3. Tevet 5785


Die deutsche Aussenministerin Annalena Baerbock reist gemeinsam mit ihrem französischen Amtskollegen im Auftrag der EU nach Syrien. Sie werden sich in Damaskus mit dem neuen syrischen Regierungschef Ahmed al-Sharaa treffen. «Dies ist ein klares Signal der EU an die Syrer: Ein neuer politischer Anfang zwischen der EU und Syrien sowie zwischen Deutschland und Syrien ist möglich. Wir kommen mit ausgestreckten Händen. Wir haben das gleiche Ziel, wie Millionen Syrer: Dass Syrien endlich wieder ein respektiertes Mitglied der internationalen Gesellschaft wird.» Nach den bereits erfolgten Besuchen durch den türkischen und den jordanischen Aussenminister ist dies der erste beachtliche Schritt der 27 westlichen Staaten. Die USA haben ebenfalls bereits ihre Unterstützung der neuen Regierung zugesagt. Israel wird bald eine klare Position beziehen müssen, ob sie Syrien weiterhin als potenziellen Feind betrachtet oder der neuen Regierung eine Chance gibt.
Netanyahu liess durch seinen Chefverteidiger Amit Hadad dem Gericht ein Zeugnis vorlegen, in dem ihm eine Rekonvaleszenzzeit von zwei Wochen angeraten wird. Das Gericht gab dem Antrag statt. Wenn die jetzige ‘Geschwindigkeit’ der Befragungen sich weiterhin so schleppt, wird die Befragung noch einige Monate in Anspruch nehmen.

Liat Ben-Ari, leitende Staatsanwältin, die die Klagen gegen Netanyahu führt, teilt mit, dass sie mit Ende Januar in den wohlverdienten Ruhestand treten wird. Sie ist seit 1998 in der Abteilung für Finanzkriminalität bei der Staatsanwaltschaft Tel Aviv tätig. Sie leitete auch die Ermittlungen im Fall von Ehud Olmert, der wegen Betrug, Bestechung und Behinderung der Justiz verurteilt wurde.
Am frühen Vormittag gelang es der IDF, eine Drohne, die im Yemen in Richtung auf Israel gestartet worden war, abzufangen, bevor sie in israelisches Luftgebiet eindrang. In der Nacht hatte erneut ein grossräumiger Raketenalarm hunderttausende in die Schutzräume geschickt. Die Houthi-Terroristen hatten erneut eine Langstreckenrakete auf Israel abgeschossen. Diese konnte erst in einem zweiten Versuch abgefangen und zerstört werden. Trümmerteile der Rakete stürzten jedoch auf Modi’in ab.
Der IDF gelang es, mit einem gezielten Drohnenangriff eine Gruppe von Hamas-Terroristen zu eliminieren. Sie hatten sich in einer ehemaligen Schule in Jabaliya im nördlichen Gazastreifen versteckt. In der Schule zeigten die Drohnenaufnahmen zahlreiche Sturmgewehre. Im benachbarten Gebäude befanden sich Panzerfäuste in einem Kinder-Schlafzimmer. Zusätzlich konnte eine Gruppe von Terroristen aufgespürt werden, die in der Nähe der IDF-Truppen Raketen vorbereitet hatten. Die Sprengsätze wurden entschärft und die Terroristen eliminiert.
Früher am Vormittag wurden zwei Raketen aus dem nördlichen Gazastreifen in Richtung Sderot abgeschossen. Eine von ihnen schlug in der Nähe vom Kibbutz Nir Am ein, die zweite stürzte auf offenem Gelände ab. Es wurde kein Schaden gemeldet. Der noch früher am Vormittag im Kibbutz Be’eri ausgelöste Alarm wurde durch eine Boden-Luft-Rakete ausgelöst, die einen IDF-Helikopter treffen sollte. Sie wurde jedoch abgefangen, bevor sie nur in die Nähe des Helis kam.

Die gute Nachricht: Das Verteidigungsministerium liess über seine Hilfsorganisation COGAT bekannt geben, dass gestern 1.200 Blut- und 3.000 Plasmakonserven an das ‘Nasser-Spital’ in Khan Younis ausgeliefert wurden. Damit sollen andauernde Therapien und anstehende Operationen unterstützt werden. Der Transfer wurde unter strengen Sicherheitsmassnahmen durchgeführt. «Die IDF wird über COGAT weiterhin im Einklang mit dem Völkerrecht handeln, um den Bewohnern des Gazastreifens humanitäre Hilfe zu leisten, insbesondere im Bereich der medizinischen Versorgung.»
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