18. Cheshwan 5784
Nachdem gestern der jordanische Botschafter aus Israel abgezogen wurde, hat nun auch das Repräsentantenhaus von Bahrain angekündigt, den Botschafter, Khaled Al-Jalahma nach Hause zu beordern. Nachdem die Information nicht, wie in solchen Fällen üblich, vom Aussenministerium kam, geht Israel davon aus, dass es sich um einen landesinternen Beschwichtigungsversuch handelt, um die Bürger von Bahrain zu beruhigen. Der israelische Botschafter in Bahrain verliess laut Arab-News bereits die Hauptstadt Manama. Im Webauftritt der Regierung gab Bahrain weiterhin bekannt, alle wirtschaftliche Beziehungen mit Israel derzeit auf Eis zu legen. Begründet wurden diese Schritte mit «der stabilen Beziehung und der andauernden Unterstützung der palästinensischen Sache und der Rechte des palästinensischen Volkes.» In der Meldung des Parlaments hiess es weiter: «… dass der anhaltende Krieg, die Militäroperationen und die kontinuierliche israelische Eskalation, insbesondere die Missachtung des humanitären Völkerrechts, den Rat dazu veranlasst haben, entschiedenere Massnahmen zu fordern, um das Leben und das Wohlergehen unschuldiger Zivilisten im Gazastreifen und in allen palästinensischen Gebieten zu schützen.» Wenn sich auch die Beziehungen zwischen Bahrain und Israel durch die Abraham-Abkommen aus dem Jahr 2020 deutlich normalisiert haben, sei jetzt der Moment diese neu zu bewerten. Ich kann mir nicht vorstellen, was Israel an diesen Worten nicht versteht. Sie sind klar und deutlich. Mittlerweile wurde aus Bahrain via den USA bekanntgegeben, dass der israelische Botschafter bereits zu Beginn des Krieges zurückgerufen worden sei und dass ihr Botschafter in Jerusalem sich zufällig auf einem Heimatbesuch befand.
Der russische Botschafter zur UN, Vasily Nebenzya, hat vor der UN-Hauptversammlung betont, Israel habe kein Recht der Selbstverteidigung. Als Grund führte er an, Israel sei unter internationalem Recht ein «Besatzerstaat». «Ich kann auch die Heuchelei der USA und ihrer Verbündeten nicht unerwähnt lassen, die in anderen, völlig anderen Situationen die Einhaltung des humanitären Rechts fordern, Untersuchungskommissionen einrichten und Sanktionen gegen diejenigen verhängen, die Gewalt nur als extremes Mittel einsetzen, um die jahrelange Gewalt zu beenden.» Weiter betonte er: «Russland anerkennt das Recht Israels, seine Sicherheit zu gewährleisten, aber nur im Falle einer fairen Lösung des palästinensischen Problems auf der Grundlage anerkannter Resolutionen des UN-Sicherheitsrats.»
US-Aussenminister Antony Blinken und der saudische Verteidigungsminister Khalid bin Salman trafen sich gestern in Washington, um über eine nachhaltige Friedenslösung zwischen Israelis und Palästinensern nachzudenken. Dies sei für beide Staaten ein Thema von allerhöchster Priorität. Blinken betonte dabei die Notwendigkeit, die humanitären Bedürfnisse der Zivilbevölkerung im Gazastreifen zu unterstützen und eine weitere Ausbreitung des Konflikts zu verhindern. Derzeit drohen vor allem die Houthi-Rebellen aus dem Yemen und die Hisbollah-Terroristen aus dem Libanon, sich aktiv und vermehrt in das Kriegsgeschehen einzumischen. Beide Gruppen werden aktiv vom Iran unterstützt. Ob und wann die vor dem Krieg begonnenen Normalisierungsgespräche zwischen Israel und Saudi-Arabien fortgesetzt werden, ist ungewiss.
Generalstabschef Herzi Halevi hat heute bekanntgegeben, dass Israel wieder Treibstoff nach Gaza liefern wird. Allerdings werden nur die Krankenhäuser unter strenger Aufsicht beliefert werden. «Wir werden aber alles tun, damit der Treibstoff nicht von der Hamas für ihre eigenen terroristischen Ziele missbraucht wird. Wir werden es nicht zulassen, dass den Krankenhäusern die Treibstoffe ausgehen und so lebenswichtige Therapien nicht durchgeführt werden können. Wir überprüfen die Lage täglich. Bisher haben wir täglich gehört, der Treibstoff gehe zu Ende. Bisher funktioniert aber noch alles.» Derzeit steht die Bewilligung der Lieferungen durch den PM noch aus.
Gleichzeitig gab er bekannt, dass die Truppen innerhalb von Gaza City operieren und die Stadt auch zunehmend von mehreren Seiten eingekesselt wird. «Unsere Truppen kämpfen in einem extrem dicht besiedelten und unübersichtlichen Gebiet. Das erfordert viel Mut und vor allem genau vorbereitete und umgesetzte Einsatzpläne.» Die Truppen sind immer wieder im Nahkampf verwickelt, die von der See und aus der Luft unterstützt werden. Äusserst hilfreich seien dabei auch exakte Aufklärungsdaten, die ihnen jederzeit zur Verfügung gestellt werden. Zwischenzeitlich haben Armee-Ingenieure damit begonnen, die von der Hamas gebauten Tunnelanlagen und Minenfelder weiter zu zerstören. Hierbei kommen spezielle Roboter und Sprengstoffe zum Einsatz. Die IDF gab bekannt, dass sie bis heute bereits mehr als 100 Tunnels zerstört hat. Der ehemalige stv. Generalstabschef der IDF Yair Golan bestätigte heute: «Unter keinen Umständen werden unsere Soldaten in das Tunnelsystem eindringen. Das wäre ein grober Fehler. Wir müssen die Eingänge finden, sie versiegeln, oder Rauch hineinblasen. Das zwingt sie dann, herauszukommen.»

Vielleicht sollten wir Amazon, vor allem den US-amerikanischen Teil des Unternehmens, in Zukunft boykottieren. Dort kann man zum Preis von knapp US$ 30 T-Shirts kaufen, die die Landkarte von Israel inklusive des Golans, Gazastreifens, sowie des Gebiets von Judäa und Samaria mit der palästinensischen Flagge zeigt und daneben den auf allen pro-palästinensischen Demos skandierten Spruch «From the river to the sea……» zeigt. Ein klarer Aufruf zur Eliminierung Israels!
Heute Vormittag kam es in Samaria zwischen Tulkarem und Nablus zu einem Terroranagriff mit Schusswaffen, bei dem ein Israeli ermordet wurde. Elhanan Klein, 39, s’’l, war auf dem Weg vom Reservedienst nach Hause, als sein Auto von den Terroristen angegriffen wurde. Er hinterlässt seine Frau und drei Kinder. Polizei und IDF haben die Suche nach dem Terroristen begonnen. Radikale Siedler haben am Vormittag in Deir Sharf, im nördlichen Samaria zahlreiche Brände auf palästinensische Häuser, Autos und Olivenfelder gelegt. Der Angriff auf das Dorf wurde als Racheakt für den Terroranschlag bezeichnet

Während in den nördlichen Grenzorten Avimim, Margaliot und Misgav Am wieder die Sirenen schrillten, wurde bekannt, dass vom Iran unterstützte Einheiten von Syrien unterwegs in den südlichen Libanon sind, um dort die Hisbollah aktiv zu unterstützen. Das wurde von einem Arabisch sprechenden IDF-Sprecher bekanntgegeben. «Nach einer Reihe von Misserfolgen, die die Hisbollah in den letzten Wochen gegen Israel erlitten hat, ist die iranische Imam-Hussein-Brigade unter der Führung eines Kommandanten namens Zulfiqar im Südlibanon eingetroffen. Die Hisbollah und die Imam-Hussein-Brigade werden den Libanon einen hohen Preis zugunsten der Hamas-ISIS zahlen lassen. Die IDF sind voll und ganz darauf vorbereitet, auf jeden zu reagieren, der versucht, ihre Souveränität im Norden zu untergraben.» Diese Brigade besteht aus irakischen Schiiten, die einer Division der regulären syrischen Armee zugeteilt wurde und überwiegend aus der Region um Damaskus herum operiert. Befehligt wird die Brigade von Maher Assad, dem Buder des syrischen Diktators. Shamine Narwani, Kolumnistin des online anti-israelischen Schund-Blattes «The Cradle» dazu auf ihrem Twitter «X»-Account: «Das sind fake-news. Nichts dergleichen stimmt. Israel versucht, ein iranisches Element in sein Kriegs-Märchen zu bringe. Das ist gefährliche Propaganda.» Den unglaublichen Artikel kann man hier lesen.


Bei den Kämpfen im Gazastreifen wurde ein drusischer Lt. Col., der 33 Jahre alte Salman Habaka, s’’l, tödlich verwundet, zwei weitere Soldaten wurden bei ihren Einsätzen verletzt. Einer der zwei Verletzten, Yair Nifousy, 20, s’’l ist am Nachmittag seinen Wunden erlegen. Die Zahl der gefallenen Soldaten erhöht sich damit auf 334 seit Beginn des Krieges.
In Kiryat Shmona, an der libanesischen Grenze, gab es heute grossen Sachschaden, als mehrere Raketen dort einschlugen und Autos und Geschäfte in Brand setzten. Es gab zwei Verletzte. Nach den Raketensalven aus dem südlichen Libanon zerstörte Israel einige Abschussrampen, von denen aus die Raketen abgeschossen worden waren.








Präsident Isaac Herzog und seine Frau Michal trafen sich soeben mit diplomatischen Vertretern einiger Staaten, die auch Bürger unter den Geiseln der Hamas-Terroristen beklagen. Thailand betrauert 23 Bürger, vier weitere müssen sich weiter stationärer Behandlung unterziehen und 29 Personen befinden sich immer noch in der Gewalt der Terroristen. Das berichtete der thailändische Botschafter. Vier Filipinos und 10 Nepalesen wurden ermordet. Zwei Bürger von Tansania werden vermisst. Dem Ehepaar Herzog gilt mein besonderer Respekt. Tag für Tag sind sie unterwegs, um den Angehörigen der Opfer und der Verschleppten ein wenig Trost zu spenden und sich vor allem, immer wieder um die evakuierten Kinder zu bemühen! Gleiches gilt auch für die Ehefrau von Oppositionsführer Lapid, Lihi Lapid, die hilft, wo immer sie kann.
Eine mehrköpfige Delegation von offiziellen Thailändern hat sich im Iran in der vergangenen Woche an direkten Gesprächen mit der Hamas beteiligt, um die Freilassung ihrer 22 Staatsbürger zu erreichen, die sich noch in den Händen der Hamas befinden. Sie erhielten dort die «Zusage», diese würden zu einem passenden Zeitpunkt freigelassen werden. Die Delegation bestand ausschliesslich aus Moslems. Einer der Teilnehmer sagte: «Ich habe sie gebeten, sie freizulassen, weil sie unschuldig sind. Sie versicherten mir, dass sie sich gut um sie kümmern würden, aber sie konnten mir kein Datum für ihre Freilassung nennen… Sie warteten auf den richtigen Zeitpunkt.»
Nach den Gesprächen habe das thailändische Team mit den Hamas-Vertretern gebetet.
Am Grenzübergang Rafah werden heute etwa 400 Doppel-Staatsbürger und bis zu 100 Patienten erwartet.
Kategorien:Israel
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