20. Shevat 5784

In einer Operation, die weniger als 10 Minuten dauerte, gelang es der IDF heute am frühen Morgen in einem Krankenhaus in Jenin, Samaria, drei gesuchte Terroristen zu eliminieren. Hier das Video. Die verdeckt operierende Spezialeinheit ist auf den Überwachungskameras leicht zu erkennen: Als arabische Frauen oder Pfleger verkleidet, einer von ihnen sogar im Rollstuhl sitzend. Die Soldaten begaben sich in den im dritten Stock versteckten Raum, wo die drei sich aufhielten. Die Operation war durch umfangreiche und exakte Aufklärung im Vorfeld möglich geworden. Die drei hatten einen grossen, dem Massaker vom 7. Oktober ähnlichen Angriff geplant. Alle waren bereits mehrfach bei Angriffen auf die IDF und Terroranschlägen beteiligt.

Einer von ihnen war Sprecher der Hamas in Jenin, die beiden anderen waren Mitglieder des Palästinensisch-Islamischen Djihad. Das Spital gilt schon lange als Rückzugsort für Terroristen, um von dort aus Terroranschläge zu planen. Wenn auch Spitäler nicht unbedingt vor dem Zugriff durch die IDF geschützt sind, so dienen sie doch als quasi ‘sicherer Hafen’. Patienten und Mitarbeiter können problemlos als menschliche Schutzschilde missbraucht werden.
Während der Nachtstunden konnte die IDF jene Raketenabschussrampen zerstören, von denen aus gestern der Beschuss auf Tel Aviv und die umliegenden Regionen ausgelöst worden war. In unmittelbarer Nähe befand sich ein grösseres Lager an Raketen und Granaten. Neben dieser Anlage wurde auch eine Abschussrampe für Panzer-Abwehr-Raketen zerstört.


Knesset-Sprecher Amir Ohana wird in der kommenden Woche auf Einladung vom Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, nach Washington reisen, um die Unterstützung der USA für den Krieg Israel gegen Hamas abzusichern. Mit ihm reisen werden Emily Hand, die im November aus der Geiselhaft befreit wurde, mit ihrem Vater Thomas, die Eltern von Eitan Mor, einem Sicherheitsmitarbeiter des Musik-Festivals, und Ali Ziyadne, dessen Bruder Youssef und Neffe Hamza noch im Gazastreifen festgehalten werden. Mit dabei sein werden auch Yuli Edelstein, Likud, sowie Arat Raiten, Awoda und Idan Roll, Yesh Atid.
Aktivisten und Familienangehörige von Geiseln, Ermordeten, sowie Vermissten der Massaker vom 7. Oktober versuchen heute erneut, den Warenübergang Kerem Shalom zu blockieren. Die Proteste sollen weitergehen, bis alle Geiseln aus den Fängen der Hamas und anderer Terror-Organisationen befreit sind. Heute ist eine zweite Gruppe unterwegs zum Warenkontrollpunkt Nitzana.
Neuseeland hat sich als nächster Staat der Gruppe jener Staaten angeschlossen, die die Unterstützungsgelder für die UNRWA eingefroren haben. Neuseeland gilt als anti-israelisch. Umso mehr erstaunt es, dass PM Christopher Luxon sagte: «Die Vorwürfe sind sehr, sehr ernst zu nehmen. Es ist wichtig, dass sie sorgfältig untersucht werden.» Dafür hat heute Kanada angekündigt, US$ 30 Millionen für Lebensmittel, Wasser und andere humanitäre Hilfe für Gaza auszuzahlen. Die Gelder werden an Hilfsorganisationen wie World Food Program, WHO, Global Affairs und UNICEF ausgezahlt. Wobei UNICEF als Organisation der UNO ebenso fragwürdig ist wie die UNRWA. Diese Zahlung hat nichts mit den auch von Kanada eingefrorenen Zahlungen zu tun, sondern stammt offensichtlich aus einem anderen Budget-Topf.

GB zeigt sich äusserst beunruhigt über die ausgesprochen dummen Ideen zahlreicher israelischer Rechtsextremisten, die Menschen aus dem Gazastreifen zu einem ‘freiwilligen Verlassen’ ihrer Orte zu veranlassen. Vor allem der ehemalige israelische Siedlungsblock Gush Katif soll, so die Vorschläge, wieder von Israel besiedelt werden. Gush Katif wurde 2005 im Zuge des völligen Rückzugs Israels aus dem Gazastreifen teilweise durch die IDF gewaltsam geräumt. Das britische Aussenministerium hielt fest: «Siedlungen dieser Art sind illegal. Kein Palästinenser darf gewaltsam vertrieben oder umgesiedelt werden.»Der ehemalige PM und derzeitige Aussenminister von GB, David Cameron, sagte bei seinem Besuch in Israel, GB würde darüber nachdenken, Palästina als Staat anzuerkennen. Damit soll ein ‘unumkehrbarer’ status quo, er sprach von Frieden, erreicht werden. «Wir haben hier eine Verantwortung, und wir sollten damit beginnen, festzulegen, wie ein palästinensischer Staat aussehen, was er umfassen und wie er funktionieren könnte. Wenn dies geschieht, werden wir uns gemeinsam mit unseren Verbündeten mit der Frage der Anerkennung eines palästinensischen Staates befassen, auch in den Vereinten Nationen. Dies könnte dazu beitragen, dass dieser Prozess unumkehrbar wird.»
Nachdem es an der Nordgrenze Israels zum südlichen Libanon zu immer heftigerem Raketenbeschuss durch die Hisbollah kommt, kündigte VM Yoav Gallant an, weitere Truppen in den Norden zu verlegen. «Wir werden dort sehr bald aktiv werden, sobald die Truppen vor Ort sind.» Reservisten aus dem Gazastreifen werden nach und nach zurückgezogen und nach einer kurzen Ruhezeit für weitere Operationen vorbereitet.

Der israelischen Botschafter zur UN, Gilad Erdan, wird in der kommenden Woche mit einer Gruppe von Amtskollegen, darunter Botschafter von Bulgarien, der Tschechei, Ungarn, Rumänien, der Ukraine, Liberia, Sierra Leone, Malta und Slowenien nach Israel kommen. Sie werden sich mit freigelassenen Geiseln, Familienangehörigen von noch festgehaltenen Geiseln und Überlebenden der Massaker treffen. Ganz aktuell werden sie auch die neuesten Informationen zum Skandal, ausgelöst durch UNRWA-Mitarbeiter erhalten. Man geht davon aus, dass bis heute mindestens 190 UNRWA-Angestellte aktive Mitglieder der Hamas oder des Palästinensisch-islamischen Djihad sind.

Israel hat bereits gestern die Vorschläge für eine erneute Vereinbarung zur Freilassung der Geiseln akzeptiert. Noch in der Nacht erklärte die Hamas wie erwartet, dass ein völliger Rückzug der IDF aus Gaza die Grundvoraussetzung sei, um überhaupt über Freilassungen der Geiseln zu reden. Vor nur wenigen Minuten, gegen Mittag, postete der rechtsextrem-nationalistische Ben-Gvir, dass ein in seinen Augen ‘rücksichtsloses’ Abkommen zum sofortigen Sturz der Regierung führen müssen. Damit machte er sich zum Sprecher von rechtsgerichteten Politikern, die Teile der Vereinbarung scharf kritisierten. Eine Stunde vorher meldetet sich Ismail Haniyeh zu Wort. Er erklärte, das ‘Hamas Politbüro’ habe einen Vorschlag für eine Feuerpause erhalten. Er werde sich noch heute nach Kairo begeben, um den vorgelegten Plan dort zu diskutieren. Auch er vertritt die Ansicht, dass ein sofortiges Ende der Kämpfe und ein völliger Rückzug der Truppen aus Gaza die Grundvoraussetzungen für alle weiteren Überlegungen sind. Auch der ‘Generalsekretär’ des Palästinensisch-Islamischen Djihad, Ziad Nakhaleh, meldete sich erstmals öffentlich zu Wort. «Keine Vereinbarung zur Freilassung der Geiseln, bevor nicht ein umfassender Waffenstillstand zum Tragen kommt und die israelischen Truppen sich komplett aus Gaza zurückgezogen haben.»
Das ‘Gesundheitsministerium’ der Hamas gab bekannt, dass Israel die sterblichen Überreste von Dutzenden Terroristen an die Hamas zurückgegeben hat. Es handelt sich dabei um Terroristen, die in den vergangenen Wochen innerhalb des Gazastreifens Opfer der Kämpfe zwischen der IDF und Hamas wurden. Die Übergabe fand am Warenübergang Kerem Shalom statt.
Die gute Nachricht: Was ist Marzipan? Marzipan ist nicht nur eine köstliche Leckerei, hergestellt aus geschälten süssen Mandeln, Puderzucker und Rosenwasser. Sie kommt umhüllt von dunkler oder ganz modern auch von heller Schokolade, bunt eingefärbt daher oder auch ganz puristisch ohne Hülle. Woher der Name kommt, ist nicht endgültig geklärt. Italiener, Perser, Venezianer, Spanier, Araber, Zyprioten, Franzosen, alle reklamieren für sich, die Köstlichkeit kreiert und der Welt der Schleckmäuler geschenkt zu haben.
Kulturhistoriker verorten die ersten Marzipanbrote in Persien, im 13. Jahrhundert wurde es in Venedig erwähnt, im 14. Jahrhundert war es das Lieblingskonfekt des europäischen Adels. Es herzustellen lag nicht etwa in der Hand von Zuckerbäckern, nein, es waren die Apotheker, die damit ihre ansonsten bittere Medizin versüssten. Marzipan galt als Mittel gegen Verstopfungen und Blähungen, aber auch als hochwirksames Potenzmittel! Um 1530 wird der Begriff erstmals in den Lübecker ‘Zunftrollen’ erwähnt.
1806 begann der Siegeszug der Konditoreien.


In Tallin (Estland) war es der ursprünglich aus Graubünden (Schweiz) stammende Lorenz Caviezel, dessen Caféhaus heute immer noch unter dem Namen ‘Maiasmokk’ (Schleckermaul) besteht und das das Geburtshaus der Süsswaren Firma ‘Kalev’ ist. Kalev ist heute noch bekannt für seine wunderschönen Marzipanfiguren.




In Lübeck war es Johann Georg Niederegger, der mit seiner Konditorei den Grundstein für den unbestritten marktführenden Marzipanhersteller Deutschlands legte. Täglich werden bis zu 30.000 kg (!) Marzipan hergestellt. Das Geheimnis des Konfekts: 2/3 Mandeln und 1/3 Zucker werden bis zur völligen Homogenisierung vermahlen. Rosenwasser und andere Komponenten werden in die fast fertige Masse eingearbeitet. Die Palette der Produkte ist gross, vom einfachen Marzipan Brot, die Marzipankartoffeln, Marzipantorten, Figuren Weihnachts- und Osterprodukte bis zu gluten- und laktosefreien, sowie veganen Produkten.

Und jetzt kommt die gute Nachricht: Niederegger Marzipan ist koscher!! Das aktuelle Koscher Zertifikat gilt noch bis zum 30. September. Es gibt also keinen Grund, die Köstlichkeiten nicht zu geniessen. Ausser natürlich, dass sie recht kalorienreich sind. Aber über das kann man manchmal auch hinwegschauen!
Kategorien:Israel
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