29. Adar 5785

Trump meint es ernst. Er hat angekündigt, die US-amerikanische Entwicklungsagentur USAID nun zur Gänze schliessen zu wollen. US-Aussenminister Marco Rubico teilte mit, dass die Agentur bis Juli dieses Jahres völlig umstrukturiert werden soll.
Welcher Art diese Umstrukturierung sein wird, teilt er nicht mit und weiss er wohl auch nicht. «Leider hat sich USAID schon vor langer Zeit von seiner ursprünglichen Mission entfernt», sagt er. «Infolgedessen waren die Gewinne zu gering und die Kosten zu hoch.» Auf der völlig abgespeckten Webseite findet sich der Hinweis, «dass per 23. Februar das gesamte direkt von USAID eingestellte Personal weltweit in Verwaltungsurlaub geschickt, mit Ausnahme des für unternehmenskritische Funktionen, die Kernleitung und/oder, speziell ausgewiesene Programme zuständigen Personals.» Weitere Links führen auf die vollständige Liste der Programme, ganz so, als ob nichts wäre.

Die ‘World Central Kitchen’, die in Gaza noch einige zentrale Verpflegungsstationen unterhält, beklagt, dass bei einem israelischen Luftangriff während der Essensausgaben einer ihrer lokalen Freiwilligen getötet und sechs weitere verletzt wurden. Die IDF untersucht den Vorfall.
Aus hochrangigen Kreisen der palästinensischen Terror-Organisation Hamas war zu hören, dass trotz der wieder begonnenen Kämpfe in Gaza die Verhandlungen zur zweiten Phase des Abkommens wieder aufgenommen wurden. «Wir hoffen, dass die kommenden Tage nach der intensivierten Kommunikation mit und zwischen den Vermittlern in den letzten Tagen einen echten Durchbruch in der Kriegssituation bringen werden», sagt Bassem Naim, Mitglied des Politbüros der Hamas, in einer Erklärung.

Morgen Abend bei Sonnenuntergang endet der Ramadan 2025 mit dem grossen ‘Zuckerfest’ Eid al-Fitr. Es scheint Bestrebungen zu geben, anlässlich dieser Feiertage eine noch nicht genannte Zahl von Geiseln, darunter auch den amerikanisch-israelischen Doppelbürger Edan Alexander, freizulassen. Was die Hamas als Gegenleistung verlangt, wurde noch nicht angesprochen. Ganz sicher wird es eine mehrtägige Waffenpause sein. Ob dieses überraschende Angebot tatsächlich mit dem Feiertag zu tun hat, oder viel mehr mit den seit einigen Tagen immer grösser gewordenen Demonstrationen gegen die Hamas, darf nur vermutet werden. Solange gekämpft wird, kann die Hamas kaum etwas gegen die Demonstranten unternehmen, weil jeder Terrorist, der in der Öffentlichkeit entdeckt wird, von der IDF ausgeschaltet wird. Da kommt eine Waffenpause natürlich zu Recht!

Das UN-Menschenrechtsbüro warf Israel vor, mit den wiederholten ‘obligatorischen Evakuierungsanordnungen’ gegen das Völkerrecht zu verstossen. Insgesamt gab es seit dem 18. März, also seit der Wiederaufnahme der Kämpfe, zehn Evakuierungsmassnahmen für teilweise grosse Gebiete. Eine Bitte um Stellungnahme durch die israelische Vertretung bei der UNO blieb zunächst unbeantwortet. Zuvor hatte jedoch Israel die Hamas beschuldigt, für Schäden an der Zivilbevölkerung verantwortlich zu sein, die sie immer wieder als menschliche Schutzschilde missbraucht. Der UN-Menschenrechts-Sprecher Themeen Al-Kheetan erklärte: «Israel ergreift keine Massnahmen, um der evakuierten Bevölkerung Unterkünfte zur Verfügung zu stellen oder sicherzustellen, dass diese Evakuierungen unter zufriedenstellenden Bedingungen in Bezug auf Hygiene, Gesundheit, Sicherheit und Ernährung durchgeführt werden. Wir sind zutiefst besorgt über den schrumpfenden Lebensraum für Zivilisten in Gaza, die von der israelischen Armee aus grossen Teilen des Territoriums vertrieben werden.» Es ist leider eine Tatsache, dass in den ‘ausgewiesenen Sicherheitszonen’ grossteils katastrophale Verhältnisse herrschen. Nicht nur, dass etwa zwei Millionen Menschen auf engstem Raum leben, die Zelte teils nur grob aneinandergeheftete Decken sind, der Boden nicht geschützt ist, Wasser, Strom und andere Infrastrukturen, inklusive einer minimalen medizinischen Betreuung nicht vorhanden ist. Mittendrin sitzt die Hamas und operiert nahezu ungehindert aus dieser armseligen Zeltstadt. Aber die Welt darf bei allem Mitleid eines nie vergessen: Schuld an dieser Misere sind die Hamas und andere Terror-Organisationen, die mit dem Massaker vom 7. Oktober den Krieg begannen. Sobald sie die Waffen niederlegen und alle Geiseln freilassen, endet der Krieg. Die UNO befeuert mit solchen Aussagen die infame Täter-Opfer Umkehr.


Wenn zwei Zeitungen über einen Vorfall berichten, so beschreiben sie zwei völlig unterschiedliche Ereignisse. Times of Israel: 22 palästinensische Bewohner aus dem Dorf Jimba in Judäa wurden gestern nach gewaltsamen Auseinandersetzungen mit jüdischen Siedlern von der IDF festgenommen. Überwachungskameras zeigen, dass unmittelbar bevor die IDF eintraf, Dutzende jüdische Siedler-Terroristen das Dorf überfielen und Menschen und Häuser angriffen. Drei Palästinenser, darunter ein 15-Jähriger, wurden teilweise schwer verletzt. Der Angriff fand statt, nachdem ein lokaler israelischer Schäfer von Palästinensern angegriffen wurde. Zuvor hatten jüdische Siedler-Terroristen zwei palästinensische Schäfer angegriffen. Der Angriff auf das Dorf scheint die Rache für den Angriff auf den israelischen Schäfer gewesen zu sein. Bezeichnend ist, dass trotz der Bilder und trotz den Verletzungen der Palästinenser durch die jüdischen Siedler-Terroristen nur Palästinenser festgenommen wurden.
Elisha Yered, nach eigener Beschreibung ‘Siedlungsaktivist und Mitglied der rabiaten Hügeljugend’, beschreibt es auf ‘X’ so: «Vor kurzem wurde in der Nähe der Siedlung Mitzpe Yair im Hebron-Gebirge ein jüdischer Hirte angegriffen. Terroristen aus dem Dorf Jimba griffen den Hirten mit Knüppeln an, als er mit seiner Herde auf der Weide war, und verletzten ihn. Der verletzte Schäfer wurde zur medizinischen Behandlung ins Soroka-Krankenhaus gebracht. Anwohner und herbeigerufene Militärkräfte drängten die Randalierer ins Dorf zurück. Die Suche nach den Angreifern wird derzeit von Militärkräften fortgesetzt.»
Haaretz schildert den Vorfall so: Palästinensische Bewohner berichteten, dass sechs Männer des Dorfes von 13 jüdischen Siedler-Terroristen, teilweise bewaffnet, angegriffen wurden. Ein Video zeigt einen Vater und seinen Sohn, aus Kopfwunden blutend auf dem Boden liegend. Vier der Verwundeten seien ins Krankenhaus gebracht worden, zwei mussten sich Operationen unterziehen und liegen auf der Intensivstation. Von der IDF, die nach einer Stunde eintraf, wurden alle Männer des Dorfes, mehr als 26 festgenommen. Sie wurden aus den Häusern geholt und mussten sich mit Handschellen gefesselt und mit verbundenen Augen in einer Reihe aufstellen. «Die Soldaten sagten uns, dass es uns verboten sei, mit einem Siedler zu sprechen, der in ein Haus kommt. Wir müssen das Haus betreten, es abschliessen und ihn tun lassen, was immer er will», sagte Younes, ein Mitglied des Regionalrates. Dem Angriff zuvor gegangen war ein palästinensischer Angriff auf zwei jüdische Schäfer. Beide wurden leicht verletzt. «Die Streitkräfte griffen ein, um den Zusammenstoss aufzulösen, und nahmen in der Nähe des Ortes verdächtige Palästinenser fest.»
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