01. Ijar 5784

Die IDF musste leider erneut den Tod eines Soldaten bekanntgeben. Staff Sgt. Haim Sabach,20, s’’l, wurde durch einen Raketen- und Granaten-Angriff der Hisbollah in Maika, nahe der libanesischen Grenze getötet. Ein weiterer Soldat wurde beim gleichen Angriff leicht verletzt.

US-Präsident Joe Biden hat eine unmissverständliche Botschaft an Netanyahu geschickt: «Israel wird sich entscheiden müssen, zwischen Rafah und unseren Waffen.» Die USA werde Israel weder mit Angriffswaffen ausstatten noch im Kampf in besiedelten Gebieten von Rafah unterstützen. «Ich habe Bibi und dem Kriegskabinett klargemacht: Sie werden unsere Unterstützung nicht bekommen, wenn sie in diese Bevölkerungszentren vordringen.» Die Amerikaner beklagen, dass Israel keinen klaren Plan vorgelegt hat, wie die mehr als 1 Million Menschen, die in Rafah Schutz gesucht haben, in Sicherheit gebracht werden sollen. Erstmals beantwortete er auch die Frage, ob die von den USA gelieferten 500-Pfund-Bomben Zivilisten in Gaza getötet hätten «Infolge dieser Bomben und anderer Methoden, mit denen Israel Bevölkerungszentren angreift, wurden in Gaza Zivilisten getötet.» Immerhin unterschied Biden zwischen der angekündigten Bodenoffensive gegen Rafah und der derzeitigen eingeschränkten Operation an der Grenze zwischen Rafah und Ägypten. «Auch das verursacht Probleme mit Ägypten. Und es ist einfach alles falsch. Also werden wir keine Waffen und Artilleriegranaten liefern.» Weiterhin geliefert werden Verteidigungswaffen und Abfangraketen, die sicherstellen sollen, dass Israel auf jeden Angriff entsprechend reagieren kann. «Wir weichen nicht von der Sicherheit Israels ab. Wir entziehen uns aber der Fähigkeit Israels, in besiedelten Gebieten Krieg zu führen.»
Die Reaktion auf die Aussagen von US-Präsident Joe Biden liessen nicht lange auf sich warten. Regierungsvertreter in Jerusalem betonten, die Militäroperation in Rafah werde trotz der offen ausgesprochenen Drohung weitergeführt. Oppositionsführer Yair Lapid beschuldigte Netanyahu, die bisher guten und zuverlässigen Beziehungen mit den USA dank seinem ‘verfehlten Management’ beschädigt zu haben. Der ehemalige US-Präsident Trump warf Biden vor, sich auf die Seite der Hamas gestellt zu haben. Dies erklärte auch der rechtsextreme Minister Ben-Gvir in seinem X-Account.

Aussenminister Israel Katz schrieb dort ebenfalls: «Israel wird den Kampf gegen die Hamas bis zu ihrer Zerstörung fortsetzen. Es gibt keinen gerechteren Krieg als diesen.» Der israelische UN-Botschafter Gilad Erdan zeigte sich enttäuscht: «Wenn Israel eingeschränkt wird, ein so wichtiges und zentrales Gebiet wie Rafah zu betreten, wo es Tausende von Terroristen, Geiseln und Hamas-Führern gibt, wie genau sollen wir dann unsere Ziele erreichen?»

Die gesamte Opposition forderte den rechtsextremen Ben-Gvir unisono auf, sofort zurückzutreten und bezog sich dabei auf seine schandbare Mitteilung gegen US-Präsident Joe Biden. Die Politiker gaben ihrer Sorge Ausdruck, dass alles, was von der Unterstützung und pro-Israel Stimmung in der US-amerikanischen Politik noch übrig sei, vernichtet werde. «Wenn Netanyahu Ben-Gvir heute nicht feuert, gefährdet er jeden Soldaten der IDF und jeden Bürger im Staat Israel.» erklärte Oppositionsführer Lapid. Später forderte er Yoav Gallant, Benny Gantz und Gadi Eisenkot dazu auf, Netanyahu zu drängen, Ben-Gvir aus dem Amt zu entfernen.
Efrat Rayten, Awoda, warnte in einem Tweet, dass «der potenzielle Schaden für Israel durch diesen infantilen Tweet unkalkulierbar ist. Das ist nicht Ben Gvir, der Provokateur, sondern der nationale Sicherheitsminister des Staates Israel, der auf Englisch schreibt, damit die ganze Welt weiss, was Netanyahu denkt. Wenn Netanyahu diesen Tweet nicht entschieden und öffentlich verurteilt, dann unterschreibt er ihn mit seinen Namen darunter.»
Der israelische Präsident Isaac Herzog verurteilte die Aussage von Ben-Gvir auf das Schärfste als ‘unverantwortlich und beleidigend’. US-Präsident Joe Biden bezeichnete er als zuverlässigsten und grossartigsten Freund Israels, der sich «vom ersten Tag des Krieges als solcher erwiesen hat.»

Zunächst gab es keine Reaktion von Netanyahu. Später re-postete er jedoch seine Rede in Yad VaShem vom Holocaust Gedenktag. Darin hiess es: «Heute stehen wir erneut Feinden gegenüber, die unsere Zerstörung anstreben. Ich sage den Führern der Welt: Kein noch so grosser Druck, keine Entscheidung eines internationalen Forums wird Israel davon abhalten, sich zu verteidigen. Wenn Israel gezwungen ist, allein zu stehen, wird Israel allein dastehen. Unzählige anständige Menschen auf der ganzen Welt unterstützen unsere gerechte Sache. Wir werden unsere völkermörderischen Feinde besiegen. Nie wieder ist jetzt!» Das ist erneut eine Watsch’n ins Gesicht von US-Präsident Joe Biden. Als guter Freund sollte er erwarten können, dass ein solches tiefgehendes Zerwürfnis nicht mit einer ‘Konserven-Nachricht’ repariert wird, sondern mit einem persönlichen Gespräch.


Erstmals in der Geschichte wurden in den vergangenen Tagen 30 ultraorthodoxe Rekruten in die Grenzpolizei eingezogen, um dort ihren regulären Dienst abzuleisten. Die Grenzpolizei bietet für haredische und orthodoxe Soldaten eine Möglichkeit, ihren Dienst mit Rücksichtnahme auf ihre speziellen Bedürfnisse abzuleisten. Bisher gab es spezielle Einheiten für diese Gruppen nur beim Militär. Bravo!




Aktivisten der Gruppe Tzav 9 gaben an, in der Nacht erneut die Weiterfahrt von LKWs mit Hilfsgütern in den Gazastreifen blockiert zu haben. Ihre Forderung ist, dass zuerst alle Geiseln befreit werden müssen, bevor humanitäre Hilfe oder Lebensmittel in den Gazastreifen gebracht werden. Nach eigenen Angaben waren etwa 500 Personen in der Nacht und am frühen Morgen daran beteiligt, die Zufahrtstrasse von Jordanien nach Eilat und nach Mitzpe Ramon zu blockieren. Die Strassen werden von jordanischen Transporten als Zufahrt zu den Kontrollpunkten entweder in Nitzana oder Kerem Shalom genutzt. 20 Aktivisten wurden festgenommen. Hunderte von Aktivisten blockierten bis nach 17 Uhr Ortszeit die Einfallstrasse nach Mitzpe Ramon. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, die jedoch nicht den gewünschten Erfolg erzielten.



Huthi-Terroristen haben erneut drei Schiffe im Golf von Aden und im Indischen Ozean angegriffen. Die MSC DEGO und MSC GINA wurden im Golf von Aden einmal angegriffen, die MSC Vittoria im Indischen Ozean und noch einmal im Golf von Aden. Die MSC Diego, ein Containerschiff, liegt derzeit vor Djibouti auf Anker. Sie segelt unter der Flagge von Panama. Auch die MSC Gina, die ebenfalls unter der Flagge von Panama segelt, liegt dort. Die MSC Diego war auf ihrem Weg von Salalah, Oman, nach Djibouti gleich zweimal angegriffen worden, erreichte ihr Ziel aber unbeschädigt.

Bei den fortgesetzten Operationen in Rafah wurden in den letzten Stunden etwa 30 Mitglieder der palästinensischen Hamas-Terror-Organisation neutralisiert. Zuvor hatte die IAF etwa 100 gezielte Angriffe auf terroristische genutzte Gebäude und Anlagen geflogen. Diese gezielten Angriffe sind die Reaktion auf den wieder intensivierten Beschuss auf den Süden Israels aus Gaza. Bei einem zweiten Vorfall wurden laut Angaben der IDF weitere 50 bewaffnete Terroristen neutralisiert. 150.000 Zivilisten konnten aus Rafah bisher evakuiert werden, viel zu wenige, wenn man bedenkt, dass sich immer noch mehr als 1 Million Menschen dort aufhalten.
In einem gezielten Drohnenangriff auf ein Fahrzeug der Hisbollah-Terroristen wurden vier Mitglieder einer Spezialeinheit der Hisbollah neutralisiert. Dieser Angriff durch die IDF war die Reaktion auf einen heftigen Beschuss mit Panzer-Abwehr-Raketen vom heutigen Vormittag aus dem Süden des Libanon. Vor etwas mehr als einer Stunde kam es erneut zu starkem Beschuss durch die Hisbollah. In Shlomi, nahe der Grenze, kam es zu einem Brand. Die Feuerwehr ist vor Ort, um diesen zu löschen.
Kategorien:Israel
Hinterlasse einen Kommentar