Galiläa und 2/3 die unfruchtbare Negev Wüste. Von einer gerechten Teilung kann also keine Rede sein. 

Etwa 47 % des Gesamtgebietes waren damals ohne Landbesitzer, der Rest war zu etwa 47 % im Eigentum von nicht in Israel lebenden Arabern und nur 6 % gehörte Juden. Im jüdischen Teilstaat lebten etwa 500.000 Juden und 325.000 Nicht-Juden, im arabischen Gebiet 800.000 Nicht-Juden und 10.000 Juden. In Jerusalem lebten damals 105.000 Nicht-Juden und 100.000 Juden.

Geschichte:

1939 war der von SS-Truppen fingierte Angriff auf den Sendeturm von Gleiwitz mit einer der Auslöser für den Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen und damit den Beginn des II. Weltkrieges. 

Bereits in einer Rede vom 22. August 1939 hatte Generaladmiral Hermann Boehm mitgeschrieben, dass bei Hitler «der Entschluss zu handeln feststehe». Zwar hätte er gerne die «Lösung der polnischen Frage auf Eis gelegt, um zuvor unvermeidbare Auseinandersetzungen im Westen auszutragen, aber die Voraussetzungen hätten sich geändert.» Boehm, der bei der Rede auf dem Obersalzberg anwesend gewesen war, erstellte damit ein wichtiges Dokument, welches während des Nürnberger Prozesses vorgelegt wurde. 

Der Überfall auf den Sender Gleiwitz ging auf eine Entscheidung von Reinhard Heydrich zurück und sollte von der SS durchgeführt werden. Über den Sender, der die Programme des Reichssenders Breslau ausstrahlte, liessen die SS-Männer folgende Information ausstrahlen: «Achtung! Achtung! Hier ist Gleiwitz. Der Sender befindet sich in polnischer Hand. […] Die Stunde der Freiheit ist gekommen!» Nach wenigen Minuten war alles vorbei. Nur wenige Stunden später berichtete der Reichsrundfunk über den angeblichen Überfall. Auch von angeblichen Grenzüberschreitungen war die Rede. 

Hitler bezog sich in seiner anschliessenden Rede am Vormittag des 1. September nur indirekt auf den Vorfall in Gleiwitz. Mit den Worten «Seit 5:45 wird nun zurückgeschossen Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten. Wer mit Gift kämpft, wird mit Giftgas bekämpft.» markierte er den Beginn des II. Weltkrieges. 

Bildungswesen:

Einem geregelten Schulstart am morgigen 1. September scheint nach einer Einigung zwischen dem Finanzministerium und der Lehrergewerkschaft nichts mehr im Wege zu stehen. 

Nach zähen Verhandlungen einigten sich die beiden Seiten auf einen Grundlohn von etwa CHF 2.500 für Neulehrer. Dazu kommen noch Zulagen in Höhe von CHF 250. Nach drei Jahren Berufszugehörigkeit erhalten die Lehrer als Motivationszahlung einen einmaligen Bonus von CHF 2.700. Direktoren erhalten pro Monat CHF 5.000. Diese Zahlungen gelten allerdings nur für Berufsanfänger. 

Darüber hinaus sollten Direktoren berechtigt sein, Boni für besondere Leistungen auszuzahlen und in besonderen Fällen schulexterne Spezialisten heranzuziehen. 

Auch für ein weiteres brennendes Problem wurde eine Lösung gefunden. Oftmals ist es berufstätigen Eltern nicht möglich, eine adäquate Betreuung für ihre Kinder zu finden, wenn die Lehrer in den Ferien sind. So werden die ehemaligen Brückentage nach Pessach, Shavuot und Sukkot, sowie an Lag BaOmer und vor Purim gestrichen. Zwischen Yom Kippur und Sukkot wird es keinen Unterricht geben. Zwei zusätzliche, frei verplanbare Tage stehen darüber hinaus jedem Lehrer zur Verfügung. 

Diese neue Vereinbarung soll bis 2026 gültig sein. 



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