18. Elul 5782
Am frühen Morgen des 5. September 1972 überfielen acht palästinensische Terroristen das Quartier der israelischen Olympiamannschaft in der Connollystr. 31 in München. Die nächsten Stunden werden aus den «heiteren Spielen» die grausamsten Spiele der Geschichte machen.
Die erste Forderung der Terroristen wird auf Flugblättern, die von einem Balkon geworfen werden, bekanntgegeben: 234 Palästinenser, sowie Andreas Baader und Ulrike Meinhof, zwei Terroristen der RAF, sollen freigelassen werden.
Erste Verhandlungen zwischen Politikern und Terroristen. Aussenminister Hans-Dietrich Genscher bietet sich als Austausch an. Das Angebot wird abgelehnt.
Später fordern die Terroristen freies Geleit und einen Flug nach Kairo mit allen Geiseln. Der ägyptische Präsident Aziz Sidiki lehnt in einem Gespräch mit BK Willy Brandt die Landung in Kairo ab.
Es gab eine Terrorwarnung, die am 14. August mit einem Fernschreiben aus der deutschen Botschaft in Beirut an den Verfassungsschutz geschickt worden war. Darin wurde mitgeteilt, dass «…von palästinensischer Seite während der Olympischen Spiele in München ein Zwischenfall inszeniert wird.» Es wurde empfohlen «…alle im Rahmen des Möglichen liegenden Sicherheitsmassnahmen (…) zu ergreifen.»

Insgesamt sind in den Wochen vor Beginn der Spiele 17 Hinweise, zumeist von ausländischen Geheimdiensten, beim Bundesamt für Verfassung eingelangt. Auch seitens der Dortmunder Polizei kam ein wichtiger Hinweis. «Vermutlich konspirative Tätigkeit palästinensischer Terroristen» stand schon der in der Betreffzeile.
Die Verbindung zwischen der rechtsextremen Neonazi-Sene und den Terroristen war augenscheinlich. Die Zeichen standen an der Wand. Niemand hat sie beachtet.
Willi Pohl, ein deutsches PLO-Mitglied, der für die Waffenlieferungen bei Terroranschlägen verantwortlich war, war einer der Drahtzieher des Terroranschlages. Wie schon andere Verbrecher vor ihm sagte er später, er habe nur auf Anweisung gehandelt, habe nichts von dem geplanten Terroranschlag gewusst.
Pohl befand sich gemeinsam mit Abu Daud, dem wichtigsten Hintermann des Anschlages im Dortmunder Nobelhotel «Römischer Kaiser». Doch weder das Bundeskriminalamt noch der Verfassungsschutz unternahmen etwas, um der beiden habhaft zu werden. Pohl, mit seinem Klarnamen Willi Voss, 1944, war in den 70er Jahren Mitglied der Neonazi Szene. Sein »Pate» war Udo Albrecht, der in den 70er Jahren als Fedajin agierte, geriet in jordanische Gefangenschaft. Befreit wurde er von SPD-Politiker Hans-Jürgen Wischnewski. Die Neonazis Pohl und Albrecht hatten intensive Kontakte zur PLO. «Er [Albrecht] vereinbarte eine Zusammenarbeit auf Gegenseitigkeit. Wir erhielten die Erlaubnis, auf von der Fatah kontrolliertem jordanischen Gebiet einen Stützpunkt zu errichten, als Gegenleistung boten wir Unterstützung im Kampf gegen Israel an.» schrieb er unter seinem zweiten Aliasnamen Pless.
Alles in allem ist man versucht, Deutschland allein die Schuld an diesem grausamen Terroranschlag und dem daraus resultierenden tödlichen Ausgang zuzuschreiben. Ja, Deutschland hat Fehler gemacht. Aber es hat sicher nie, zu keinem Zeitpunkt des Anschlages, vorsätzlich gehandelt. Die Deutschen waren unvorbereitet, sie haben die Menetekel an der Wand ignoriert, sie haben sich auf das sträflichste überschätzt und jede Hilfe von Israel abgelehnt. Das ist das, was am meisten weh tut! Was man als typische deutsche Arroganz abstempeln kann.
Und sie haben das gemacht, was zutiefst menschlich, aber deshalb nicht besser ist: Sie haben geschwiegen. 50 lange Jahre lang.

Was ich aber nicht verstehe und von dem ich hoffe, dass die Regierungen doch einmal darüber nachdenken sollten, ist, dass die eigentlich Schuldigen, die Palästinenser, die im Namen von ihrem damaligen Präsidenten Yassir Arafat die Morde begangen haben, bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Die überlebenden Terroristen, sowie die hinter dem Anschlag stehenden Verantwortlichen wurden in den darauffolgenden Jahren getötet. Einer von ihnen allerdings lebt noch, unbehelligt und bei bester Gesundheit.
Die Palästinensische Autonomiebehörde, die PA, die mit den ihr zugehörigen Terrorgruppen PLO, Fatah, Islamischer Jihad und PLFP nur ein einziges Hauptziel verfolgt, die Ermordung von Juden und die Zerstörung von Israel, stellt in Kürze bei der UNO den Antrag auf Vollmitgliedschaft.
Stattdessen werden der PA Jahr für Jahr Millionen an Unterstützungsgeldern aus den diversen Staatskassen überwiesen. Zum gefälligen Missbrauch. Und auch, um damit die Familien der Terroristen, die zu Mördern wurden, grosszügig zu unterstützen.
Deutschland sagte gerade € 340 Millionen als «humanitäre Hilfe» zu. Vielleicht wäre es da auch angesagt, einmal den Blick nach Bern zu richten. Auch Bern ist immer spendabel und blauäugig, wenn es um palästinensische Terroristen geht!
Das ist es, was ich anprangere!
Kategorien:Aus aller Welt, Israel
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