18. Tevet 5785


Die Houthi-Terroristen nehmen es ernst mit ihrer Ankündigung, dass sie ihre Angriffe gegen uns fortsetzen, solange der Krieg Israel gegen die Hamas andauert. Heute Morgen schickten sie erneut einige Millionen Menschen in die Schutzräume. Nachdem sie bereits am Morgen eine Rakete abgeschossen hatten, erklärten sie später, diese hätte ihr Ziel, das Verteidigungsministerium in Tel Aviv, wie geplant erreicht. Tatsächlich wurde sie jedoch abgefangen und zerstört. Trümmerteile fanden sich in der Nähe von Jerusalem.
Am Nachmittag schossen die Houthis eine weitere Rakete ab, die noch vor Erreichen des israelischen Luftraums abgeschossen wurde.
Die Spekulationen darüber, welche drei Geiseln morgen als erstes freigelassen werden, gehen weiter. Nach den ersten Vermutungen, es könnten drei israelisch-amerikanische Doppelbürger sein, hielt sich anschliessend lange die Vermutung, es wären die fünf Soldatinnen des Beobachtungspostens Nahal Oz. Jetzt wird darüber nachgedacht, es können auch drei Zivilistinnen sein. Die Liste wird von der Hamas nach Katar geschickt, von wo aus Mossad Chef David Barnea in Empfang nimmt, der die Familien informiert.

Während des sechswöchigen Waffenstillstands werden die Hamas-Polizisten, erkennbar an ihren blauen Uniformen, in Gaza arbeiten. Sie können bewaffnet sein und erhalten, wenn notwendig, Unterstützung von ägyptischen und katarischen Mediatoren. Sie dürfen sich überall in Gaza frei bewegen, sollen aber jene Regionen, in denen sich die IDF noch aufhält, meiden.

Die IDF beginnt damit, an einigen zentralen Orten entlang der Grenze zum Gazastreifen Rückzugsgebiete für Panzer und andere schwere Kriegsmaschinen einzurichten. Sie werden dort stationiert bleiben, um jederzeit wieder in Gaza eingreifen zu können, falls die palästinensische Terror-Organisation Hamas sich nicht an die Inhalte des Abkommens hält.
Ein Mann in den 30er-Jahren wurde von einem 19 Jahre alten Palästinenser aus Tulkarem, der sich illegal in Israel aufhielt, mit einem Messer schwer verletzt. Der Mann war bei vollem Bewusstsein und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus evakuiert. Der Terrorist wurde von einem bewaffneten Zivilisten neutralisiert.

Sehr empfehlenswert auch heute wieder die Kolumne von Yossi Verter im Haaretz. Der Cartoon dazu verrät schon einen Teil des Inhalts.

Sehr pointiert befasst sich auch die bekannte israelische Satire Show ‘Eretz nehederet’ mit dem Phänomen Trump: «Bibi und ich haben eine lange Beziehung des Gebens und Nehmens. Ich gebe Befehle und er nimmt sie an.» Etwas später prahlte er: «Ich war es, ich war es, ich war es, der den Geiselnahme-Deal besiegelte und nicht „der schläfrige Joe Biden.»https://www.facebook.com/EretzNehederet.Keshet
Der rechtsextreme Ben-Gvir behauptete heute gegenüber Kanal 12, dass Netanyahu ihm als Gegenleistung für sein Verbleiben in der Koalition angeboten habe, die Siedlungstätigkeit in Judäa und Shomron zu intensivieren und Generalstabschef Herzi Halevi sofort zu entlassen. Seinem ebenfalls rechtsextremen Kollegen Smotrich habe Netanyahu ebenfalls die Intensivierung der Besiedlungen, aber nicht die Entlassung des Generalstabschefs angeboten. «Ich bin ein Mann mit Prinzipien», sagt er, und deshalb trete er wegen dieses ‘schrecklichen’ Abkommens zurück. Angeblich will er am Vormittag den Austritt aus der Koalition bekannt geben. Das Büro des PM dementierte die Aussagen sofort und bezeichnete sie als pure Lüge.

Sara N. geniesst seit mittlerweile 52 Tagen das süsse Leben in Florida. Weitab von Politik, Krieg, gesundheitlichen Problemen und Gerichtsauftritten ihres Mannes, drohenden Anklagen gegen sich selbst. Sechs Leibwächter begleiten sie auf Schritt und Tritt. Sara N. positioniert sich als Gut-Frau, die Eltern von Geiseln besucht, mit ihnen leidet, plaudert und sich ablichten lässt. Doch oft reicht es nur für ein Archivbild. Ob und wann sie jemals wieder zurückkommt, weiss niemand. «Sie ist meine Lebenserhaltung», sagte der Premierminister am ersten Tag seiner Aussage im letzten Monat über sie. Aber gerade dann war seine Lebenserhaltung weit über dem grossen Teich. Im Zeugenstand lobte er wiederholt ihre Tätigkeit als Kinderpsychologin «Die Kinder nennen sie ‚Sara, die Psychologin‘, sie wissen nicht, dass sie die Frau des PM ist.» Die Kosten ihres Luxuslebens in Florida trägt der Steuerzahler. Es sind nicht nur die Personenschützer und ihre Lohnkosten, es sind dazu ihre Lebenshaltungskosten. Alle zwei Wochen ist ‘Wachwechsel’. Sara N. hat sich in ein Phantom verwandelt, niemand weiss, wo sie logiert. Vielleicht ist sich Sara N. dessen nicht bewusst, aber jeder Tag, an dem sie auf Steuerkosten ohne Notwendigkeit im Hotel lebt, jedes geldwerte Geschenk, das sie annimmt, muss an die Staatskasse refundiert werden. Sonst macht man sich genau dessen schuldig, für das Netanyahu gerade vor Gericht steht.


Die gute Nachricht des Tages: Im Mevo Hamma Wald auf dem Golan wurde die ersten blühenden Mandelbäume entdeckt. Diese Blüte markiert den saisonalen Übergang vom Winter in den Frühling. Die rosa-weiss zart duftenden Blüten spriessen, bevor sich die ersten Blätter am Baum zeigen. Die Mandeln gehören zur Familie der Rosengewächse, genauer zu den Steinobstgewächsen mit dem Gattungsnamen ‘Prunus’. Prunus bedeutet ‘Pflaume’, wobei der Zusatz ‘dulcis, süss oder ‘amarus’, bitter, sich auf den Kern der Mandelfrucht bezieht.
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