01. Shewat 5785
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Bereits am frühen Vormittag wurde Agam Berger, die letzte der fünf Soldatinnen aus den Fängen der palästinensischen Terror-Organisation Hamas an das IRK übergeben. Kurze Zeit später übernahm die IDF im Netzarim-Korridor die junge Frau, von wo aus es nach Re’im und damit nach Israel ging. Die Übergabe fand in Jabaliya statt, der Ablauf glich den vorherigen. Nun warten wir noch darauf, dass Arbel Yehoud, Gadi Mozes und fünf Thais in Khan Younis dem IRK übergeben werden. Die fünf Thai-Arbeiter sollen zeitgleich mit den zwei Israelis freigelassen werden.





Vor der Übergabe von Arbel Yehoud und Gadi Mozes spielen sich chaotische Szenen in Kahn Younis in der Nähe des zerstörten Sinwar-Hauses ab. Das Fahrzeug, das wahrscheinlich die beiden Geiseln an Bord hat, steckt seit mehr als 15 Minuten in einer dichten Menge von ‘Zuschauern’ und schwer-bewaffneten, maskierten Terroristen fest. Die Übergabe soll ‘geschmackvoller Weise’ in den Ruinen des Sinwar-Hauses stattfinden. Für die Geiseln muss die Situation noch einmal ein grauenhafter Stress sein! Die Situation scheint immer mehr zu eskalieren. Die Menschenmenge, Zivilisten und Terroristen sind in kleinere Handgemenge verwickelt, als sie scheinbar völlig planlos durcheinanderlaufen. Jetzt wird auch ein Fahrzeug des IRK am Weiterfahren gehindert. Die Situation scheint völlig ausser Kontrolle zu geraten.
Arbel Yehoud wurde schliesslich dem IRK übergeben, nachdem sie zuvor gezwungen wurde, zu Fuss durch die bedrohliche Menge zu gehen. Es ist noch nicht klar, ob sich auch Gadi Mozes in einem der IRK-Fahrzeuge befindet. Auf einem Video ist zu erkennen, dass Arbel völlig verängstigt ist, als sie von Terroristen der Hamas und des Djihad gewaltsam durch die Menge geschleppt wird. Das Schicksal von Gadi Mozes ist leider derzeit noch unbekannt. Eines der IRK-Fahrzeuge wird von Hamas-Terroristen gezwungen, rückwärts in die Menge hineinzufahren und dort stehen zu bleiben. Nach wenigen Minuten kann der PKW sich wieder in die Reihe der anderen wartenden Fahrzeuge einreihen. Anschliessend setzt sich der Konvoi endlich in Bewegung. Gerade wird bekannt, dass auch die ehemaligen Geiseln Gadi Mozes und die Thai-Arbeiter vom IRK übernommen worden sind und sich auf dem Weg Richtung Israel befinden!


Die freigelassenen thailändischen Arbeiter werden innerhalb der kommenden zehn Tage nach Hause reisen. Bis dahin erhalten sie die gleichen Behandlungen wie die ehemaligen israelischen Geiseln.

Die Terrorgruppe ‘Palästinensisch-Islamischer-Djihad’ hat am Morgen ein Video veröffentlicht, in dem Arbel Yehoud und Gadi Mozes aufeinandertreffen und sich umarmen. Wann das Video entstand, darüber gibt es keine Information.
Der Koordinator für die Geiselfreilassungen, Gal Hirsch, teilte heute mit, dass Israel dabei ist, die Vorbereitungen für die Verhandlungen zur zweiten Phase zu treffen. Die Verhandlungen dürfen nicht später als am 3. Februar beginnen. In der zweiten Phase müssen alle noch lebenden Geiseln übergeben werden. Die Zahl und die Namen der palästinensischen Gefangenen müssen noch ausgehandelt werden.
Nachdem Israel die Auslieferung der 110 Gefangenen aus israelischen Gefängnissen zunächst gestoppt hatte, fuhren die Busse gegen 17:30 vom Ofer Gefängnis ab. Israel hatte es zur Bedingung gemacht, dass die Hamas eine Garantie angibt, dass solche gefährlichen Szenen, wie sie sich heute in Khan Yunis abgespielt haben, sich nicht wiederholen. Die Scheiben der Busse waren geschwärzt, um zu verhindern, dass Fotos von den freigelassenen Gefangenen gemacht werden, wie es bei den letzten Transporten der Fall war.
Jener Terrorist, der am 7. Oktober 2023 Naama Levy verschleppte, wurde bereits vor vier Monaten bei einem israelischen Drohnen-Abgriff getötet. Das berichtete die IDF heute. Die Nachricht wurde zurückgehalten, solange sich noch Soldatinnen der Basis in den Händen der Hamas befanden. Eine weitere Soldatin, Ori Megidish, wurde im Oktober 2023 von der IDF befreit, die sterblichen Überreste von Nia Maricano wurden im November von der IDF geborgen.
Der Nah-Ost-Beauftragte der Trump-Regierung, Steve Witkoff, traf sich am Vormittag mit dem Minister für strategische Angelegenheiten, Ron Dermer, Shas-Parteichef Arye Deri und FM Smotrich. Gegen Mittag traf er sich mit den vier bisher freigelassenen Soldatinnen im ‘Rabin Medical Center’ und bezeichnete das Treffen als ‘gut’. Am frühen Nachmittag kam er auf dem ‘Platz der Geiseln’ in Tel Aviv an. Gestern hatte er sich bereits mit Netanyahu in dessen Büro getroffen. Thema der beiden Treffen war die Fortsetzung des temporären Waffenstillstandsabkommens. Besonders wichtig war dabei das Treffen mit dem rechts-extremen Smotrich, der bekanntermassen gegen das Abkommen ist. Bevor Witkoff gestern nach Israel reiste, traf er sich mit Hussein Al-Sheikh, einem engen Mitarbeiter von PA-Präsident Mahmoud Abbas in Riyad.
Gestern ‘Hü’ und heute ‘Hott’ scheint die Politik der Shas Partei zu sein. Gestern hatten sie lauthals verkündet, die Regierung stürzen zu wollen, wenn es nicht innerhalb von 60 Tagen eine ihnen genehme Regelung zum Wehrdienst von Haredim gibt. Als Druckmittel hatte Deri betont, gegen das Budget zu stimmen und damit Neuwahlen zu provozieren. Einer seiner Sprecher, Erez Malul, hatte in einem Interview mit Radio ‘Kan’ erklärt: «Das Vereinigte Thorajudentum wird nicht für den Haushalt stimmen, Ben Gvir ist in der Opposition. Wie soll das durchgehen? Das ist keine Drohung, das ist ein Ultimatum.» Heute erklärte der Shas-Sprecher Asher Media, «dass wir die rechtsgerichtete Regierung nicht stürzen werden. Es gibt keine Drohung und kein Ultimatum.» Interessant, dass dies nach dem Besuch von Steve Witkoff bekannt gemacht wurde – honi soît, qui mal y pense.
Die IDF führt in der Nacht einen Luftangriff auf ein Lager mit technischer Ausrüstung der Hisbollah durch. Die Ausrüstung sollte dem Wiederaufbau der terroristischen Infrastruktur im Süden des Libanon dienen. Das stellt, so die IDF, eine klare Verletzung des temporären Waffenstillstandsabkommens dar.
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