25. Kislev 5785


Leider muss auch heute die IDF den Tod von zwei Soldaten bekannt geben. Cpt. (res.) Amit Levi, 35, s’’l, verlor sein Leben bei einem Kampf gegen Scharfschützen im zentralen Gazastreifen. Maj. Hod Shriebman, 27, s’’l, verlor sein Leben bei einem Kampf im nördlichen Gazastreifen. Im gleichen Vorfall wurde ein weiterer Soldat schwer verletzt.





Am heutigen Nachmittag hat Israel den dritten und bisher härtesten Rückschlag auf Infrastrukturen der Houthi-Terroristen im Jemen durchgeführt. Generalstabschef Herzi Halevi betonte: «Die IDF hat wieder bewiesen, dass sie jedes Ziel erreichen kann, von dem eine Bedrohung des israelischen Volkes ausgeht.»
Die Hamas und der Iran verurteilten den Rückschlag auf das Schärfste: «Diese Angriffe stellen eine eindeutige Verletzung des internationalen Friedens und der Sicherheit dar und sind ein unbestreitbares Verbrechen gegen das heldenhafte und edle Volk des Jemen, das keine Mühen gescheut hat, um das unterdrückte Volk Palästinas gegen die Besatzung und den Völkermord zu unterstützen», so der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Esmaeil Baqaei, in einer Erklärung.
In einer Erklärung verurteilt die Hamas «die brutale terroristische Aggression des zionistischen Feindes gegen unsere Brüder aus dem Jemen, die sich gegen Zivilisten, den Flughafen von Sanaa und den Hafen von Hodeïda richten.»
Der Angriff der IDF richtete sich gegen den Tower des internationalen Flughafens in Sanaa. Zerstört wurde auch die wichtigste Rollbahn des Flughafens. Einige der geparkten Flugzeuge fingen Feuer und brannten aus. Zwei Kraftwerke, sowie kleinere Hafenanlagen und weitere Bereiche des Hafens von Hodeïda wurden zerstört. Die Ziele dienten allesamt dazu, Waffen vom Iran in den Jemen zu schmuggeln. Netanyahu kommentierte den Rückschlag mit den markigen Worten: «Wir haben gerade erst mit ihnen angefangen!»
Der ehemalige Polizei-Chef, Roni Alsheich, erklärte gegenüber dem öffentlich-rechtlichen ‘Kan-Sender’, dass Polizisten, die heute bei Demonstrationen eingesetzt werden, eine bestimmte Quote von Verhaftungen erfüllen müssen. «Mir läuft es kalt den Rücken herunter, wenn ich das sage. Abgesehen davon, dass es eindeutig illegal ist, nützt es niemandem. Es passiert etwas Schlimmes und ich weiss nicht genau, woher es kommt, aber es kommt von oben.» Über den rechts-extremen Ben-Gvir, dem auch die Polizei untersteht, sagt er: «Er erlaubt sich, zu tun, was er will, und das politische System schluckt es, weil es versteht, dass es ohne ihn keine Regierung gibt.» Das hat einmal gestimmt, hat jetzt aber hat durch den Eintritt von Gideon Sa’ar in die Koalition keine Bedeutung mehr. Selbst nach einem Wegfall von Ben-Gvir und seiner Partei, hat die Koalition immer noch die Mehrheit in der Knesset. Alsheich stellt auch den Prozess infrage, wie Daniel Levy zum neuen Polizeikommandanten ernannt wurde. Levy sprang vom Distrikt-Kommandanten direkt auf diesen Posten, ein absolut ungewöhnlicher Vorgang. Levy hatte in einem anderen Zusammenhang auf die enge Freundschaft mit Chani Bleiweiss, einer ehemaligen Beraterin von Netanyahu hingewiesen. Darin wird wohl der Schlüssel zu diesem kometenhaften Aufstieg liegen. (s. mein Bericht über Sara N.)
Dass die israelische Polizei die Aussagen sofort als ‘wahnhafte Behauptung’ zurückwies, war zu erwarten. «Die israelische Polizei ist eine unpolitische Einrichtung, die alle ihre Aufgaben für den Frieden, die Sicherheit und die Lebensqualität der Öffentlichkeit wahrnimmt.» So mag es in ihrem Handbuch stehen, die Realität sieht oft ganz anders aus. Das beweisen Aufnahmen, die das brutale Vorgehen der Schlägertruppe des rechts-extremen Ben-Gvir zeigen.

Der rechts-extreme Minister Amichai Eliyahu betonte gegenüber dem Armee-Radio, dass die Entlassung der GStA Gali Baharav-Miara wichtiger ist, als den Iran davon abzuhalten, eine Atommacht zu werden oder die 100 Geiseln zu befreien. «Genau das sagen wir, dass es nichts Wichtigeres gibt. Heute sehe ich das rechtliche Problem als ein Problem, das der Sicherheit Israels schadet. Diejenigen, denen die Geiseln am Herzen liegen, müssen verstehen, dass es jetzt mehr denn je einer eindeutigen Klärung der Befugnisse des Generalstaatsanwalts, der Militärstaatsanwälte und der Staatsanwälte bedarf.» Einige Koalitionsmitglieder sind unzufrieden damit, dass die GStA ihre Verpflichtung sehr ernst nimmt, und Massnahmen und Gesetze ablehnt, die nur den Interessen der Regierung, allen voran Netanyahu dienen, aber nichts mit dem Wohl des Volkes zu tun haben. Der Mann spinnt und ist ein Dummkopf!

Laut Aussagen von Ärzten in Gaza, sind in den letzten Tagen mindestens drei Kinder an Unterkühlung gestorben. Der Vater eines der Kinder beklagte, dass die Zeltwände nicht winddicht sind und der Boden unisoliert ist. Sie hätten versucht, das Baby mit Decken warmzuhalten, aber am Morgen sei Sila tot gewesen. Auch sofortige Wiederbelebungsversuche im Feld-Krankenhaus hätten nicht mehr geholfen. Die Temperaturen lagen in den letzten Tagen deutlich unter 10 °C. Etwa 90 % der Zivilbevölkerung in Gaza wurden oft mehrfach vertrieben. Die Qualität der Behausungen wurde dabei von Mal zu Mal schlechter. Und noch stehen die nasskalten Winterwochen erst bevor.



Genauso schwer ist die Situation für die 101 immer noch in Gaza festgehaltenen Geiseln. Shir Siegel, Tochter von Keith Siegel, 65, warnte gestern: «Aus den Erzählungen meiner Mutter und der anderer Geiseln, die zurückgekehrt sind, und auch nach Meinung aller Experten ist völlig klar, dass die Entführten keine Zeit haben. Wir müssen sie vor dem harten Winter in den Tunneln nach Hause bringen. Unsere Zukunft als Nation hängt von den Entscheidungen ab, die jetzt getroffen werden. Jede Verzögerung, jedes Zögern oder jede Verschiebung der Verhandlungen wird Leben kosten.» Shirs Eltern waren gemeinsam aus dem Kibbutz Kfar Aza verschleppt worden. Ihre Mutter, Aviva, 63, kam im November 23 frei.
Ein ungenanntes Mitglied der palästinensischen Terror-Organisation Hamas berichtete dem katarischen Nachrichtenportal Al-Arabi Al-Dschadid, dass die Hamas den Mediatoren eine Teilliste der lebenden Geiseln übergeben hat. Derzeit sei es aber unmöglich, mit allen Gruppen, die Gefangene halten, zu kommunizieren. Die Kommunikation werde erst mit Beginn einer Waffenruhe möglich. Beide Seiten werfen sich derzeit erneut vor, die Verhandlungen mit neuen Forderungen zu verschleppen.
In den Vereinbarungen zu einer 60-Tage andauernden Waffenruhe, die am 27. November begann, ist klar definiert, dass sich die IDF bis Ende Januar aus dem südlichen Libanon zurückziehen muss. Gleichzeitig müssen sich die Hisbollah-Terroristen etwa bis auf 30 km nördlich der Grenze zu Israel, nördlich des Litani-Flusses zurückziehen. Die UNIFIL zeigt sich besorgt über die fortgesetzten Operationen der IDF im fraglichen Gebiet, die zu weiteren Zerstörungen in Wohngebieten, Ackerland und Infrastruktur führen. Die Vorwürfe und Forderungen der UNIFIL werden derzeit von der IDF überprüft und nicht kommentiert.

Währenddessen deckte die IDF erneut umfangreiche Waffenlager im südliche Libanon auf. Die immer wieder aufgefundenen und von der IDF zerstörten Lager zeigen, dass im Süden des Libanons immer noch genügend Waffen für zahlreiche Angriffe auf Israel vorhanden sind. Allein diese anhaltende Bedrohung rechtfertigt den Aufenthalt der IDF in der Region.
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