26. Tevet 5784

Die IDF musste leider wieder den Namen eines gefallenen Soldaten bekanntgeben, der sein Leben in einem Kampf im nördlichen Gazastreifen verlor. Lt. Col. Roee Yohay Yosef Mordechay, 31, s’’l,.

Die Grenzpolizei musste leider den Tod einer Polizistin bekanntgeben. Sgt. Shai Germai, s’’l, verlor ihr Leben zu Beginn einer Operation, die in Jenin, Samaria, gemeinsam mit Reservesoldaten durchgeführt werden sollte. Durch einige Sprengstoff-Fallen kam es zu mehreren Explosionen in der Nähe und unter ihrem Fahrzeug. Drei weitere Polizisten kamen durch den Anschlag ums Leben. Ihre Namen sind noch nicht bekannt. Die Rettungsarbeiten dauerten einige Stunden und wurden von der IAF unterstützt.

Familienangehörige von sechs im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln trafen in Doha ein, um mit PM Sheikh Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani, der zugleich auch Aussenminister ist, Gespräche über die mögliche Freilassung ihrer Lieben zu führen. Der Chefdiplomat bedauerte jedoch, dass die Ermordung von Saleh al-Arouri, dem stv. Chef des politischen Arms der Hamas, die Verhandlungen negativ beeinflusst habe. Die Familienangehörigen trafen sich auch mit dem Chef Mediator, Mohammed bin Addulaziz al-Khulaifi, der die Treffen mit Israel und der Hamas leitet und der die letzten Vereinbarung ausgehandelt hatte. Dabei waren 105 Geiseln freigelassen worden.

Ein riesiger Überwachungsballon wurde heute im Norden von Israel gestartet. Sein Gewicht beträgt bei einer Länge von 117 m (!) mehrere Tonnen. Ausgestattet ist er mit speziellen Kameras, kleinen Computern und Datenübertragungssystemen. Seine Aufgabe besteht darin, alle möglichen Angriffe im Norden zu überwachen, zu bewerten und die Ergebnisse weiterzuleiten. Das System befindet sich noch in der Erprobungsphase, es wurde über Jahre hinweg in einer Kooperation zwischen Israel und den USA entwickelt.

IDF-Sprecher Daniel Hagari veröffentlichte gestern ein aktuelles Foto von Muhammad Deif. Das Bild belegt, dass er sich in einem guten Zustand befindet. Seine Beschwerden, die von mehreren Verletzungen herrühren, dürften sich tatsächlich auf eine eingeschränkte Sicht auf einem Auge und eine Gehbehinderung an einer Hüfte beschränken.
Ein US-amerikanisches Kriegsschiff konnte eine Drohne abfangen, die vom Jemen aus auf die Region abgeschossen wurde, in der sich mehrere Frachtschiffe befanden.

In Khan Younis konnten gestern mehrere terroristische Infrastrukturen, darunter auch Waffenlager und Waffenproduktionsstätten, neutralisiert werden. Dabei wurden auch drei Terroristen eliminiert. Die gestürmten Infrastrukturen befanden sich u.a. in einer Schule und in einem privaten Haus. Dort wurden die Waffen grossteils in Kinderzimmern entdeckt.


In Beit Lahiya wurden dutzende Raketenabschussbasen entdeckt, die auf die südisraelische Stadt Ashkelon gerichtet waren. In der Nähe wurde eine Waffenproduktionsstätte und Tunneleingänge entdeckt und unschädlich gemacht. Bewaffnete Terroristen, die sich den Soldaten näherten, wurden eliminiert.
Der arabisch-sprechende IDF-Sprecher, Lt. Col. Avichay Adreaee forderte die noch im nördlichen Gazastreifen verbliebene Bevölkerung auf, sich zwischen 10 und 14 Uhr auf einer speziell markierten Route in den Süden des Landes zu begeben. Die bisher benutzten Fluchtrouten werden ab sofort gesperrt.

Es gibt ein breit angelegtes Netzwerk, das es dem teuflischen Terroristen Yahya Sinwar jederzeit ermöglicht, mit seinen Brüdern, Muhammad, Muhammad Daf, Marwan Issa und anderen Terror-Anführern zu kommunizieren, auch wenn Telefon und Internet nicht funktionieren. Sogar der Kontakt mit ausländischen Verbündeten klappt auf diese Art. Nach Erkenntnissen von IDF und Shin Bet hat sich die Führungsriege mit einem Netzwerk von Informanten umgeben, wie sie sadistischer nicht sein kann. Es handelt sich um sehr junge Kinder, männliche und weibliche Jugendliche, Frauen, vorzugsweise mit Kinderwagen. Sie stehen auf Dächern, nutzen die Deckung von Gebäuden, ‘bewaffnet’ mit einem Funkgerät oder Handy. Kinder werden in Kampfgebiete geschickt, wo sie absolut nichts verloren haben, sie geben ihre Nachrichten weiter, sind Teil der Kommunikationskette und verschwinden wieder. «Wir als Soldaten werden die Kinder nicht verfolgen, festnehmen, oder gar erschiessen. Lieber verlieren wir eine sichere Spur. Die Terroristen kennen diese Rücksichtnahmen nicht, sie opfern ihre Informanten, ohne Skrupel.»

Manchmal kann man Facebook auch interessante Informationen finden. In der National Library of Medicine gibt es eine Untersuchung, die allerdings schon im Jahr 2020 durchgeführt wurde. Dort wurde das Vorkommen von Typ-2 Diabetes bei Gazanern und Flüchtlingen im Alter ab 40 Jahren untersucht. Man ging dabei von einem Prozentsatz von 64% der Gesamtbevölkerung an Flüchtlingen aus. Besonders betrachtet wurde dabei die zusätzliche Aufnahme von Zucker über die Nahrung. Untersucht wurden 1000 Personen über die Monate. Die Ergebnisse waren erstaunlich. Die Werte in beiden Gruppen unterschieden sich nicht sonderlich voneinander. Diabetes Typ-2 ist eher eine erworbene Krankheit, die in Ländern mit deutlicher Fehlernährung weniger vorkommt als in anderen. Ein zweiter Artikel beschäftigt sich mit dem Index des menschlichen Entwicklungsgrades (HDI). Er stammt aus der Feder der UN und zeigt die Daten von 1990 bis 2018. Man kann bei der interaktiven Grafik drei Staaten miteinander vergleichen. Ich habe für meinen Screenshot ‘Palestine’ Ägypten und Saudi-Arabien miteinander verglichen. Mit einem erstaunlichen Ergebnis!

Die gute Nachricht des Tages: Bereits zum zweiten Mal innerhalb der vergangenen Wochen haben Reservisten auf Patrouillengängen entlang der Grenze zu Gaza einen bedeutenden Fund gemacht. In diesem Fall war der glückliche Finder Lt. Col. (res.) Yair Amitsur, der im bürgerlichen Leben Archäologe ist. Derzeit leistet er Dienst im Home Front Kommando. Er entdeckte einen steinerneren Mörser, der zum Mahlen von Getreide gebraucht worden war. Entdeckt hat er das selten gut erhaltene Artefakt, als er mit Lt. Col. Elyashiv Bohobot, einem Divisions Rabbiner, seine Patrouille machte. Der Mörser, hergestellt aus Basalt, wiegt etwa 10 kg. Als Pistill wurde in der Antike normalerweise ein stabiles Holz gebraucht. «Basalt kennen wir aus dem Norden des Landes. Wir gehen also davon aus, dass der Mörser hierher gebracht wurde.» Das Fundstück wurde der Antiquitäten Behörde übergeben.
Kategorien:Israel
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