26. KIslev 5785
Bei einer ausserordentlichen geschlossenen Sitzung beschloss das Richterteam, das mit dem Korruptionsprozess von Netanyahu befasst ist, den Befragungsprozess zu straffen. Im offensichtlichen Versuch, das Verfahren exzessiv auszudehnen, hatte das Verteidigungsteam bisher darauf bestanden, Netanyahu zu jedem der mehr als 300 Beispiele aus der Anklageschrift eingehend zu befragen. Deshalb hat sich das Verfahren seit der Wiederaufnahme am 10. Dezember praktisch nicht von der Stelle bewegt. Der Chefverteidiger, Amit Hadad hat darauf bestanden, jeden einzelnen Fall zu prüfen. Die Richter werden zwar keine Änderung der Anklage zulassen, baten jedoch den Rechtsanwalt: «Können Sie uns eine Schätzung der Zeit geben? Wie viele Tage werden Sie für die direkte Befragung benötigen?» Die Antwort war frappierend: «Ich muss nachdenken und werde mich später bei den Richtern melden. Wir gehen die Vorfälle Jahr für Jahr durch. Wir haben eineinhalb von vier Jahren durchgearbeitet. Ich weiss es nicht. Ich werde Ihnen bei der nächsten Anhörung eine Schätzung geben. Ich möchte nicht aus dem Nichts etwas hervorzaubern.»

Bei einer Terror-Messer-Attacke in Herzliya wurde die 83 Jahre alte Ludmila Lipovsky ermordet. Der Terrorist wurde angeschossen und festgenommen. Lipovsky lebte in einem betreuten Wohnheim und wartete ausserhalb auf ihre Tochter, die sie zum Arzt begleiten wollte. Beim Terroristen handelt es sich um einen 28-järigen Palästinenser aus Shomron. Laut Angaben vom Shin Bet war er Teil eines verdeckt arbeitenden Informationsnetzes für den Shin Bet in Shomron. Vor Kurzem jedoch sei seine Tarnung aufgeflogen und er war zu seinem Schutz nach Israel gebracht worden.
Ein Mitglied des UNO ‘Humanitarian Air Service’ wurde beim gestrigen Angriff der IAF auf den Flughafen Sana’a schwer verwundet. Er wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, der am Flughafen auf seinen Abflug wartete, wurde nicht verletzt. Der Verletzte gehörte zu seiner Flugzeugcrew.

Die Houthi-Terroristen erklärten nach dem in der Nacht erfolgten erneuten Angriff, ihr Ziel sei der Ben-Gurion-Flughafen gewesen. Die Rakete habe ihr Ziel erreicht. Es hätte Opfer sowie massive Schäden gegeben und der Flugbetrieb sei eingestellt worden. Die IDF hingegen gab bekannt, dass die Rakete ausserhalb des israelischen Luftraums erfolgreich abgefangen und zerstört wurde. Am Flughafen sind keine Schäden entstanden. Nur die Flugankünfte wurden aus Sicherheitsgründen während 30 Minuten unterbrochen.

Die USA stellten sich hinter den Rückschlag Israels und betonten erneut Israels Recht auf Verteidigung. Das US-Aussenministerium wies aber darauf hin, dass Israel seine Bemühungen, die Zivilbevölkerung zu schützen, nicht aus den Augen verlieren dürfe. Hingegen verurteilte UM-Generalsekretär Antonio Guterres die Eskalation und bezeichnete sie als ‘besonders alarmierend’. Die Angriffe der Houthi-Terroristen hat er hingegen keiner Erwähnung für notwendig erachtet!

Der neue Gouverneur von Damaskus, Maher Marwan, sagte im Namen des syrischen Führers Ahmed al-Sharaa, dass die neue Regierung gute Beziehungen zu Israel haben will. Das komplette Interview mit NPR findet ihr hier. Maher Marwan betont, dass Israels anfängliche Sorge, wie sich die neue Führung ihnen gegenüber verhalten würde, durchaus verständlich sei. «Israel mag Angst verspürt haben», sagt er. «Also ist es ein wenig vorgedrungen, hat ein wenig bombardiert usw. Wir haben keine Angst vor Israel und wir haben auch kein Problem mit Israel», sagte er. «Es gibt ein Volk, das Koexistenz will. Es will Frieden. Es will keine Streitigkeiten. Wir wollen Frieden und wir können nicht gegen Israel oder gegen irgendjemanden sein.» Wahrhaft schöne Worte, aber darf man ihnen wirklich vollumfänglich glauben?
Der israelische Aussenminister Gideon Sa’ar, das Sprachrohr Netanyahus, lässt keines gutes Haar an der neuen syrischen Regierung: «Auf der ganzen Welt spricht man von einem ‚organisierten Regimewechsel in Syrien‘, aber es ist nicht so, dass eine neue Regierung auf demokratische Weise gewählt wurde und dass sie ganz Syrien regiert. Dies ist eine Bande von Terroristen, die zuerst in Idlib waren und dann die Hauptstadt Damaskus und andere Gebiete übernommen haben», und er fuhr fort: «Die Welt möchte in ihnen wirklich ein neues und stabiles Regime sehen, weil die Länder die Evakuierten, die sie aufgenommen haben, nach Syrien zurückbringen wollen. Aber das ist nicht der Fall. Es gibt Kämpfe mit den Alawiten entlang der Küste. Es gibt ausdrückliche Drohungen vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, die kurdische Autonomie zu beseitigen; es gibt Schikanen gegen die christliche Gemeinschaft in Syrien.» Abschliessend betonte er nochmals, dass es sich bei der neuen Regierung Syriens um ein islamistisches Regime handelt, das versuchen wird, die Kontrolle über ganz Syrien zu erlangen.

Die IDF bestätigte, am heutigen frühen Morgen Luftangriffe gegen den Grenzübergang Janta südlich von Ba’albek geflogen zu haben. Der Grenzübergang wurde von der Hisbollah benutzt, um Waffen von Syrien aus in den Libanon zu schmuggeln. Zwei weitere, bisher nicht genannte Ziele in der Region wurden ebenfalls angegriffen.
In einer Apotheke und einem LKW im südlichen Libanon fand die IDF 40 (!) Raketenwerfer, Sprengstoffe, AK47-Gewehre, Granaten und weitere militärische Ausrüstung. Das beweist erneut, wie wichtig es ist, dass die IDF die Zeit bis Ende Januar so intensiv wie möglich nutzt, um Angriffswaffen, die gegen uns gerichtet werden, zu zerstören.
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