21. Nissan 5784

Die NGO ‘World Central Kitchen’, die ihre Arbeit nach dem Anschlag auf einen Konvoi am 1. April, bei dem sieben ihrer Mitarbeiter ihr Leben verloren, eingestellt hatten, haben ihre Hilfslieferungen nach Gaza wieder aufgenommen. Das gaben sie am Sonntag bekannt. Sie werden ihre Hilfslieferungen auf dem See- und Landweg nach Gaza bringen. Auch die Eröffnung einer dritten Küche ist geplant, die nach dem getöteten polnischen Mitarbeiter ‘Damian’s Kitchen’ heissen wird. Diese Arbeit ist äusserst wichtig für die Versorgung der zivilen palästinensischen Bevölkerung, ich freue mich, dass sie weitergeht!
Der temporäre Landungssteg, der von US-amerikanischen Armee- und Marinesoldaten gebaut wird, wird insgesamt US$ 320 Millionen kosten. An den Konstruktionsarbeiten sind etwa 1.000 Personen beteiligt, deren Lohnkosten im oben genannten Betrag beinhaltet sind. Senator Roger Wicker, Rep., bedauerte: «Die Kosten sind nicht gestiegen, sie sind explodiert. Diese Summe ist eine Belastung für die Bevölkerung, vor allen Dingen, weil der Steg nur etwa 90 Tage genutzt werden soll.» Davon war bisher in keinen Medien die Rede, das ist eine ganz neue Information!
Die israelische Verhandlungsdelegation wurde von Ägypten eingeladen, ab heute wieder an den Verhandlungen teilzunehmen. Die zu Katar gehörende Zeitung al-Arabi al-Jadid wurde zitiert: «Die Einladung zielt darauf ab, den Prozess zu beschleunigen und die notwendigen Klarstellungen bezüglich der Kommentare zu liefern, die von der Hamas-Delegation vorgelegt werden, die ebenfalls anwesend sein werden.» Mit einem Seitenblick auf die Taktik von Netanyahu wird weiter zitiert: «Die eingeladene israelische Delegation soll befugt sein, Antworten auf die von der Hamas gestellten Fragen zu geben, auch ohne offizielle Positionen zu vertreten.» Netanyahu darf also seiner Delegation nicht, wie bisher, einen Maulkorb verpassen und sie zu Marionetten seiner privaten Politik machen.

Der ägyptische Aussenminister Sameh Shoukry gab auf einem Sondertreffen des ‘Welt- Wirtschafts-Forums’ in Riyadh seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Hamas den Vorschlag Israels zu einer Vereinbarung zur Freilassung der Geiseln zustimmen wird. «Dieser Vorschlag berücksichtigt die Positionen beider Länder», so hielt er fest.

Der US-amerikanische Aussenminister Antony Blinken hofft, «… dass die Hamas das ‘ausserordentlich grosszügige’ Angebot Israels zu Einstellung der Offensive im Gazastreifen im Gegenzug zur Freilassung der Geiseln annehmen wird. Sie müssen sich entscheiden – und sie müssen sich schnell entscheiden. Ich bin zuversichtlich, dass sie die richtige Entscheidung treffen werden.» Besorgt zeigt er sich, dass von Israel noch kein klarer Vorschlag erfolgt ist, wie die Bevölkerung von Rafah evakuiert werden soll, falls es doch zu einer Bodenoffensive kommt.

Mousa Abu Marzouk, hochrangiger Hamas-Terrorist erklärte, dass weder die Türkei, noch Syrien, noch der Irak als neues Exil in Frage kämen, falls sie Katar verlassen müssten. Das allerdings, so hielt er fest, steht derzeit nicht zu Diskussion. Ihr Wunschland ist Jordanien. «Jordanien ist ein Land, das den palästinensischen Widerstand unterstützt und die Hamas unterhält eine positive Beziehung zur jordanischen Regierung.» Sowohl für das Jordanische Königshaus als auch für Israel könnte diese Entscheidung sehr negativ sein. Jordanien und Israel haben einen, wenn auch recht kühlen Friedensvertrag, der u.a. regelt, wie die Wasserversorgung von Jordanien gegen Stromlieferungen nach Israel geregelt ist. Wenn sich die Führungsspitze der Hamas in Jordanien einnistet, werden sich die Beziehungen weiterhin abkühlen. Nicht davon zu sprechen, dass das Königshaus dann in akute Gefahr gerät.

Die Hisbollah hat vor wenigen Minuten die Verantwortung für den Beschuss mit mehr als 30 Raketen auf den Norden Israels übernommen. Der Alarm wurde in einigen Orten in der Nähe der Grenze ausgelöst. Die meisten Raketen wurden abgefangen, einige stürzten in offenem Gebiet ab, ohne Schaden anzurichten. Kurze Zeit nach der Meldung der Hisbollah bekannte sich die Hamas dazu, mit den Raketen eine israelische Militärbasis in der Nähe von Kiryat Shmona angegriffen zu haben. Während der Nachtstunden hatte die IDF Stellungen der Hisbollah im Süden des Libanon angegriffen. Dabei wurden einige Gebäude, die von der Hisbollah genutzt wurden, in Jabal Blat und Marwahin zerstört.

Die Houthi-Terroristen haben fünf Drohnen in Richtung Rotes Meer und Israel abgeschossen. Diese wurden von US-amerikanischen Abfangsystemen neutralisiert. Die Drohnen hätten, so wurde betont, eine grosse Bedrohung für alle in der Region segelnden Schiffe bedeutet. «Unsere Aktionen, die Drohnen abzufangen, sind wichtig, um die Bewegungsfreiheit und Sicherheit der Schifffahrt in der Region zu garantieren. Das gilt sowohl für unsere eigenen Schiffe als auch für die der Koalition und die Handelsschiffe.» Zwei Stunden später meldete die ‘UK Maritime Trade Operations’ dass es einen Vorfall etwa 54 sm nordwestlich von Mokha gegeben habe, ohne allerdings weitere Einzelheiten bekanntzugeben. Mittlerweile wurde bekannt, dass es sich bei dem Containerschiff um ein unter maltesischer Flagge segelndes Schiff handelt, das unterwegs von Djibouti nach Jeddah, Saudi-Arabien war.
Bei einem Angriff der IAF auf drei Häuser in Rafah sind über Nacht mindestens 27 Personen getötet und zahlreiche Personen verletzt worden. Das behauptet zumindest das ‘Gesundheitsministerium’ in Gaza. Von der IDF kam bisher noch kein Kommentar.
Dieser Vorfall erinnert doch sehr an einen Bericht vom 21. April, der ausschliesslich in pro-arabischen und einigen US-amerikanischen Zeitungen erschien, ohne auf eine Quelle zu verweisen. Diesem Bericht zu Folge hatte das ‘Gesundheitsministerium’ in Gaza behauptet, dass bei einem Luftangriff der IAF angeblich 22 Personen, darunter 18 Kinder getötet wurden. Hätte dieser Vorfall tatsächlich stattgefunden, so wäre ein internationaler Aufschrei die Folge gewesen.


Susan Abigail Sarandon, Schauspielerin, 77, bestreitet, dass die Massaker vom 7. Oktober stattgefunden haben, und rechtfertigt die Ablehnung des Waffenstillstandes, wie ihn Israel vorgeschlagen hat. 2015 unterstützte sie den selbsthassenden Juden Bernie Sanders in seiner Wahlkampagne. Sie nannte ihn «mutig und besonnen in Krisenzeiten.» Gottseidank verlor er bereits die Vorwahlen.
Sarandon behauptete einer pro-israelischen Aktivistin, Keren Picker, gegenüber, dass die Hamas die Vorschläge ablehne, weil sie ‘schreckliche Geschäfte’ seien. Die Massenvergewaltigungen während des Massakers verwies sie in den Bereich der Mythen: «Wir wissen, dass all diese Mythen über Babys in Öfen und die Vergewaltigungen…» fuhr Sarandon fort, während Picker sie unterbrach und betonte: «Das ist kein Mythos. Sie leugnen die Terrorakte, die am 7. Oktober so vielen unschuldigen Zivilisten angetan wurden.»
Kategorien:Israel
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