Krieg in Israel – Tag 260

16. Siwan 5784

Zu einem tragischen Zwischenfall kam es gestern in einem Flüchtlingslager in der Nähe des IKRK im Gebiet von al-Mawasi. Entsprechend den ersten Meldungen des IKRK wurden dabei etwa 22 Personen getötet und mehr als 50 verletzt. Sie gaben weiterhin an, dass durch ‘schweren Beschuss’ die Struktur des Gebäudes Schaden genommen hat. Die Getöteten und Verletzten wurden in das Feldlazarett des IKRK überführt.

Die palästinensische Terror-Organisation Hamas sieht den Verursacher klar in der IDF, die durch den Angriff die Zelte der Vertriebenen getroffen hätte.

Seitens der IDF wurde klargestellt, dass es keinen Angriff auf irgendein Ziel in der Region gegeben hat, der Fall aber untersucht wird.

«Dieser schwere Sicherheitsvorfall ist einer von mehreren in den letzten Tagen», verurteilte das IKRK den Beschuss. Man muss sich bewusst machen, dass es in den letzten Tagen immer wieder zum Beschuss aus einem Flüchtlingslager heraus auf Israel kam und dass die Zahl der bereits beim Abschuss explodierenden Raketen extrem hoch ist. Zweimal kam es zu tödlichen Vorfällen mit einer hohen Zahl von Toten und Verletzten, die sofort Israel angelastet wurden. Nach einem medialen Aufschrei und einer harschen Reaktion der UNO erfolgte ein deutliches Dementi der IDF mit entsprechenden Untersuchungen, die bewiesen, dass sie nicht die Verursacher waren. Spontan wurde daraufhin auch in den pro-palästinensischen Medien jede Berichterstattung gestoppt und der Vorfall geriet in Vergessenheit.

Yahyah Sinwar hat es so formuliert: «Wir brauchen zivile Opfer.» Ich setze den Satz fort: «Und wenn die IDF die uns nicht liefert, dann sorgen wir eben selbst dafür!»

Erste Untersuchungen der IFD haben ergeben, dass zur fraglichen Zeit am fraglichen Orte keine Angriffe der IAF geflogen wurden,

Mittlerweile hat auf ‘X’ Adham Abu Selmyia aus Gaza einen ‘Video-Bericht’ eingestellt, der Menschen zeigt, die versuchen, unter zerstörten Gebäudeteilen zu retten, was oder wer zu retten ist. Allerdings verlieren sie schnell das Interesse ihres vorgetäuschten Tuns und verlassen das Bild. Ich kann mir vorstellen, dass sie von der Hamas für diese Komparsendienste gut bezahlt wurden. Der Text dazu: « Ein schreckliches Massaker im Lager al-Shati und ein weiteres im Viertel AL-Tuffah östlich von Gaza. Mehr als 101 Märtyrer starben bei den schrecklichen feindlichen Massakern in den letzten 24 Stunden.

Kuweit hat als erstesLand seine Bürger im Libanon dringend aufgefordert, das Land zu verlassen und nach Hause zu kommen. Es ist damit der erste Staat, der auf die immer wahrscheinlicher werdende Möglichkeit einer Eskalation der Kämpfe im Grenzgebiet zwischen Israel und der Hisbollah reagiert.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres beklagt, dass ‘völlige Gesetzlosigkeit und Chaos’ in. Gaza dafür verantwortlich sind, dass eine planvolle Verteilung der Hilfsgüter nicht durchführbar ist. Beides würde dahin führen, dass die meisten LKWs geplündert werden. Also gibt es doch Gesetze: Das Gesetz der Masse, sprich der Zivilisten, die versuchen, zu bekommen, was nur geht, bevor es durch die Hamas zu weit überhöhten Preisen auf den Markt kommt. Und das Gesetz des Terrors, der allein für die Lage verantwortlich ist. «Die Hamas kehrt an ihre ursprünglichen Standorte zurück, und in Gaza herrscht totales Chaos, und in den meisten Gebieten gibt es keine Autorität.» Dann holt er zum Schlag gegen Israel aus: «Israel nicht einmal der sogenannten blauen Polizei erlaubt, unsere Konvois zu eskortieren, weil es sich um die lokale Polizei handelt, die mit der lokalen Verwaltung Hamas verbunden ist, sodass die Gesetzlosigkeit total ist.»

Noch einmal meldete sich Guterres am Freitag zu Wort. Er zeigte sich ‘zutiefst besorgt’, dass die Spannungen zwischen dem südlichen Libanon und Nord-Israel eskalieren könnten. Die UN-Blauhelme, UNIFIL, würden hart daran arbeiten, die Situation zu beruhigen. Das berichtet Reuters. «Eine unüberlegte Handlung – eine Fehlkalkulation – könnte eine Katastrophe auslösen, die weit über die Grenzen hinausgeht und die Vorstellungskraft übersteigt. Lassen Sie uns eines klarstellen: Die Menschen in der Region und die Menschen auf der ganzen Welt können es sich nicht leisten, dass der Libanon zu einem zweiten Gaza wird.» Die UNIFIL hat sich in dieser Runde der kämpferischen Auseinandersetzungen zwischen der Hisbollah und Israel unsichtbar gemacht.  Die Kämpfe wurden einseitig von der Hisbollah, zur Unterstützung der Hamas begonnen. Mittlerweile sind auf beiden Seiten der Grenze Zehntausende Menschen evakuiert worden. Der Norden Israels, einst ein blühendes kulturelles und landwirtschaftliches Gebiet, ist möglicherweise auf Jahre hinaus unbewohnbar geworden. Die iranische Vertretung bei der UNO erklärte gestern, dass die Hisbollah durchaus in der Lage sei, sich und den Libanon gegen Israel zu verteidigen.

Die UNO selbst trägt einen grossen Teil der Schuld. Unter den Augen der UNIFIL hat sich die Hisbollah massiv aufgerüstet. Die Resolution 1701 wurden missachtet und die UNO hat sich nie um eine Durchsetzung bemüht.

Der IDF ist es erneut gelungen, im Laufe der letzten 24 Stunden zahlreiche bekannte Ziele im gesamten Gazastreifen zu neutralisieren. Vor einer Stunde wurde bekannt, dass Raad Saad, einer der ranghöchsten Anführer der Hamas im operativen Bereich, in einer gezielten Operation in Gaza City aufgestöbert und neutralisiert wurde. Die IDF hatte ihn bereits im März, als sie das Shifa-Spital erstürmten, dort vermutet, ihn aber nicht finden können.  Zwei weitere militärische Strukturen wurden getroffen. Hier gab es noch keine Veröffentlichungen.

In Khira, etwa 40 km nördlich der libanesischen Grenze, führte die IDF einen gezielten Angriff auf einen PKW durch. Auch zu diesem Vorfall gab es noch keine Details. Mittlerweile wurde veröffentlicht, dass bei dem gezielten Drohnen-Anschlag Ayman Ghatma, ein hochrangiges Mitglied von Hamas und der Terror-Gruppe al-Jama’a al-Islamiyya, neutralisiert werden konnte. Seine Aufgabe war es, beide Gruppen im Libanon mit Waffen zu versorgen. Die Terrorgruppe Gruppe al-Jama’a al-Islamiyya ist ein Ableger der Muslim Bruderschaft im Libanon, die direkt vom Iran finanziert wird. Nota bene: die Muslim Bruderschaft unterhält Büros in westlichen Staaten. Sie tarnen sich durch Integration in Moscheen.

Zwei Panzer-Abwehr-Raketen wurden im Norden auf den grenznahen Kibbutz Manara abgeschossen. Beide Raketen fielen auf unbebautes, aber landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Wie immer behauptete die Hisbollah, militärische Einrichtungen getroffen zu haben. Am späten Nachmittag schoss die Hisbollah zwei weitere Panzer-Abwehr-Raketen in Richtung der Grenzstadt Metula, wo sie ein Feuer entfachten.



Kategorien:Israel

Schlagwörter:

Hinterlasse einen Kommentar