Was geschah am 14. Dezember?

20. Kislev 5783

Diplomatie:

Es ist wohl die Folge der Abraham Verträge, dass die jüdische Bevölkerung von Dubai nun erstmals ihr heissgeliebten Bamba für die Kinder kaufen kann. In unmittelbarer Nähe vom Burj Khalifa wurde der erste koschere Supermarkt, der «Rimonim Market», in der Golfregion eröffnet. 

Die VAE reagieren damit nicht nur auf die Nachfrage der jüdischen Bevölkerung, sondern auch der Touristen, die vermehrt in die Region reisen.

Der Supermarkt steht unter der Aufsicht von Rabbi Levi Duchman, der die lokale Agentur für die Zertifizierung von koscheren Lebensmitteln gegründet hat. Diese kommen aus den USA, Europa und Israel. 

Am Freitag wird, pünktlich vor Shabbat, auch ein fleischiges Catering angeboten.

Biotechnologie:

Das Biotechnologieunternehmen «Poultry by Hummin», gibt an, «die Geflügelindustrie fit für das neue Jahrtausend zu machen».

Mit Hilfe der Entschlüsselung von Erbgut und neuen Verfahrenstechnologien suchen sie ständige Verbesserungen im Bereich der Geflügelproduktion. Sie arbeiten eng mit dem israelischen Landwirtschaftsministerium zusammen. 

Jährlich werden geschätzte 7 Milliarden (!) männliche Küken weltweit unmittelbar nach dem Schlüpfen getötet. Ein Vorgang, der nicht nur grausam, sondern auch kostspielig ist.  

Männliche Hühnerembryonen sollen jetzt im frühestmöglichen Stadium an der Weiterentwicklung gehindert werden. Nicht gentechnisch veränderte weibliche Embryonen werden ausgebrütet und dürfen für den menschlichen Verzehr genutzt werden.

Die gentechnisch veränderten männlichen Eier dürfen indes nur für Tierfutter verwendet werden. 

Lebensmittelverschwendung:

«Wasteless», ein israelisches Unternehmen, will dazu beitragen, dass der täglich wachsende Berg an fortgeworfenen Lebensmitteln reduziert wird.

Um einen optimalen Preis zu erreichen, die Lagerhaltung zu vereinfachen und den Kunden dazu zu ermuntern, preisorientiert zu kaufen, werden die Preise dynamisch an die Ablaufdaten angepasst. Pro Jahr werden geschätzte 15 Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert von etwa € 143 Millionen von Einzelhändlern vernichtet.

Je näher das Ablaufdatum kommt, desto tiefer werden die Verkaufspreise, wobei gleichzeitig das Kaufverhalten mit den Daten der Preisänderung korreliert wird. Der Händler soll auf diese Art den Gewinn so hoch wie möglich halten können. Der Kunde hingegen übernimmt die Verantwortung auf sein eigenes Kaufverhalten. So soll er angeregt werden, ein Produkt, das in wenigen Tagen abläuft, zu kaufen, dafür aber günstiger ist, wenn er es möglicherweise am kommenden Tag bereits verbrauchen will.

Israelische Supermarktketten waren an dieser Innovation nicht interessiert. In Deutschland wird es bereits bei Metro und Edeka eingesetzt, die niederländische Kette Hoogvliet hat den Vertrag ebenfalls unterschrieben.

Covid und seine Folgen:

Soda Stream ist eines der Unternehmen, die indirekt von den Folgen des Rückganges des COVID Pandemie betroffen sind.

Während der Pandemie stieg der Bedarf an Soda Stream Geräten in den Privathaushalten stark an. Insbesondere deshalb, weil auch der Wunsch nach unterschiedlichen Geschmacksrichtungen einzelner Familienangehöriger unproblematisch erfüllt werden konnte. 

Nachdem die Kunden jetzt wieder vermehrt ihre Einkäufe direkt vor Ort durchführen, kam es auch zu einem deutlichen Nachfragerückgang. 

Soda Stream musste als Reaktion darauf 120 Angestellte in seinem Stammwerk in Rahat in der Nähe von Be’er Sheva kündigen. Insgesamt arbeiten dort 2.000 Angestellte, vor allem Beduinenfrauen aus der Umgebung. Die 120 Gekündigten entsprechen einem Gesamtvolumen von 5 % aller Mitarbeiter weltweit. 

Es wurde ein Vermittlungsbüro eingerichtet, um möglichst rasch möglichst viele der Gekündigten in neue Stellen zu vermitteln. 

Soda Stream wurde im Jahr 1991 gegründet und 2018 vom US-amerikanischen Riesen PepsiCo für US$ 3.2 Milliarden gekauft. Teil des Vertrages ist es, dass Soda Steam für 15 Jahre mit dem eigenen Namen selbstständig bleibt.

Fussball WM in Katar:

Die Fans der marokkanischen Fussball Nati müssen damit rechnen, das aussergewöhnliche Spiel ihrer Fussballhelden heute Abend nur am TV verfolgen zu dürfen. 

Der Grund dafür liegt in einem Verbot der katarischen Regierung, für heute geplante Flüge auf dem Flughafen von Doha landen zu lassen. Die Royal Air Maroc stornierte deshalb alle Flüge. 

Bisher wurde noch keine offizielle Begründung aus Doha veröffentlicht.

Naturschutz in Israel:

Eine gerade zwei Jahre alte bildhübsche junge Dame hat ihr neues Quartier im Safari Park in Ramat Gan bezogen. 

Die junge Leopardin, auch bekannt unter dem biologischen Namen «Persischer Panther» die in Frankreich geboren und aufgezogen worden ist, soll sich dort an das israelische Klima gewöhnen, bevor sie ihr erstes Date mit dem fünf Jahre alten «Coresh» hat.

Seit ihrer Geburt ist die junge Dame, die noch namenlos ist, als Zuchtkatze für den israelischen Kater vorgesehen. Die Familie der «persischen Panther» ist nahezu ausgestorben, das Zuchtprogramm wurde seit Jahren genauestens geplant. 

Sollte es gelingen, ist geplant, später wieder einige Tier auszuwildern.



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