3. Ijar 5784


Erneut musste die IDF den Tod von fünf Soldaten bekanntgeben. Sgt. Itay Livny, 19, Sgt. Yosef Dassa, 19, Sgt. Ermiyas Mekuriyae, 19, und Sgt. Daniel Levy, 19, s’’l, verloren ihr Leben in Zeitoun, einem Vorort von Gaza City durch die Explosion einer Sprengfalle. Kurze Zeit später fiel auch Staff Sgt. Ariel Tsym, 20, s“l bei Kämpfen in Zeitoun. Die IDF war bereits mehrfach in das Gebiet zurückgekehrt, nachdem die Hamas dort wieder neue Terror-Zellen aufgebaut hatte. Bei dem tragischen Vorfall war die IDF dabei, einen Schulkomplex zu stürmen, in dem sie Waffen, Terroristen und Tunneleingänge vermuteten und auch fanden. Beim gleichen Vorfall wurden zwei weitere Soldaten schwer verletzt.

Mit dem beschämenden Ergebnis von 143 Stimmen für und nur 9 Stimmen gegen den Antrag auf Vollaufnahme der Palästinenser in die UNO wurde dieser angenommen. Abgelehnt haben: Argentinien, Tschechien, Ungarn, Israel, Mikronesien, Nauru, Papa Neu Guinea, Palau und die USA. Zahlreiche EU-Staaten stimmten für den Antrag. 25 Staaten enthielten sich der Stimme.
Er geht nun zur erneuten Abstimmung an den US-Sicherheitsrat zurück. Dort muss er einstimmig angenommen werden, um erneut der GV vorgelegt zu werden. Im Sicherheitsrat dürfen wir darauf hoffen, dass er von den USA blockiert wird.
Mit diesem Votum anerkennt die UNO die Palästinenser als ‘beitrittsberechtigt’, ein wunderbares Geschenk an die palästinensische Terror-Organisation Hamas! Die Resolution «… stellt fest, dass der Staat Palästina … daher zur Mitgliedschaft zugelassen werden sollte. Wir empfehlen dem Sicherheitsrat, die Angelegenheit wohlwollend zu prüfen.»
Der israelische Aussenminister Israel Katz bedauerte: «Die absurde Entscheidung, die heute in der UN-Generalversammlung getroffen wurde, unterstreicht die strukturelle Voreingenommenheit der UN und die Gründe, warum sie sich unter der Führung von UN-Generalsekretär Guterres in eine irrelevante Institution verwandelt hat.»


Der israelische Botschafter zur UNO, Gilad Erdan, schredderte eine Kopie der UN-Charta, um zu zeigen, was damit geschehen ist. Sie besagt u.a., dass die UNO ‘friedliebenden Staaten’ offensteht. Dass ein zukünftiges Palästina nicht dazu gehört, ist klar. Erdan zeigt seine Horrorvision denn auch auf einem Plakat.


Die UNO hat offensichtlich die Zahl der bisher im Laufe des Krieges getöteten Frauen und Kinder deutlich nach unten korrigiert. Die am 6. und 8. Mai veröffentlichten Daten zeigen, dass sich die Zahlen gegenüber anderen Veröffentlichungen durch das ‘Gesundheitsministerium’ und die Medienstelle der ‘Regierung’ halbiert haben. Allerdings gibt die UNO zu, bisher nicht in der Lage zu sein, unabhängige und überprüfte Zahlen zu liefern. So seien von der mit 34.844 bezifferten Gesamtzahl 40% Männer, 32% Kinder und 20% Frauen. Das in Washington ansässige ‘Institute for Near East Policy’ stellt klar, dass die vorliegenden Zahlen aus Gaza eindeutig manipuliert seien. Es bezieht sich dabei auf die auffallende Regelmässigkeit im Anstieg der Opferzahlen, was absolut atypisch für einen Krieg ist. Dazu dürften eine recht grosse Zahl der als ‘Kinder’ bezeichneten Opfer tatsächlich minderjährige, von der Hamas angeworbene junge Kämpfer sein.


Die IDF hat die Bewohner von weiteren Quartieren im östlichen Rafah aufgefordert, sich in die humanitären Zonen westlich von Khan Younis und al-Mawasi zu evakuieren. Bisher sind bereits etwa 300.000 der mehr als 1.3 Millionen Menschen aus dem gesamten Ortsgebiet von Rafah evakuiert worden.


Heute wurde von der Hamas ein neues Video veröffentlicht, das Nadav Popplewell, 51, zeigt. Popplewell identifizierte sich in dem 10 Sekunden Clip selbst. Hamas kündigte an, in Bälde weitere Informationen über die Geisel zu veröffentlichen. Popplewell war am 7. Oktober gemeinsam mit seiner Mutter Channa, 79, aus dem Kibbutz Nirim verschleppt worden. Channa wurde am 24. November aus der Geiselhaft freigelassen.


Gestern schoss die Hisbollah 35 Raketen aus dem südlichen Libanon auf Kiryat Shmona, 15 davon konnten abgefangen werden. Einige Raketen schlugen in der Stadt ein und verursachten dort teils grossen Sachschaden. In der Umgebung der Stadt brachen einige Brände aus, die von zehn Feuerwehren gelöscht wurden. Auch im Kibbutz Misgav Am wurde ein Gebäude getroffen, dort entstand aber nur geringer Schaden.
Erneut vorgerückt ist die IDF auch in das Gebiet von Jabaliya im nördlichen Teil des Gazastreifens. In der Region befinden sich noch zwischen 100.000 und 150.000 Zivilisten, die das Gebiet nie verlassen hatten. Sie wurden dringend aufgefordert, das Gebiet zu verlassen und sich in Sicherheit in Schutzzonen westlich von Gaza City zu bringen. IDF-Sprecher Avichay Adraee warnte die Bevölkerung, der Aufforderung unbedingt nachzukommen. «Sie befinden sich in einer gefährlichen Kampfzone. Die Hamas ist im Begriff, hier neue Terror-Zellen aufzubauen. Deshalb wird die IDF mit voller Stärke in dieser Region gegen sie vorgehen.»
Im Laufe des Nachmittags wurden erneut von Rafah aus vier Raketen auf den Warenübergang Kerem Shalom abgeschossen. Eine konnte durch die IDF abgefangen werden, die drei anderen landeten im offenen Feld, ohne Schaden anzurichten. Warum die Hamas den Waren-Übergang, der der Versorgung der Zivilbevölkerung in Gaza dient, immer wieder unter Beschuss nimmt, bleibt Rätsel.
In Zeitoun, Gaza City, hob die IDF in einer medizinischen Klinik ein grosses Waffenlager der palästinensischen Hamas Terror-Organisation aus. Bei den Kämpfen wurden Dutzende Scharfschützen neutralisiert. Unterstützt wurde die IDF von der Luftwaffe, die eine grosse Zahl von Gebäuden, Beobachtungstürmen und Tunneleinstiegen mit gezielten Angriffen zerstörten.

Nach neuesten Erkenntnissen versteckt sich Terrorführer Yahya Sinwar, nicht, wie bisher vermutet, in Rafah. Das erklärten zwei mit den Gegebenheiten vertraute Personen. Trotzdem hat für Netanyahu die Bodenoffensive gegen Rafah nach wie vor oberste Priorität. Auch wenn es der IDF gelang, in den vergangenen Monaten einige ranghohe Terroristen zu neutralisieren, war die Jagd auf Sinwar und seinen Stellvertreter, Mohammed Deif, bisher erfolglos. Laut neuesten Erkenntnissen sollen sie sich in der Region um Khan Younis aufhalten. Obwohl die IDF behauptet, durch den Netzarim Korridor die Überquerung des Gazastreifens von Süd nach Nord erschwert zu haben – unmöglich ist sie eben nicht! Über diesen Weg könnten einige der Hamas-Terroristen in den Norden zurückgekehrt sein und dort beginnen, sich neu zu formieren.
Hier wieder ein wichtiger Artikel in der NZZ von heute: «Die Realität ist: Die Hamas gewinnt», sagt der Nahostexperte Miller
Kategorien:Israel
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