8. Tischri 5783
Archäologie:
635/2022 Als im Jahr 635 moslemische Soldaten das Gebiet um Banias, im Quellgebiet des Jordan an der nördlichen Grenze zu Syrien einnahmen, hat wohl ein Bewohner seinen Schatz versteckt, bevor er sein Haus verliess. Banias war bis dahin ein wichtiger, dem Gott Pan gewidmeter Ort mit zahlreichen Heiligtümern. Nach der Eroberung durch moslemische Truppen verlor er seine Bedeutung und verfiel.
Der Schatz, bestehend aus 44 Münzen aus reinem Gold mit einem Gewicht von 170 Gramm wurde im Sockelstein einer Mauer gefunden. Der Wert entspricht zum heutigen Marktwert etwa US$ 10.000. Für damalige Verhältnisse muss der Eigentümer unendlich reich gewesen sein.
Besonders interessant seien dabei Münzen, die Kaiser Heraclius (um 575 bis 641), einen byzantinischen Kaiser, zeigen. Die aufgefundenen Münzen seiner Regierungszeit zeigen zunächst nur ihn allein, später dann zusammen mit seinen Söhnen, wobei er dann als Mann mit einem langen Bart dargestellt wird.
Finanziert werden die Ausgrabungen von der israelischen Stromgesellschaft, die derzeit Arbeiten durchführt, um die für die Drusen ehemals heilige Stätte, Maqam Nabi Khadr, an das allgemeine Stromnetz anzuschliessen.
Diplomatie:
Die Ehefrau, 49, eines Israelis, die an multipler Sklerose leidet und ihr Sohn, 13, wurden von den Grenzbehörden am Ben-Gurion-Flughafen an der Einreise nach Israel gehindert und mit dem Flugzeug in die Türkei verbracht. Der für sie unbedingt notwendige Rollstuhl wurde in Ben Gurion zurückbehalten.
Ihr Mann, David Eventov, 46, berichtete, dass er von den beiden getrennt worden sei, ohne dass man sie befragt oder angehört hätte. Die Familie war aus Moskau geflohen, als die Regierung mit der Mobilmachung begann. Sie waren nach Finnland gefahren, bevor das Land die Grenzen zu Russland schloss, und von dort aus mit dem Flugzeug weitergereist.
Eventov versuchte, ein Ticket für sich zu kaufen, um in der Türkei wieder mit seiner Familie zusammen zu kommen. Die Sanktionen westlicher gegen russische Banken erschwerten diesen Kauf jedoch.
Die Familie hatte bereits alle Dokumente für eine endgültige Übersiedlung nach Israel vorbereitet, der Prozess war jedoch durch die Pandemie verzögert worden. 2019 waren sie als Touristen im Land, ohne dass es Probleme mit der Einreise gegeben hätte.
Finanziell ist die Familie unabhängig, hat auch schon vor einiger Zeit eine Wohnung gemietet.
Israel sieht sich derzeit bürokratisch mit der Flut der Einwanderer aus Russland überfordert.
Diese Herausforderung wird sich in den kommenden Monaten nicht reduzieren, die Behörden werden sich schnell etwas einfallen lassen müssen, um Härtefälle wie diesen zu verhindern.
Finanzminister Avigdor Liberman hat als schnelle Hilfsmassnahme vorgeschlagen, das «Recht auf Rückkehr» auf Russen auszudehnen, die nur einen jüdischen Grossvater haben.
Terror:
Der Inlandsgeheimdienst hat gestern in Nazareth sechs Männer festgenommen. Während fünf mutmassliche Terroristen namentlich genannt wurden, bleiben die Daten des sechsten verborgen, da er noch minderjährig ist.
Den zum «Islamischen Staat» gehörenden Männern wird vorgeworfen, verschiedene Terroranschläge vorbereitet zu haben. Eine der Attacken sollte auf eine stark frequentierte Busstation im nördlichen Nahariya stattfinden. Eine weitere war auf eine moslemische Mittelschule (!) in Nazareth geplant, weil dort Sexualität auf dem Lehrplan steht. Auch die Polizeistation in ihrer Heimatstadt hatten sie im Visier, ebenso wie einige beliebte Ausflugsziele in israelischen Naturparks.
Sport:
Die beiden Turnerinnen Ayala Shafman und Liony Stern gewannen gestern dem ersten Platz beim internationalen Acro Cup in Budapest. Herzlichen Glückwunsch!
Kategorien:Israel
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