25. Elul 5782
Sicherheit:
Während der bevorstehenden “Hohen Feiertage” werden die Übergänge zu den Gebieten von Gaza, Samaria und Judäa zeitweise geschlossen.
Die Schliessungen werden an Rosh Hashana von Sonntag, 25. September, 16:00 bis Dienstag, 27. September, Mitternacht andauern. An Yom Kippur sind die Übergänge zwischen Dienstag, 4. Oktober, 12 Uhr bis Mittwoch, 5. Oktober, Mitternacht geschlossen.
Ob während dem letzten und längsten Fest, Sukkot, die Sperrungen während der gesamten Zeit, also zwischen dem 9. und 17. Oktober oder nur temporär am ersten und letzten Tag gelten werden, wird noch entschieden werden.
Für humanitäre Zwecke und Notfälle werden die Sperren selbstverständlich nach Rücksprache zwischen den palästinensischen Sicherheitskräften und COGAT aufgehoben.
Diplomatie I:
2008/2022 Anlässlich der UN-Generalversammlung kam erstmals seit 2008 wieder zu einem Treffen zwischen israelischen und türkischen Spitzenpolitikern. In New York trafen sich PM Yair Lapid und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.
PM Lapid dankte seinem Kollegen für seine Bemühungen, die Beziehungen zwischen den beiden Staaten wieder herzustellen. Seit 2008 gab es zwischen Israel und der Türkei nur mehr stark reduzierte diplomatische Beziehungen. Nicht nur, dass Präs. Erdogan ankündigte, nach Israel reisen zu wollen, auch der gegenseitige Austausch von Botschaftern wurde beschlossen.
Trotz des eingefrorenen Verhältnisses blühte der wirtschaftliche Austausch zwischen den Staaten ungebrochen. So werden die Grossbaustellen vor allem in Tel Aviv und Umgebung grossteils von türkischen Equipen betreut. Dazu kommt, dass die türkischen Küstenresorts zu den beliebtesten Ferienzielen der Israelis zählen.
Diplomatie II:
Ebenfalls in New York trafen sich SKH König Abdullah II von Jordanien mit PM Yair Lapid. Das Treffen ist das zweite der beiden Staatsmänner, seit PM Yair Lapid im Juli die Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger PM Naftali Bennett übernommen hatte.
Die UN-Vollversammlung bietet sich immer wieder zu einem diplomatischen Austausch auf höchster Ebene an.
Weitere Gespräche wird PM Yair Lapid mit der britischen PM Liz Truss, dem griechischen Kollegen PM Kyriakos Mitsotakos und dem UN-Generalsekretär Antonio Guterres führen. Gespräche mit US-Präsident Joe Biden und dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas sind nicht geplant.
Unmittelbar vor seinem Abflug nach New York gab PM Yair Lapid ein Statement ab. «Israel verdient Sicherheit, aber sehnt sich nach Frieden!»
Diplomatie III:
SKH König Abdullah II hat in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung heftige, vor allem aber völlig unberechtigte Klage gegen Israel erhoben. «Die Rechte der [christlichen] Kirchen in Jerusalem sind in Gefahr. So kann das nicht weitergehen. Als Wächter der moslemischen und christlichen heiligen Stätten in Jerusalem sind wir [die Hashemiten] verpflichtet, den historischen und rechtlichen status quo aufrechtzuerhalten und deren Sicherheit und Zukunft zu gewährleisten. Wir müssen das wertvolle Erbe und die historische Identität der Christen in unserer Region bewahren.»
Grund seine Klage war wahrscheinlich die Anschuldigung des Griechisch-Orthodoxen Patriarchen von Jerusalem, Theophilos III anlässlich des Griechisch-Orthodoxen Weihnachtsfests im Januar. In einem Interview mit der Times of London sagte er, er fürchte, dass die Christen aus der Heiligen Stadt, vor allem aus der Altstadt vertrieben werden sollten.
«Unsere Brüder und Schwestern sind Opfer von Hass, unsere Kirchen werden regelmässig geschändet und unsere Priester werden immer wieder beleidigt. Unsere Kirchen werden von radikalen extremistischen zionistischen Gruppen angegriffen. Die christliche Gemeinschaft in Jerusalem leidet stark.»
Das israelische Aussenministerium nahm dazu damals Stellung: «Seit der Staatsgründung ist der Staat Israel der Religionsfreiheit und der Freiheit des Gebetes für alle Religionen verpflichtet. Die Erklärung ist insbesondere deshalb so verstörend, weil sie das Schweigen über die Verfolgung und Diskriminierung vieler christlicher Gruppen in der Region völlig ausser acht lässt.»
Obwohl daraufhin Theophilos III seine Aussage relativierte, indem er festhielt, dass «… die von ihm genannten Radikalen nicht als Repräsentanten des Staates Israel oder der jüdischen Gemeinschaft gelten könnten»,bezog sich SKH König Abduallah II in seiner Rede inhaltlich nochmals auf dieses Interview.
Dabei muss leider tatsächlich festgehalten werden, dass es fallweise zu Übergriffen von religiösen Juden auf als Christen erkennbare Personen vor allem in der Altstadt kommt. Ein absolut verabscheuungswürdiges Verhalten.
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