Was geschah am 15. Februar 2025? (Krieg Tag 498)

17. Shevet 5785

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Sasha Troufanov, Yair Horn und Sagui Dekel-Chen sind wieder in Israel! Wieder hat sie die palästinensische Terror-Organisation Hamas etwas ‘ganz besonderes’ überlegt, um ihren Zynismus und Sadismus zur Schau zu stellen.

Die Geiseln wurden in beim Massaker gestohlenen Fahrzeugen der IDF von Terroristen, gekleidet in Uniformen der IDF und bewaffnet mit Gewehren der IDF, zu dem Platz gebracht, wo sie dem IRK übergeben wurden. Ein PKW, mit dem die Hamas-Terroristen heute paradierten, wurde von der Familie als PKW von Eitan Horn identifiziert, der sich immer noch in Gaza befindet. Dann folgte das übliche Ritual: Die Mitarbeiter des IRK bestätigten die Übergabeprotokolle, die ehemaligen Geiseln erhielten ‘Abschiedsgeschenke’. Diesmal eine Stickerei, die die Umrisse von ‘Palästina’ zeigt.

Die drei Männer sind äusserlich in einem besseren Zustand als die in der vergangenen Woche freigelassenen. Sagui Dekel-Chen wurde bereits auf dem Weg von Gaza nach Re’im von der ihn betreuenden Soldatin informiert, dass er Vater einer gesunden einjährigen Tochter ist (s. gestern) Auf die Frage, wie es ihm gesundheitlich gehe, sagte er, glückliche lächelnd: «Super, mir geht es super, jetzt wo ich weiss, dass ich eine [neue] Tochter habe!» Angeblich hat die Hamas ihm eine Goldmünze als Geschenk für seine neugeborene Tochter überreicht.

Ganz anders wird das Heimkommen von Sasha Troufanov sein. Seine Familie muss ihm leider mitteilen, dass sein Vater Opfer des Massakers vom 7. Oktober wurde. Auch die Freude der Familie von Yair Horn wird nicht ungetrübt sein. Eitan, der Bruder von Yair, wurde ebenfalls nach Gaza verschleppt. Über sein Schicksal ist nichts bekannt. Eitan steht nicht auf der aktuellen Liste derer, die in den kommenden Wochen freigelassen werden.

Yair Horn erhielt zusätzlich zu seinen ‘Geschenken’ eine Sanduhr als Geschenk für Einav Zangauker, die Mutter von Matan, der immer noch im Gazastreifen festgehalten wird und auch nicht auf der aktuellen Liste steht. Auf der Sanduhr steht «Die Zeit läuft ab!»

Noch in Re’im fand die erste medizinische Untersuchung statt und die ehemaligen Geiseln erhielten erste Nahrungsmittel. Tee mit Zucker, Apfelsauce, Biskuits und eine Dosis Vitamin B1, um dem lebensbedrohlichen ‘Refeeding Syndrome’ vorzubeugen. Das kann bei einer unkontrollierten Nahrungsaufnahme nach einer langen Mangel- oder Fehlernährung auftreten.

Das IRK hat sich als Organisation seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie für das Wohlergehen von Juden eingesetzt. Auch jetzt wieder, während der letzten 498 Tage seit dem Massaker vom 23. Oktober 2023, hat es sich nicht um die israelischen Geiseln in Gaza gekümmert. Es kam weder seiner Pflicht nach, diese zu besuchen, noch dafür zu sorgen, dass die oft lebensnotwendigen Medikamente auch bei den Patienten ankamen. Nur jetzt, wenn es darum geht, als ‘Spezialtaxi’ für wenige hundert Meter zu dienen, ist es wieder dabei. Die freigelassenen Geiseln werden übernommen und zur wartenden IDF gebracht. Ende der Dienstleistung. Bereits im November 2023 war auffällig, wie ‘nett’ sich Mitarbeiter des IRK mit den Hamas-Terroristen unterhielten. Man scheint sich zu kennen. In den letzten Wochen spielten sie nolens-volens bei der demütigenden Inszenierung der ‘Übernahme’ mit und unterschrieben die ihnen vorgelegten Formulare. Heute erlaubte sich das IRK sowohl Israel als auch die Hamas für ihr Verhalten bei der Freilassung der Geiseln und der Gefangenen zu kritisieren. «Das IRK äussert weiterhin Bedenken hinsichtlich der Art und Weise, wie die Freilassungen von Geiseln und Häftlingen durchgeführt werden. Obwohl wiederholt gefordert wurde, dass alle Überstellungen in einer würdevollen und privaten Art und Weise durchgeführt werden, muss von allen Seiten, einschliesslich der Vermittler, mehr getan werden, um zukünftige Überstellungen zu verbessern.»

Die israelische Polizei überlegt, eine Spezialeinheit nach Äthiopien zu schicken, um dort weitere Untersuchungen im Fall der kleinen Haymanut Kasau, 10, die seit dem 25. Februar 2024 verschwunden ist, durchzuführen.  Haymanut war an dem Tag letztmalig vor dem Einwanderungszentrum in Sfad gesehen worden. Seither fehlt von ihr jede Spur. Ihr Vater Tesfai hatte schon im vergangenen Sommer vor der Knesset beklagt, die Regierung unternehme nicht genug, um seine Tochter zu finden. «Schon bevor ich nach Israel kam, wusste ich, dass wir eine starke Armee haben, wir haben den Mossad und den Shin Bet und die Polizei. Ich denke, die Regierung tut nicht genug. Wie kann es sein, dass sie nicht alles in ihrer Macht Stehende tun, um zu ermitteln und herauszufinden, wo sie ist? Es ist sehr frustrierend. Wir sind hilflos», fügte er hinzu. «Wir sind erst seit drei Jahren in Israel. Wir wissen nicht, was wir tun sollen.» Auch das Einschalten von Interpol brachte keine Ergebnisse. Tesfai forderte jetzt, seine Tochter als ‘entführt’ und nicht länger als ‘vermisst’ zu bezeichnen. Dadurch könnten weitere Ermittlungskanäle geöffnet werden.

Ein Terrorist aus Jenin hat gestern einen Israeli mit einer Hacke angegriffen und dabei leicht verletzt. Ursprünglich war die Polizei davon ausgegangen, dass der Angreifer ebenfalls ein Israeli sei. Weitere Untersuchungen ergaben aber, dass es sich um einen Palästinenser handelte. Der 25 Jahre alte Terrorist konnte in einem Pferdestall aufgespürt und verhaftet werden.

369 palästinensische Gefangene wurden im Gegenzug zur Freilassung der drei Geiseln aus israelischen Gefängnissen entlassen. Sie wurden in einheitliche weisse T-Shirts mit einem blauen Davidstern und der arabischen Aufschrift: «Wir werden weder vergessen noch verzeihen» und Blue-Jeans gekleidet.



Kategorien:Israel, Politik

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