3. Tischri 5783
Geboren:
1898 wurde in Brooklyn Jacob Gershovits, bekannt geworden als George Gershwin geboren. Dass er schon früh mit dem Klavierspielen begann, ist eher ein Zufall. Seine Eltern hatten für seinen älteren Bruder Ira ein Klavier gekauft. Der jedoch interessierte sich nicht für das Instrument. George erhielt ab 1913 regelmässigen Klavierunterricht von seinem späteren Freund und Mentor Charles Hambitzer.
Bereits mit 16 Jahren wurde er im Musikverlag Jerome Remick als hauseigener Pianist angestellt, dessen Aufgabe es war, die neuesten Kompositionen vorzustellen und auf den Markt zu bringen. Das war ihm bald nicht mehr genug und er begann, eigene Kompositionen zu schreiben. Sein erster veröffentlichter Song «When you want ‘em you can’t get ‘em» wurde zwar ein Misserfolg, trug ihm aber die Aufmerksamkeit einiger Broadway Grössen ein, die bald einige seiner Songs in ihre Musicals einbauten.
Mit den ersten Einnahmen finanzierte er das Studium von Harmonielehre, Klavier und Instrumentation.
Ab Januar 1924 begann er gemeinsam mit Ferde Grofé mit der Komposition von «Rhapsody in Blue». Die Erstaufführung am 4. Februar 1924 wurde als historisches musikalisches Ereignis gefeiert. Neben seiner Arbeit für Broadway Musicals schuf er auch zahlreiche Songs für Tonfilme. Mit seinem Bruder Ira, der für die Texte zuständig zeichnete, galten die beiden als erfolgreichstes Team am Broadway.
Für sein Hauptwerk «Porgy and Bess» verbrachte er einen Sommer in South Carolina, um sich dort mit der afro-amerikanischen Musik vertraut zu machen. Gershwin selbst verfügte, dass diese Oper nur mit people of colour besetzt werden darf.
Er verstarb am 22. Juli 1937 während seiner Arbeit an der Partitur zur Musik des Filmes «The Goldwyn Follies» an einem Hirntumor.
Diplomatie:
Der palästinensische Präsident Dr. Mahmoud Abbas hat dem israelischen VM Benny Gantz in einem seltenen Telefonat zum jüdischen Neujahr gratuliert. Die zwei Politiker diskutierten, so gaben beide Seiten bekannt, kurz die Sicherheitslage im Judäa und Samaria.
In einem zweiten Telefonat mit Präsident Isaac Herzog bekräftigten beide ihre Hoffnung, im kommenden Jahr die Zusammenarbeit zu verstärken. Ebenfalls thematisiert wurde die Notwendigkeit, gegen die aufgeflammten Ausschreitungen auf beiden Seiten vorzugehen.
Ukraine-Israel:
Die ersten zwei schwerverletzten ukrainischen Soldaten kamen in Israel an. Sie werden im Sheba Krankenhaus behandelt werden, nachdem sie bei Kämpfen in der Ukraine schwerstverletzt wurden. In Israel werden sie sowohl hochmoderne Prothesen erhalten als auch eine postoperative Reha Zeit absolvieren, bevor sie wieder nach Hause zurückkehren.
Das Sheba Krankenhaus hatte zeitweise ein Feldlazarett in der Ukraine unterhalten, in dem aber hauptsächlich behandlungsbedürftige Zivilisten betreut worden waren.
Vor wenigen Tagen hatte der Präsident der Ukraine, Volodymyr Zelensky, mitgeteilt, dass er «schockiert» sei, dass Israel keine Hilfe mit Verteidigungswaffen geleistet hätte. Israel kann es sich leider nicht leisten, sich durch Waffenlieferungen zu exponieren, zu stark ist die militärische Beteiligung Russlands in Syrien, dem unmittelbaren Nachbarland Israels. Hier kontrolliert Russland hauptsächlich den Luftraum, hat aber bei Angriffen Israels auf iranische Ziele in Syrien weitgehend nicht reagiert. Israel ist bemüht, die angespannte diplomatische Beziehung mit Russland nicht noch weiter zu belasten.
Lev Tahor – eine jüdische Sekte:
1988/2022 Lev Tahor – Reines Herz, so nennen sich die etwa 200- 300 Mitglieder einer extremen jüdischen Sekte, die 1988 in Israel gegründet wurde. Kennzeichen dieser Sekte sind eine sehr eigenwillige Auslegung des jüdischen Gesetzes, überlange Gebetszeiten (wer an den regulären Rosh Hashana Gottesdiensten teilgenommen hat, weiss das selbst die schon etwa drei – vier Stunden dauern), Kinderehen und eine Kopf bis Zeh Vermummung der Frauen ab dem Alter von drei (!) Jahren.
Es gibt immer wieder Vermutungen bezüglich Kindesentführungen, sexuellem Missbrauch bei Erwachsenen und bei Kindern, wie von ehemaligen Mitgliedern, die fliehen konnten, berichtet wird. Auch von Gehirnwäsche und dem Einsatz von Drogen ist immer wieder die Rede.
Die Sekte siedelte von 1988 bis 1990 und nochmals von 2000 bis 2003 in Israel, anschliessend lebten sie in den USA, Kanada, Guatemala, Mexiko, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Nord Makedonien. Mit diesen häufigen Wohnortwechseln vermeiden sie, von den staatlichen Kinderschutzbehörden angeklagt zu werden.
Einem ehemaligen Sektenmitglied gelang es vor drei Jahren, aus Guatemala nach Israel zu fliehen. Nach einer langen Vorbereitungszeit gelang es ihm jetzt, seinen Sohn in Mexiko zu befreien. Er arbeitete dabei mit einem ehemaligen Mitglied das Mossad zusammen. Die Befreiung gelang im Zuge einer Festnahmeaktion durch die mexikanischen Behörden, bei der 20 Mitglieder der Sekte festgenommen wurden. Als nächstes plante die Sekte in den Iran zu fliehen. Wohl wissend und in Kauf nehmend, dass sie dort als «Geiseln» für alle zukünftigen Aktionen des Irans gegen Israel gehalten oder im andern Fall öffentlich hingerichtet werden könnten.
Die in Israel lebenden Sektenmitglieder sind auch unter dem Namen «israelische Taliban» bekannt.
Aufforderung zur Wahlmanipulation:
IM Ayelet Shaked sagte am Sonntagabend bei Veranstaltung vor einer geschlossenen Gesellschaft auf die Frage, was sie plant zu unternehmen, wenn ihre Partei nicht die Hürde von 3.25 % erreicht «Das Ziel ist es nicht unbedingt, die notwendigen 3.25 % zu erreichen. Es ist genug, wenn wir zwischen 2.5 und 2.7 % erreichen. Dann wird Netanyahu sich um uns kümmern und dazu beitragen, dass wir über die Hürde kommen.»
Terror:
Nur wenig wurde bisher bekannt. Ein arabischer Israeli befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Er wird beschuldigt, «einen Gegenstand» auf den Schienen der Eisenbahn zwischen Akko und Karmiel deponiert zu haben.
Auf der Strecke sind die Zuggarnituren mit Geschwindigkeiten zwischen 120 und 140 km/h unterwegs. Der Zugführer hätte kaum eine Chance gehabt, den Zug rechtzeitig abzubremsen, wenn er den Gegenstand entdeckt hätte. Der Zug wäre beim Aufprall aller Wahrscheinlichkeit nach entgleist, die Wagen hätte sich dabei überschlagen können.
Nachdem auf der Strecke hauptsächlich Doppelstockwagen eingesetzt werden, wäre die Zahl der Toten und Verletzten sehr hoch gewesen.
Auf Grund der Feiertage wurde der Zugverkehr erst am Dienstagabend wieder aufgenommen.
Der zunächst Verdächtigte wurde noch am Dienstagabend wieder freigelassen, nachdem sich als sicher herausstellte, dass er mit dem Anschlag nichts zu tun hatte.
Kategorien:Aus aller Welt, Timeline
Hinterlasse einen Kommentar