2. Adar I 5784
Sgt. Yuval Peretz, 20, s’’l, verstarb kurz nach seiner Einlieferung in das Hadassah Krankenhaus in Jerusalem an den Folgen einer Hirnhautentzündung. Die Ärzte konnten das Leben des Soldaten trotz unmittelbar nach der Einlieferung begonnener und intensiver Behandlung nicht retten. Über die Hintergründe, wo er sich mit dem aggressiven Krankheitserreger infiziert hatte, wurde nichts bekannt.

Wer in der UNO Karriere machen will, muss eine ganz besondere Einstellung haben: Je eindeutiger sein Antisemitismus ausgeprägt ist, desto schneller und sicherer ist der Weg nach oben. Francesca Albanese, die Sonderberichterstatterin der UNO für palästinensische Gebiete, gehört auf jeden Fall dazu. Gestern antwortete sie dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf ihrem X-Account. Macron hatte das Massaker vom 7. Oktober als «das grösste antisemitische Massaker unseres Jahrhunderts» bezeichnet. Ihre Entgegnung lautete: «Das ‚grösste antisemitische Massaker unseres Jahrhunderts‘? Nein, Mr. @EmmanuelMacron. Die Opfer von 7/10 wurden nicht wegen ihres Judentums getötet, sondern als Reaktion auf die Unterdrückung durch Israel. Frankreich und die internationale Gemeinschaft haben nichts getan, um sie zu verhindern. Mein Beileid an die Opfer.» Das Aussenministerium reagierte prompt. «Es [den antisemitischen Hintergrund des Massakers] zu bestreiten, ist ein Fehler. Es zu rechtfertigen, indem man den Namen der Vereinten Nationen nennt, ist eine Schande. Diese Äusserungen sind umso skandalöser, als der Kampf gegen Antisemitismus und alle Formen von Rassismus im Mittelpunkt der Gründung der UNO standen.» Der israelische Regierungssprecher Eylon Levy lobte Frankreich für seine entschiedene Reaktion auf die Aussagen dieser ‘schrecklichen UN-Beamtin’. Der israelische Aussenminister Israel Katz hat bereits die sofortige Entlassung von Albanese gefordert.






Unmittelbar neben dem Hauptquartier der UNWRA hat die IDF die bisher bedeutendste Infrastruktur der Hamas-Terror- Organisation entdeckt. Die Zentrale umfasst einen Elektroraum, professionelle IT-Anlagen, ein Serverraum für moderne PC-Systeme, Wohn- und Aufenthaltsräume, Küchen und Sanitäranlagen. Durch den Ort unterhalb des UNRWA-Zentrums galt der dafür gewählte Ort als sehr sicher und geschützt vor Angriffen. Das Hauptquartier befindet sich im beliebten Vorort Rimal von Gaza City, einem Ort, der als bereits gereinigt und erobert galt. Zum Zeitpunkt der Kämpfe um Gaza City war der Ort noch unbekannt, mittlerweile habe es genügend geheimdienstliche Informationen, um dort erneut mit der Suche zu beginnen. «Wir hatten eine Informationsbasis, aber nicht genug, um 20 Meter tief zu graben und den Tunnel zu finden, wir brauchten etwas mehr. Wir haben Informationen von Gefangenen, die wir gefangen nehmen, von Computern, die wir finden, von Dokumenten und Karten.» Philippe Lazzarini, CEO der UNRWA, beteuerte gestern Abend, nichts von den Aktivitäten der Hamas direkt unter ‘seinem Haus’ gewusst zu haben. Die UNRWA hatte, laut seiner Aussage, bereits am 12. Oktober den Gazastreifen verlassen. «Wir haben die Gebäude seither nicht mehr genutzt und haben deshalb auch keine Informationen mehr über irgendwelche unterirdischen Aktivitäten.» Ein im Hof des Gebäudekomplexes aufgefundener Tunneleinstieg wurde sicher nicht erst nach dem 12. Oktober gebaut, er muss mit schweigender Billigung der UNRWA schon lange vorher dort gewesen sein. Die neuentdeckte Infrastruktur lässt erneut Befürchtungen aufkommen, dass die Infiltration der UNRWA durch die Hamas noch deutlich höher ist, als bisher vermutet. Der israelische Botschafter zur UNO, Gilad Erdan twitterte gestern in Richtung Lazzarini «@UNLazzarini es ist nicht so, dass Sie es nicht wussten, es ist so, dass Sie es nicht wissen WOLLTEN. Wir haben Terrortunnel unter UNRWA-Schulen aufgedeckt und Beweise dafür geliefert, dass die Hamas die UNRWA ausnutzt. Wir haben gebeten, eine umfassende Durchsuchung aller UNRWA-Einrichtungen in Gaza durchzuführen. Aber Sie haben sich nicht nur geweigert, sondern auch den Kopf in den Sand gesteckt. Übernehmen Sie die Verantwortung und treten noch heute zurück! Jeden Tag finden wir weitere Beweise dafür, dass in Gaza die UN = Hamas ist und umgekehrt. Allem, was die UN über Gaza sagt oder behauptet, kann man nicht trauen.»
Netanyahu hat wieder eines seiner mittlerweile zur Routine gewordenen Interviews mit ausländischen Medien gegeben. Das letzte Interview mit ABC wurde heute ausgestrahlt. Auszüge des Interviews wurden bereits vorher bekannt. So betonte Netanyahu, dass jeder, der Israel drängt, von einem Angriff auf Rafah abzusehen, im Prinzip erwartet, dass Israel die Hamas nicht besiegen soll. «Wir werden die verbleibenden Hamas-Terrorbataillone in Rafah, der letzten Bastion, erwischen. Diejenigen, die sagen, dass wir unter keinen Umständen in Rafah einmarschieren sollen, wissen im Grunde, dass wir dann den Krieg verlieren.» Es ist einerseits verständlich, dass Netanyahu das zweite Ziel des Krieges, die Hamas auszuschalten, erreichen will. «Das Militär wird für einen sicheren Durchgang für die Zivilbevölkerung sorgen. Ängste vor einer Katastrophe sind völlig überflüssig. Wir erarbeiten einen detaillierten Plan dafür. Der absolute Sieg ist in greifbarer Nähe.» Dass er aber dabei völlig aus dem Blick verliert, dass es für die mehr als 1 Millionen Menschen, die dorthin evakuiert wurden, keine weitere Fluchtroute nach Süden mehr gibt, spricht für seine stark reduzierte Wahrnehmung der Realität.Offenbar ist das Militär nicht ganz von seinem Wunschdenken überzeugt. Generalstabschef Herzi Halevi hatte am Freitag betont, die IDF warte auf konkrete Pläne seitens der Regierung, was mit der Zivilbevölkerung geschehen solle, bevor sie den Angriff auf Rafah starten. Ein Sprecher der Hamas hat heute über den al-Aqsa Kanal verlautbart, dass jeder Angriff auf Rafah durch die IDF die Verhandlungen über die Freilassung der Geiseln beenden werde.

GStA Gali Baharv-Miara hat sich mit einem Schreiben an alle Regierungsmitglieder gewandt. In der vergangenen Zeit sei es immer wieder vorgekommen, dass der Regierung Papiere mit wesentlichen Entscheidungen zur Bewilligung vorgelegt worden seien, die nicht in allen Punkten rechtlich einwandfrei waren. Sei es, dass sie formal falsch formuliert waren, oder dass sogar ein rechtliches Hindernis bestand, sie umzusetzen. Nachdem die meisten Entscheidungen wirtschaftliche, sicherheitspolitische oder soziale Folgen haben, muss, so die GStA, gewährleistet sein, dass die Anträge und Entscheidungen nicht angezweifelt werden können. Sie weist die Regierung an, alle auf unzulässige Art getroffenen Entscheidungen rückgängig zu machen und nach Abschluss der erforderlichen vorhergehenden fachlichen und juristischen Überprüfung erneut zur Abstimmung zu bringen. Dazu gehören vor allem Anträge, die eindeutige Kompetenzübertretungen einzelner Ministerien oder des PM darstellen.
Wieso es dazu überhaupt kommen kann, dass rechtlich nicht einwandfreie Unterlagen auf dem Kabinettstisch landen, ist nicht verständlich. Hinter jedem Minister gibt es das Ministerium, dem ein Direktor vorsteht. Hier werden alle Papiere vorbereitet und es sollte selbstverständlich sein, dass es im Ministerium auch mindestens einen rechtskundigen Mitarbeiter gibt, der alle Papiere, die den Raum verlassen, auf ihre Korrektheit hin überprüft. Der Minister selbst ist schlussendlich nur das ausführende Organ, das das Ministerium nach aussen hin vertritt.


Zwei arabische Israelis wurden wegen des starken Verdachts auf Zusammenarbeit mit der Hamas, und Planung weiterer Anschläge nach dem 7. Oktober angeklagt. Gegen Rami Habibullah, 43, und Khaled Saleh, 35, aus dem in der Nähe von Nazareth liegenden arabisch-muslimischen Ort Ein Mahil, wird von der Staatsanwaltschaft Anklage wegen Verschwörung zur Begehung von Terrorakten und Kontaktaufnahme zu ausländischen Terroristen erhoben. Bevor die Anklage erhoben wurde, wurde der Fall gemeinsam von Polizei und Shin Bet untersucht. Beide Stellen betonten, dass die Untersuchungen zu einem so frühen Zeitpunkt abgeschlossen waren, dass noch kein sicherheitstechnischer Schaden entstanden sei.
Die ehemals hervorragenden Beziehungen zwischen Israel und den USA befinden sich in einer tiefen Krise. Netanyahu und US-Präsident Joe Biden werden möglicherweise heute im Laufe des Abends miteinander telefonieren. Es wäre dies das erste Mal seit Biden vor einigen Tagen erstmals recht scharfe Kritik am israelischen Vorgehen in Gaza geäussert hat. Einem Insider-Bericht aus den USA zufolge haben enge Berater den Präsidenten gedrängt, sich deutlicher von Netanyahu zu distanzieren. Biden sei, so wird behauptet, zunehmend frustriert wegen der Militäroperationen in Gaza. Die Kluft zwischen den beiden Regierungschefs werde immer tiefer. Einer der Hauptkritikpunkte ist die von Netanyahu geplante Offensive in Rafah. Das Weisse Haus und das Aussenministerium erklärten letzte Woche, dass sie eine IDF-Operation in der Stadt nicht unterstützen werden, bevor umfangreiche Planungen zum Schutz der Zivilbevölkerung durchgeführt worden seien. «Sie leben bereits in Zelten und bekommen nicht genug Nahrung und Wasser, und Sie sagen, sie sollen woanders hingehen. Wohin? Wie sollen sie dorthin gelangen?» Eine Frage, die auch der Generalstabschef schon gestellt hat und deren Beantwortung er dringend erwartet, bevor er mit der Offensive beginnen wird.

Auf einer zufällig aufgefundenen Body-Cam eines Hamas -Terroristen befanden sich Aufnahmen, die einige Terroristen dabei zeigen, wie sie ein Haus im südlichen Khan Younis verminen. Die IDF konnte das Gebäude lokalisieren und die Sprengfallen neutralisieren, bevor sie das Gebäude betraten. In den letzten Tagen wurden Dutzende Häuser in und um Khan Younis durchsucht, um sie von möglicherweise dort versteckten Sprengfallen zu säubern.
Der Sprecher der al-Qassam Brigaden teilte heute über den Telegram-Kanal der Hamas mit, dass bei Luftangriffen der IAF zwei israelische Geiseln getötet und acht weitere verletzt worden seien. «Die Bedingungen für sie werden immer gefährlicher, da es nicht möglich ist, ihnen eine angemessene Behandlung zukommen zu lassen. (Israel) trägt die volle Verantwortung für das Leben der Verletzten angesichts der fortgesetzten Bombardierung.» Selbstverständlich gab es keine Belege für diese Aussage.


Die gute Nachricht: Nach so vielen antisemitischen Vorfällen im Sport kommt endlich einmal eine gute Nachricht. Werder Bremen, derzeit mit 26 Punkten im Mittelfeld der deutschen Fussball – Bundesliga dahin dümpelnd wird von ynetnews als ‘pro-zionistischster Club’ beschrieben. Im Stadium sind immer wieder Banner zu sehen, auf denen die Unterstützung Israels gefordert wird, Politiker werden vom Vereinsvorstand kontaktiert, um sie von einer Erklärung zu überzeugen, dass die israelischen Geiseln sofort freigelassen werden müssen. Seit dem 7. Oktober zeigen die Spieler ihre Solidarität mit Israel zeigen. Beide, die Frauen- und die Männermannschaft tun ihr Bestes, um Israel in diesen schweren Tagen nicht allein zu lassen. Auf Schildern, teils auf Deutsch, teils sogar auf Ivrith fordern sie die Freilassung und gedenken der von den Hamas-Terroristen entführten Inbar Heymann. Inbar ist wie ihr Freund Noam Mitglied der Fan-Gemeinde von Maccabi Haifa, die über eine Fanfreundschaft mit Werde Bremen verbunden ist. Inbar ist Grafikdesignerin und hatte erst vor Kurzem den Bundesligisten Tipps gegeben, wie sie sich optisch besser vermarkten könnte. Auf ihrer X-Plattform hatte Werder auch aufgerufen, alle Informationen über einen weiteren verschleppten Fussballfan, Hersh Goldberg-Polin zu teilen, der dringende medizinische Hilfe braucht. Bremen unterstützt sieben Fan-Clubs, zwei davon sind extrem Israel-freundlich. Gegenseitige Besuche festigen die Freundschaft. «Dank unserer persönlichen Bindungen verstehen wir den Ernst der Lage. Im Gegensatz zu vielen anderen in der Gesellschaft verstehen wir, dass Israel hier nicht der Bösewicht ist und Hamas keine Freiheitskämpfer sind. Dieses Verständnis mündete schnell in Solidaritätsbekundungen und Bannern.»
Danke, Werder! Yishar koach!
Kategorien:Israel
Hinterlasse einen Kommentar