24. Tishri 5783
Musik:
1964 veröffentlichte das bekannte jüdische Duo Paul Simon und Art Garfunkel ihr Debütalbum «Wednesday Morning, 3 a.m.» bei Columbia Records.
Trotz der darauf enthaltenen Hits «The sound of silence», eine Eigenproduktion und «The times they are a-changin’» von Bob Dylan wurde die LP ein Misserfolg. Die Produzenten entschlossen sich dennoch zur Produktion einer zweiten LP auf der «The sound of silcence» zum Titelsong avancierte.
Dieser Song wurde nicht nur als Titelmusik zu «Die Reifeprüfung» mit Dustin Hoffman weltbekannt, sondern entwickelte sich auch zum Kultsong der 60-Jahre-Generation.
Geschichte:
So haben wir es gelernt, König Salomon, der Sohn von König David und seiner Frau Bathseba. Er besteigt den Königsthron Israels etwa im Jahr 965 BCE, also rund 40 Jahre nach seinem Vater David. Salomon ist bis zum Jahr 926 BCE regierender König.
Das von seinem Vater David geschaffenen Grossreich, das Israel und Jehuda zusammenfasste, baute er weiter aus und modernisierte die Verwaltung. Der von ihm erbaute erste salomonische Tempel wurde bei der Eroberung Jerusalems durch die Babylonier im Jahr 587/586 BCE zerstört.
Bekannt wurde er auch durch seine Weisheit, die ihn das «salomonische Urteil» sprechen liess.
Doch nun kommen irritierende Phantasien des britischen Historikers Ralph Ellis, der sich jahrelang mit der Erforschung der Lebensgeschichte Salomons befasst hat. Es geht dabei um den nicht auffindbaren Schatz, der auf etwa 500 Tonnen Gold geschätzt wird und der in den Minen des Salomon lagern soll. Im 1. Buch der Könige lesen wir vom Besuch der Königin von Saba bei König David und über seinen unglaublichen Reichtum. Archäologen glauben, die Herkunft des Schatzes in den Kupferminen von Timna, nahe des Roten Meeres ausgemacht zu haben. In Erinnerung daran benannte man drei markante Gesteinsformationen im Timnapark als «Salomons Säulen».
Ralph Ellis behauptet, herausgefunden zu haben, dass Salomon nicht König von Israel war, sondern identisch ist mit dem ägyptischen Pharao Scheschonq I., der von 946 bis 924 BCE regierte. Scheschonq I. war, so kann man ebenfalls im Buch der Könige lesen, eng verbunden mit Jeroboam, der als König auf Salomon folgte.
Ralph Ellis sieht in der uns bekannten Person des Salomon eine «Fehlinterpretation der Geschichte», so beschreibt er es in seinem Buch «Salomo, Pharo von Ägypten». Was er weiterhin schreibt, wird weder die Historiker noch die Rabbiner erfreuen «Generationen von Theologen und Archäologen haben das Heilige Land auf der Suche nach seiner Hauptstadt, seinem Palast, seinem Tempel und seinen Besitztümern durchkämmt – ohne Erfolg. Am Ende müssen wir entweder die Tatsache akzeptieren, dass die Thora völlig fiktiv ist oder erkennen, dass wir an der falschen Stelle und nach den falschen Dingen gesucht haben.»
Krieg in der Ukraine:
Auch wenn der ukrainische Präsident Selenskyj diese Entscheidung nicht goutieren wird, er wird sie akzeptieren müssen. VM Benny Gantz hat in Abstimmung mit PM Yair Lapid nochmals beschlossen, keine Waffensysteme in die Ukraine zu schicken. Zuletzt hatte der ukrainischen AM Dmytro Kuleba die Lieferung von Luftverteidigungssystemen gefordert.
«Wenn Israels Politik wirklich darin besteht, den zerstörerischen Aktionen des Iran konsequent entgegenzutreten, dann ist es an der Zeit, dass Israel sich offen auf die Seite der Ukraine stellt.» Stimmt, so müsste man uneingeschränkt zugeben, wenn, ja wenn da nicht die aktuelle Bedrohung Israels durch Russland wäre, die wie ein Damoklesschwert über uns schwebt. Da hilft es auch nichts, das MK Netanyahu, damals noch PM und Präs. Putin mehrmals wöchentlich als gute Freunde miteinander telefonierten….
Als Kriegspartner von Syrien ist Russland jederzeit in der Lage, mit verheerender Brutalität gegen Israel vorzugehen. Diese Überlegung ist massgeblich für die Entscheidung, keine Waffen zu liefern.
Israel wird sich jetzt beim schnellstmöglichen Aufbau eines lebensrettenden Frühwarnsystems für Zivilisten beteiligen.
Kibbutzbewegung:
Der erste Zionistische Kibbutz, Bet Alpha, wurde vor 100 Jahren gegründet. Gelegen in der Jesreel Ebene in der Gegend von Megiddo, gehörte er zu den ersten Kibbutzim im Norden Israels.
Die ersten Mitglieder kamen aus dem Zeltlager des HaShomer HaTzair in Bitanya, ebenfalls im unteren Galiläa gelegen. Neben der Arbeit im Strassenbau und den Vorbereitungsarbeiten für landwirtschaftlich Plantagen beschäftigten sie sich in der Freizeit mit Literatur. Die Bücher von Dostojewski, Buber, Nietzsche, Freud und Weininger sollten helfen, ein Konzept für die Weiterentwicklung des HaShomer HaTzair zu erarbeiten.
Der neue Kibbutz Bet Alpha sah sich in der Anfangsphase mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Sümpfe, Moskitoschwärme, harter Boden, Hitze und lästige arabische Nachbarn, das Leben war hart.
Die heute 98 Jahre alte Sonia Nahorai lebt heute mit ihren zahlreichen Kindern und Nachfahren der vierten Generation immer noch im Kibbutz, in den sie im Alter von 10 Jahren eintrat. Einen Sohn verlor sie 1968, als er nach dem Beschuss seines Flugzeuges mit dem Fallschirm absprang und bei der Landung in Jordanien erschossen wurde (sic!). Neben einem Sohn leben heute 15 Enkel und 9 ihrer Urenkel im Kibbutz.
Falsche Signale:
Die israelische NGO «Israelische Freunde der Ukraine» übt berechtigte Kritik an der israelischen Einwanderungspolitik. Für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ist es immer noch problematisch, nach Israel einzureisen.
Die Ehefrau des Kreml Sprechers Dmitry Peskov, Tatjana Alexandrowna
Nawka hingegen konnte offensichtlich problemlos nach Israel einreisen und unbeschwerte Ferientage im Kempinski Hotel in Tel Aviv verbringen.
Dabei unterliegt die ehemalige Eistänzerin und mehrfache Olympiasiegerin, die im Jahr 2006 ihre Karriere beendete, ebenso wie andere Mitglieder der russischen Elite, den im März ausgesprochenen Sanktionen. Nawka ist Eigentümerin von einigen Unternehmen und Liegenschaften auf der Krim, die 2014 völkerrechtlich nicht anerkannt von Russland annektiert wurde.
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