21. Shevat 5784

Leider musste auch heute die IDF den Tod von drei Soldaten bekanntgeben, Maj. (res.) Netzer Simchi, 30, Cpt. (res.) Gavriel Shani, und Warrant Off. (res.) Yuval Nir, 43, s’’l, verloren ihr Leben bei Kämpfen im nördlichen und südlichen Gazastreifen, wo zwei weitere Soldaten schwer verletzt wurden.

Das Polizeirabbinat gab bekannt, dass Sgt. First Class Ran Gvili von den Hamas-Schlächtern ermordet wurde. Er verlor sein Leben während der Massaker im Kampf um die Sicherheit vom Kibbutz Alumim. Seine sterblichen Überreste wurden nach Gaza verschleppt, wo sie sich immer noch befinden.
Arutz 7 berichtet, dass Israel grundsätzlich einer neuen Vereinbarung zugestimmt habe. Das ist auch in der Washington Post nachzulesen. Diese umfasst eine sechs Wochen andauernde Feuerpause, während der alle zivilen israelischen Geiseln freigelassen werden. Die Truppen würden sich aus den bewohnten Gebieten zurückziehen und palästinensische Gefangene im Verhältnis 3:1 freigelassen werden. Anschliessend könnten alle in Geiselhaft befindlichen Soldaten im Gegenzug zu weiteren israelischen Zugeständnissen freigelassen werden. Danach könne ein längerfristiger Plan für die Zukunft von Gaza entwickelt werden. Dieser Vorschlag wurde bei einem Treffen in Paris ausgearbeitet und wurde der Hamas in Ägypten präsentiert. Die Hamas hat den Erhalt bestätigt, aber noch keine Stellungnahme abgegeben. Hamas-Führer Ismail Haniyeh hatte angekündigt, zu Besprechungen nach Kairo reisen zu wollen. Netanyahu hatte am Dienstag beim Besuch einer Militärakademie festgehalten: «Wir werden uns nicht aus Gaza zurückziehen und wir werden nicht Tausende von Terroristen freilassen. Nichts davon wird geschehen. Was geschehen wird, ist der absolute Sieg.»



Hinter verschlossenen Türen traf sich UN-Generalsekretär Antonio Guterres mit Vertretern von 35 Spenderländern. Ziel des Treffens war es, die eingefrorenen Gelder wieder freizugeben und zu verhindern, dass sich weitere Staaten dem finanziellen Boykott der UNRWA anschliessen. Guterres bezeichnete die von Israel ausgehenden Beschuldigungen gegen Mitarbeiter der UNRWA als ‘grauenvoll’ und verlangte eine schnelle Untersuchung. Der palästinensische UN-Botschafter Riyad Mansour lobte Norwegen und Spanien, die sich dem Boykott nicht anschliessen wollen. In den vergangenen Tagen waren immer mehr Stimmen, vor allem in Israel laut geworden, dass die Arbeit der UNRWA im Gazastreifen beendet werden müsse. UN-Sprecher Stephane Dujarric betonte gegenüber der Presse, dass «keine andere Organisation als die UNRWA die Infrastruktur hat, um das zu tun, was sie im Gazastreifen und im Nahen Osten tut und es in keiner Weise machbar ist, die UNRWA schnell zu ersetzen.» Das wird aber dringend notwendig sein, wenn man diesen Augiasstall gründlich ausmisten will. Es darf nicht sein, dass gutbezahlte Mitarbeiter Mitglieder von Terror-Organisationen sind, Spendengelder nicht zweckgebunden eingesetzt werden und Menschen über Generationen hinweg als Flüchtlinge klassifiziert und ‘gehalten’ werden, statt sie in das ‘normale Leben’ zu integrieren.


Innerhalb des Gazastreifens werden die Proteste gegen die Hamas-Terror Organisation immer lauter. Derzeit kursiert ein undatiertes Video in den sozialen Medien, in dem ein gazanischer Zivilist sich auf Hebräisch an einige Soldaten, die nicht im Bild sind, wendet. «Geht nicht weg von hier. Die Leute sind Arschlöcher, sie verstehen nichts. Wir haben mit all dem nichts zu tun. Es waren [Yahya] Sinwar und [Ismail] Haniyeh. Haniyeh sitzt in einem Restaurant in der Türkei, und Sinwar ist unter der Erde und isst Fleisch – während wir hier sind und als Kugelfang für sie herhalten müssen.»

Nachdem sich die Demonstrationen gegen die Lieferungen von Lebensmitteln und humanitären Hilfsgütern sich vom Warenübergang Kerem Shalom auch auf Nizana ausgedehnt haben, hat die IDF auch hier die Umgebung zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Gestern konnten tatsächlich einige LKWs nach der sicherheitstechnischen Abfertigung nur mit grosser Verzögerung zum Grenzübergang Rafah weiterfahren. Einige Dutzend Demonstranten, die Zahlen schwanken zwischen 18 und 40, wurden nach Zusammenstössen mit der Polizei festgenommen. Einer der berittenen Polizisten wurde dabei gefilmt, wie er sein Pferd bewusst als ‘Waffe’ gegen einen älteren Mann einsetzte. Ob der bei diesem verbotenen Vorgehen verletzt wurde, ist nicht bekannt. Unter den Festgenommenen war auch Yehuda Dee, 15, dessen Mutter Lucy und Schwestern Rina und Maia während des Massakers am 7. Oktober ermordet worden waren.
Seitens der Polizei gab es noch keine Stellungnahme. Seit den Morgenstunden fuhren heute 120 LKWs über Kerem Shalom in den Gazastreifen, 52 weite LKWs wurden in Nitzana abgefertigt und werden über Rafah in den Gazastreifen fahren.
Während der vergangenen 24 Stunden wurden zehn Mitglieder des Palästinensisch-Islamischen Djihad, die sich in einer Schule versteckt hatten und dort eine Raketenabschussrampe zum Einsatz bestückt hatten, eliminiert. Bei heftigen Kämpfen in und um Khan Younis gelang es, mehrere Terrorzellen zu identifizieren und zehn Terroristen zu eliminieren. Wie von der IDF befürchtet, kam es auch im nördlichen Gazastreifen erneut zu Kämpfen, bei denen weitere zehn Terroristen ausgeschaltet wurden.





Die gute Nachricht: Der Bibel-Zoo in Jerusalem und der Safari-Park in Ramat Gan sind immer einen Besuch wert. Die ursprüngliche Idee des Zoos war, hier ausschliesslich Tiere zu präsentieren, die entweder in der Torah erwähnt wurden oder nachweislich in der Region gelebt haben, resp. leben. 1940 wurde der erste Zoo im Garten des Zoologen Aharon Shulov als Kinderzoo eröffnet. Allerdings hatten die unmittelbaren Nachbarn kein Vergnügen an den Gerüchen und Geräuschen und so zog er in eine andere Gegend der Stadt um. Von dort ging es auf den Skopus-Berg. Auch dort war kein langes Verweilen. Nach dem Waffenstillstand mit Jordanien musste das Grundstück geräumt werden. Der Zoo zog erneut um und befand sich zwischen 1950 und 1993 im Zentrum Romema, bis er 1993 seinen endgültigen Standort im Südosten von Jerusalem fand. Im Forschungszentrum der biblischen Zoologie wurden die Tiere des Landes und der Torah klassifiziert. Heute gibt es auch andere Tiere, wobei der Schwerpunkt nach wie vor der gleiche geblieben ist.
Jetzt gab es wieder Neuzuwachs. Zwei Breitlippen-Nashörner, auch bekannt als ‘Weisses Nashorn’ kamen mit einem Austausch-Programm der Europäischen Zoo-Vereinigung aus dem Zoo in Lille (Frankreich) kamen vor wenigen Tagen in Jerusalem an. Das Tier steht auf der Liste der gefährdeten Arten, nachdem die Wilderei für einen Einbruch des Bestandes verantwortlich ist. Die ursprünglich aus den Savannen Afrikas stammenden Tiere haben eine Lebenserwartung von knapp über 50 Jahre.

Die beiden neu angekommenen Tiere, die 8 Jahre alten Bullen Eno und Mephenzi haben ihren Platz nicht in Jerusalem gefunden, sondern im Safari-Park. Dort werden die gefährdeten Tiere schon seit einigen Jahren weiter gezüchtet. Der Platzbedarf im Bibel-Zoo in Jerusalem wäre nicht gewährleistet gewesen. In der ‘Afrikanischen Savanne’ leben dort bereits einige Nashörner, die aber nicht zu Zuchtzwecken herangezogen werden. Eno und Mephenzi haben im Safari-Park schon eine Herde, bestehend aus neun Tieren. Tupac, einer der Jungbullen, wird in den Bibel-Zoo übersiedeln. Seine Verwandtschaft zu den Kühen ist zu nah, um ein problemloses Weiterzüchten zu gewährleisten. Abgesehen davon beginnt er, seinem Vater Atari den Rang als Herden-Chef streitig zu machen. Da macht es doppelt Sinn, den jungen Hitzkopf aus der Herde zu entfernen.
Kategorien:Israel
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