Was geschah am 16. November?

22. Cheschwan 5783

Sport:

Wenn am kommenden Wochenende die Fussball WM in Katar beginnt, werden sich auch Tausende israelische Fans unter die Zuschauer mischen. Die israelische Fussballmannschaft wird nicht an der WM teilnehmen, wohl aber die Mannschaft aus dem Iran. 

Eine speziell erstellte Webseite des Aussenministeriums warnt die israelischen Touristen, sich nicht als Israelis zu erkennen zu geben. Das ist etwas, was diesen ungeheuer schwerfällt. Sei es, dass sie sich lautstärk auf Hebräisch unterhalten, oder durch einen deutlich erkennbaren Magen David als Schmuck erkennbar sind. Auch das beliebte Schwenken der israelischen Flagge sollte tunlichst vermieden werden. 

Auf der Webseite gibt es auch nützliche Hinweise, wie sie sich in einem traditionellen moslemischen Land benehmen sollen. Drogen und der Konsum von Alkohol im öffentlichen Bereich steht unter Strafe, wobei der Alkohol so teuer ist, dass sich manch Einer überlegen wird, ob ihm der Liter Bier um € 30,– wirklich den Genuss wert ist. 

Koalitionsverhandlungen:

Gestern konnte man sie fröhlich miteinander lachen sehen, den ansonsten eher bedrückt wirkenden designierten PM Benjamin Netanyahu und MK Itamar Ben-Gvir.

Während die Stimmung zwischen MK Bezalel Smotrich und dem designierten PM immer noch am Gefrierpunkt ist, scheinen die Verhandlungen zwischen der Nr. Zwei der Partei Religious Zionism in einem harmonischeren Klima zu verlaufen. 

Festgefahren sind hingegen die Verhandlungen mit dem Vorsitzenden der Shas Partei, MK Aryeh Deri, der weiterhin auf dem Finanzministerium besteht. 

Der designierte PM Benjamin Netanyahu bat nach dem Treffen mit MK Aryeh Deri um etwas «Geduld». Das Treffen dauerte nur 20 Minuten.

Oppositionsbildung:

Transportministerin Merav Michaeli, Labour Party, forderte ihre ehemaligen Koalitionspartner, den noch amtierenden PM Yair Lapid und VM Benny Gantz dringend auf, ihr Ego beiseitezulassen und sich wieder auf ihre eigentliche Arbeit zu besinnen.

«Unsere Demokratie ist in Gefahr, wir können es nicht zulassen, dass Netanyahu und seine extremistischen Partner sie zerstören. Findet wieder zu eurer Verantwortung und beweist Führungsqualitäten.»

Bei der Vereidigungszeremonie war gestern das brüllende Schweigen zwischen den ehemaligen Freunden und Partnern zu sehen.



Kategorien:Aus aller Welt, Timeline

Hinterlasse einen Kommentar