14. Tishri 5783
Terror:
Noa Lazar, 18, aus Bat Hefer, wurde in der Nacht von gestern auf heute an einem Checkpoint zwischen Jerusalem und Shuafat im Dienst erschossen. Ein Kollege, 30, wurde schwer verletzt in das Hadassah Krankenhaus eingeliefert, notoperiert und in ein künstliches Koma versetzt. Ob er überlebt, ist noch unklar. Ein dritter Grenzsoldat wurde leicht verletzt.
Während der sofort einsetzenden Suche wurden drei mutmasslich am Terroranschlag mitbeteiligte junge Männer aus Shuafat festgenommen. Die Suche nach dem eigentlichen Täter, einem 22 Jahre alten Mann aus Ost Jerusalem, verlief bisher erfolglos.
Unmittelbar nach dem Anschlag begannen in Shuafat, Jenin und anderen arabischen Orten in Judäa und Samaria Feuerwerke und Freudenfeste.
Noa Lazar, s’’l, ist ein weiteres Opfer des sogenannten Freiheitskampfes der PA und ihrer terroristischen Organisationen. Diese bezeichnen sich als Freiheitskämpfer, sind aber tatsächlich nichts anderes als feige Mörder. Ihre Opfer sind überwiegend Zivilisten, die das Pech hatten, sich dort zu befinden, wo die Mörder zuschlugen. Oder sie sind, wie in diesem Fall, Menschen, die für die Sicherheit des Landes sorgen und in den Augen der Terroristen Teil des verhassten Systems.
Wahlkampf 2022:
MK Naftali Bennett, der im Rotationsverfahren als alternierender PM dient, überlegt, ob er unmittelbar nach den Wahlen am 1. November von diesem Amt zurücktreten wird. Im Rotationsvertrag steht, dass er in dieser Funktion bis zur Vereidigung einer neuen Regierung verbleiben wird.
Tritt er vorzeitig zurück, verfügt PM Yair Lapid über die alleinige Kontrolle über die geschäftsführende Regierung. Als Begründung führt MK Bennett, der nicht mehr kandidieren wird, an, dass er nach der Wahl kein Mitglied der Knesset mehr sein wird. Er sieht es deshalb als nicht möglich an, weiterhin eine öffentliche Position einzunehmen. Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara sieht darin allerdings keinen Ausschlussgrund.
Politische Beobachter sehen in dem Entschluss die zunehmenden Spannungen zwischen PM Lapid und MK Bennett. Faktisch kann MK Bennett derzeit alle Entscheidungen von PM Lapid mit seinem Veto blockieren. Ohne diese Möglichkeit könnte es in der derzeitigen geschäftsführenden Regierung zu einem Linksruck kommen.
Die Balad Partei, die ehemalige Yamina MK Idit Silman und der ehemalige Yamina MK Amichai Chiklidürfen nun doch an den Wahlen teilnehmen. Der Oberste Gerichtshof wies damit die eingebrachte Klage des Zentralkomitees ab, sie von den Wahlen auszuschliessen.
Sukkot:
Sukkot ist der lebhafteste der jüdischen Feiertage. Nicht nur im privaten, sondern auch im öffentlichen Bereich werden Sukkot, Laubhütten, aufgestellt. Dort trifft man sich mit der Familie und Freunden zu gemeinsamen Mahlzeiten, zu einem gemütlichen Plausch oder zu anderen unterhaltsamen Aktivitäten.
Auf dem Safra Platz in Jerusalem, in der Nähe der Yaffa Street und nur wenige Minuten von der Altstadt entfernt, wurde die grösste Sukka Israels aufgestellt. In der Sukka werden in der Zeit vom 10. bis zum 16. Oktober zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt werden.
Die 800 m2 grosse Sukka, die Platz für 650 Personen bietet, ist täglich von 10:30 vormittags bis 23:00 abends geöffnet. Am kommenden Samstag öffnet sie wieder um 21:00 abends. Das komplette Programm findet am in Englisch auf der Webseite der Stadt
Am Hafen von Haifa findet das 38. Film Festival statt. 50 neue Filme und zwei TV-Serien werden vorgestellt.
Das “Holon Sounds of Childhood Festival” findet vom 11. bis 13.10. in der südlichen Stadt Holon statt.
Am beduinischen Caféfestival «Tafadalu» kann man in der Beduinenstadt Rahat vom 13. bis zum 15. Oktober teilnehmen.
Experimentelles Theater wird in der Hafenstadt Akko vom 11. bis zum 14. Oktober aufgeführt. Hier wurde auch eine Campingseite für bis zu 100 Personen mit Zelten eingerichtet.
Justiz:
MK Benjamin Netanyahu wurde vom Obersten Gerichtshof dazu verurteilt, US$ 300.000 zurückzuzahlen. Er hatte diesen Betrag von seinem Cousin Nathan Milikowsky erhalten, um angefallene Gerichts- und Rechtsanwaltskosten abzudecken.
Ursprünglich gab es einen Gerichtsentscheid, der besagte, dass nur 10 % des Betrages refundiert werden sollten. Die dem Urteil zugrunde liegende Frage war, ob es sich um ein illegales Geschenk handele oder nicht. Das Gericht entschied damals, dass mit dem Geld nicht seine eigenen Rechtskosten, sondern die seiner Ehefrau Sarah abgedeckt werden sollten.
Milikowsy wurde nicht nur im Zusammenhang mit diesem Fall, sondern mit einer Zuwendung von weiteren knapp US$ 300.000 an den ehemaligen PM in Verbindung gebracht, die dieser zum Kauf von Zigarren und Champagner benutzt haben soll.
Ein weiterer Gerichtsfall beschäftigt sich mit dem Thema der Aktienkäufe von Seadrift Coke, einem Milikowsy gehörenden Stahlunternehmen, die Netanyahu innerhalb einer kurzen Zeit mit einer Rendite von 700 % (!) verkauft hat. Käufer des Aktienpaketes war Thyssen Krupp, der wiederum Zulieferer der von Israel gekauften U-Boote war. Das Verfahren ist derzeit ruhend.
Milikowsky ist im vergangenen Jahr im Alter von 78 Jahren verstorben.
Chag Sukkot sameach!
Kategorien:Aus aller Welt, Timeline
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