5. Adar II 5784

Netanyahu hat sich sehr negativ zur Rede von Chuck Schumer zur derzeitigen Situation in Israel geäussert. «Israel ist keine Bananenrepublik und ich verbitte mir, dass er die israelische Regierung untergräbt.» Der israelische Botschafter in den USA, Michael Herzog, veröffentlichte seine Antwort auf der Plattform ‘X’: «Israel ist eine souveräne Demokratie. Es ist wenig hilfreich, die innenpolitische Szene eines demokratischen Verbündeten zu kommentieren, umso mehr, da sich Israel im Krieg gegen die völkermörderische Terrororganisation Hamas befindet. Es ist kontraproduktiv für unsere gemeinsamen Ziele.» Oppositionsführer Yair Lapid wertet die Aussagen als Beweis, dass Netanyahu einen Anhänger nach dem anderen weltweit verliert. «Was noch schlimmer ist, er tut es absichtlich. Netanyahu verursacht ernsthafte Schäden an den nationalen Bemühungen, den Krieg zu gewinnen und die Sicherheit Israels beizubehalten.» Benny Gantz hingegen äusserte sich verhalten kritisch: «Israel ist eine starke Demokratie, und nur seine Bürger werden seine Führung und seine Zukunft bestimmen.» Hoffentlich behält er Recht damit und die Israelis wissen, wen sie bei den nächsten Wahlen nicht mehr wählen dürfen, wenn auch in zehn Jahren Israel noch ein selbstständiger, demokratischer Staat sein soll!

Gideon Sa’ar, der sich vor zwei Tagen aus der Fraktion mit Benny Gantz gelöst hat, erhebt Anspruch darauf, einen vollwertigen Einsitz im Kriegskabinett zu bekommen. Gleichzeitig erhebt auch der rechtsextrem-nationalistische Smotrich einen Anspruch auf einen Platz. Er begründet sein Ansuchen damit, «dass dadurch eine ausgewogenere Entscheidungsbasis erreicht werden kann. Wenn das Kriegs-Kabinett neu aufgestellt wird, dann möchte ich unbedingt dabei sein.» Prima, und dann bitte auch noch Ben-Gvir und Golfknopf mit hineinnehmen, dann wird Israel bestimmt nie gewinnen, vor lauter Blockaden und Hindernissen…..Dümmer geht’s nicht! Dann sitzen dann fast ausschliesslich unfähige Nicht-Politiker in diesem Kabinett.

Israel überprüft derzeit die neuen Bedingungen, die von der Hamas an das Zustandekommen einer neuen Vereinbarung geknüpft wurden. Das entsprechende Schreiben wurde Mossad-Chef David Barnea am Donnerstag vom katarischen Premierminister Mohammed Al Thani übergeben. Es wurde Stunden, nachdem ein israelischer Beamter mitgeteilt hatte, dass es ‘positive Anzeichen’ für Fortschritte in den Gesprächen gebe, verschickt. Es sei jedoch noch zu früh, um sagen zu können, ob dies zum Beginn von neuen Verhandlungen führen werde. Als erstes sollen Frauen, Kinder, ältere und kranke Geiseln im Austausch für die Freilassung von 700 bis 1.000 palästinensischen Gefangenen freigelassen werden. Unter den palästinensischen Gefangenen sollen auch mindestens 100 sein, die lebenslange Strafen verbüssen. Das ist etwas, was Israel bisher strikt abgelehnt hat. Der Vorschlag wird heute vom Kriegs- und Sicherheitskabinett überprüft. Die Hamas lehnte es rundheraus ab, über zwei für die Israelis unabdingbare Themen zu sprechen: Die aktualisierte Liste der lebenden und toten Geiseln, sowie das genau definierte Verhältnis, wie viele Gefangene pro Geisel freigelassen werden müssen.

Der Kapitän und die Crew der ‘Galaxy Leader’, die am 19. November von den Houthi-Terroristen im Roten Meer gekapert und seither festgehalten wird, wurden laut Aussagen der Houthis der Hamas und den al-Qassam Brigaden übergeben. Die Crew umfasst 17 Philippinos, zwei Bulgaren, drei Ukrainer, zwei Mexikaner und einen Rumänen. Der Autofrachter war zum Zeitpunkt der feindlichen Übernahme von einem japanischen Unternehmen gechartert worden und segelt unter der Flagge der Bahamas.

Nach dem tragischen Zwischenfall vom Februar, der mit mehr als 100 Toten und zahlreichen Verletzten endete, als Gazaner versuchten, einen Lebensmittelkonvoi zu plündern, kam es gestern erneut zu einem ähnlichen Zwischenfall. Die IDF hatten einen Konvoi von 31 LKWs mit Hilfsstoffen und Lebensmitteln auf den Weg gebracht. Erste Untersuchungen ergaben folgende Ergebnisse: Bereits etwa eine Stunde, bevor der Konvoi im nördlichen Gazastreifen ankam, hatten sich zahlreiche Menschen auf dem ‘Kuweit Platz’ versammelt, die auf den Konvoi warteten. Hamas-Terroristen hatten sich bereits früher dort eingefunden und eröffneten das Feuer auf die wartende Menge, in dem Moment, als der Konvoi sich näherte. Obwohl die Menge trotzdem damit begann, die Wagen zu plündern, schoss die Hamas weiter auf die Zivilisten. Neben 21 Toten und mehr als 150 Verletzten durch den gezielten Beschuss, wurden einige Personen von den LKWs überfahren. Die Untersuchung ergab, dass von der IDF weder geschossen wurde, noch Panzer eingesetzt wurden und auch die IAF nicht vor Ort war. Die Hamas beschuldigte natürlich sofort Israel ein weiteres ‘’Massaker’ verursacht zu haben.
Unter einem Feld, auf dem Paprika angebaut wird, konnte die IDF einen 200 m langen Tunnel aufdecken, der in der Nähe von Hamas Town in Khan Younis endete. Der Tunnel wurde unmittelbar nach der Entdeckung zerstört.
Das erste Schiff mit Hilfsgütern und Lebensmitteln ist nach zweitägiger Fahrt vor der Küste von Gaza angekommen. Diese erste Lieferung galt als Pilotversuch, der erfolgreich verlaufen ist.
Kategorien:Israel
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