11. Elul 5784
Der neue Polizei-Chef Daniel Levy hat eine Untersuchung angeordnet, ob sich die Polizisten, die drei Frauen in einer Synagoge in Herzliya festnahmen, korrekt verhalten haben. Die Antwort ist, auch ohne polizeiliche Untersuchung klar: NEIN! Was war geschehen?
Drei Frauen waren, wie die Überwachungskamera der Synagoge klar zeigt und nicht, wie im Polizeibericht vermerkt: ‘eingebrochen’, sondern hatten sich schlimmstenfalls auf nicht ganz legale Art Zutritt verschafft.
Eine von ihnen, auf den Bildern in Schwarz gekleidet, betritt den Betsaal durch die offene Eingangstür, öffnet einen Nebeneingang, verlässt das Gebäude wieder durch den Haupteingang. Dann holt sie, mittlerweile mit den Flugzetteln in der Hand, ihre beiden Begleiterinnen ab. Sie betreten den Betsaal durch die Nebentüre, verteilen die Flugzettel und verschwinden wieder durch die Nebentüre. Das alles dauert weniger als 5 Minuten.








Ihr ‘Verbrechen’, neben dem angeblichen ‘Einbruch’, war das Verteilen von Flugzetteln auf den Sitzen der Synagoge, in der auch MK Yuli Edelstein, Likud, betet.
Die drei Frauen wurden, nachdem sie identifiziert waren, aus ihren Wohnungen abgeführt und an Händen und Füssen gefesselt, für mehr als acht Stunden in diesem Zustand festgehalten.


Die Flugzettel zeigten die Bilder der vier Soldatinnen, die von der Militärstation der Einheit 8.200 in Nahal Oz verschleppt worden waren. Dazu Bilder von Baby Kfir, 1 Jahr und seinem Bruder Ariel, 5, die mit ihren Eltern aus dem Heimat-Kibbutz Nir Oz verschleppt wurden. In der Mitte des Posters befindet sich ein Bild von Yuli Edelstein in seinem Gefängnis in Moskau, versehen mit der Unterschrift «Let my people go».

Rama Enav, eine der drei Frauen, fragte sich: «Ich verstehe nicht, wie Edelstein, der in einem sowjetischen Gefängnis sass und weiss, wie es ist, ein Häftling zu sein, dieser Notlage gleichgültig gegenüberstehen kann. Ich verstehe nicht, wie jemand, der dort war, wütend sein kann, wenn er diese Flugblätter, die nur die entführten Frauen und Kinder zeigen, sieht. Unsere Verhaftung war, so wurde uns zugeflüstert, von ganz oben angeordnet und nur politischer Natur» Es ist eine Schande, dass in einem Staat, der sich immer noch als demokratisch bezeichnet, Menschen verhaftet werden, wenn sie, nota bene, ohne Schaden anzurichten, ihre Meinung frei äussern. Das kann nur auf den rechtsextremen Polizeiminister Ben-Gvir zurückgeführt werden. Der Mann muss aus der Regierung entfernt werden, er ist mehr als untragbar!

Der Aussenminister der VAE, Abdullah bin Zayed, hat erneut betont, dass die VAE sich an keiner ’Tag danach’ Zusammenarbeit mit Israel beteiligen werden. Die Bedingung für eine Zusammenarbeit ist die Gründung eines palästinensischen Staates. Es ist nicht das erste Mal, dass er eine rote Grenze für die Zusammenarbeit gezogen hat. Er hat Netanyahus Vorschlag, die VAE sollen sich an der Zivilverwaltung des Gazastreifens beteiligen, strikt abgelehnt. Die VAE weigern sich «in einen Plan hineingezogen zu werden, der darauf abzielt, die israelische Präsenz im Gazastreifen zu decken», fügte er hinzu.

Ein mitgeschnittenes Gespräch von Mitgliedern der palästinensischen Terror-Organisation Hamas belegt, dass immer wieder Hilfslieferungen, die für die Zivilbevölkerung bestimmt waren, von der Hamas gestohlen wurden. Offensichtlich gibt es bereits ein Platzproblem, wo die Waren gelagert werden sollen. Das Gespräch wurde von Kanal N12 am Freitag ausgestrahlt.
Zwei Terroristen besprechen darin den möglichen Transport der Waren nach Khan Younis. «Wir haben Lastwagen voller Waren neben den Diesel-LKWs. Im Moment haben wir alles … Das Lager ist voll ausgelastet. Wir warten nur auf grünes Licht, um mit dem Transfer zu beginnen.» Der zweite Mitarbeiter antwortete: «Die Koordination mit Samer ist aufgrund eines Kommunikationsproblems schwierig. Wenn du sie woanders hinbringen kannst, mach weiter.» Der erste Mitarbeiter fragte dann: «Kannst du sie nach Khan Yunis bringen, oder würde das zu einer Verzögerung führen?“ Was zeigt dieses kurze Gespräch? Genau das, was wir immer wieder klargestellt haben, dass die Hamas-Terroristen die LKWs konfisziert und die Waren stiehlt. Nur, um dann anschliessend immer wieder zu behaupten, dass wir, Israel, bewusst herbeiführen, dass die Zivilbevölkerung Hunger leidet, kein Kochgas hat und humanitäre Hilfsgüter zu weitaus überteuerten Preisen auf den Märkten der Hamas einkaufen muss. Mit der Folge, dass die Hamas sich daran auch finanziell bereichert.

Einav Zangauker, deren Sohn Matan sich in den Fängen der palästinensischen Terror-Organisation Hamas befindet, klagt auf einer der wöchentlichen Pressekonferenzen: «Netanyahu hat beschlossen, den Schwerpunkt des Krieges in den Norden zu verlegen. Die Geiseln werden in den Tunnels in Gaza sterben. Statt die Geiseln zu befreien, hinterlässt uns Netanyahu ‘101 Rons Arads’[1]. Jeder sieht, dass der militärische Druck die Geiseln tötet und dass ein Abkommen auf dem Tisch liegt, das jetzt unterzeichnet werden kann.»

Yifat Calderon, deren Cousin Ofer in Gaza festgehalten wird, kritisierte die Mitglieder der Koalition: «Wie könnt ihr euch jeden Morgen im Spiegel ansehen? Wie könnt ihr Angst vor Netanyahu haben, aber nicht zögern, zuzustimmen, Zivilisten und Soldaten dem Tod zu überlassen?»

Omri Lifshitz, dessen Vater Oded als Geisel in Gaza ist, dankt der breiten Öffentlichkeit, die sich für die Freilassung der Geiseln einsetzt: «Dank euch wird der Druck für ein Abkommen weiter wachsen. Geht weiterhin auf die Strasse, jeden Tag, schliesst euch der wöchentlichen Kundgebung an der Begin Road in Tel Aviv an!».

Die Hisbollah gab erneut bekannt, eine israelische Militärbasis angegriffen zu haben. Etwa 55 Katjuschas wurden heute am Vormittag in Richtung See Genezareth abgeschossen. Sie richteten an mehreren Stellen Schaden an, indem sie Brände auslösten. Auf den Bildern sieht man mehrere Rauchsäulen aufsteigen.
Nachdem gegen Mittag erneut Raketen aus dem Norden des Gazastreifens auf die südisraelische Stadt Ashkelon abgeschossen wurden, wurden die Bewohner von Beit Lahiya dringend aufgefordert, das Gebiet zu räumen. Immer wieder war es von dort aus zu Beschuss auf Israel gekommen. Der arabischsprachige Sprecher der IDF, Oberst Avichay Adraee, hatte bereits mehrere Male darauf hingewiesen, dass das Gebiet aufgrund der wiederholten Angriffe auf Israel als gefährliche Kampfzone gilt. Eine der abgeschossenen Raketen wurde abgefangen, die zweite fiel vor der Küste ins Meer.
Erneut wurde eine ehemalige Schule in Gaza, die zu einem Flüchtlingsheim umfunktioniert worden war, von der IAF angegriffen und teilweise zerstört. Die IDF erklärte, von dort aus seien Angriffe auf Israel vorgenommen worden und sie habe als Produktionsstätte für Waffen gedient. In palästinensischen Berichten stand, die IAF habe ein Treibstofflager in der Nähe der Dar al-Arqam Schule angegriffen. Sie gaben ebenfalls bekannt, dass beim Angriff fünf Zivilisten getötet wurden. Der hier verlinkte Artikel ist auf der ‘X-Plattform’ nicht mehr verfügbar…
[1] Ron Arad *1958 + zwischen 1988 und 1997, stürzte bei einem Angriffsflug auf Stellungen der PLO über Sidon im Libanon ab. Er musste den Schleudersitz benutzen, um aus dem beschädigten Flugzeug ‘aussteigen’ zu können. Arad wurde festgenommen. Israel verhandelte, teils mit Unterstützung eines deutschen Unterhändlers, mit dem Libanon über die Freilassung. Alle Gespräche scheiterten. 2006 erklärte Hisbollah-Chef Nassan Hasrallah, dass Arad wahrscheinlich tot sei. Seine sterblichen Überreste blieben verschollen.
Hinterlasse einen Kommentar