23. Nissan 5785
Der rechtsextreme politische Nobody Smotrich wird von der Opposition scharf für seine Aussage kritisiert, dass «die Rückkehr der Geiseln nicht das Wichtigste ist.» Yair Goland schrieb: «Smotrich opfert die Geiseln als Menschenopfer auf dem Altar messianischer Wahnvorstellungen.» Er bezeichnet Smotrich als ‚das wahre Gesicht der Regierung Netanyahu – einer Regierung, in der Vernachlässigung und die Opferung von Menschenleben kein Versagen, sondern Politik sind’. Avigdor Liberman erklärt: «Die Rückkehr aller Geiseln steht nicht zur Debatte – sie ist eine moralische und nationale Verpflichtung.» Das Familienforum schreibt: «Der Minister offenbart der Öffentlichkeit zumindest die harte Wahrheit, dass diese Regierung bewusst beschlossen hat, die Geiseln aufzugeben. Smotrich – die Geschichte wird sich daran erinnern, wie Sie Ihr Herz vor Ihren Brüdern und Schwestern in Gefangenschaft verschlossen und sich entschieden haben, sie nicht zu retten.»
Smotrich hatte in einem Interview mit ‘Radio Galey Israel’ wörtlich gesagt: «Wir müssen die Wahrheit sagen: Die Rückkehr der Geiseln ist nicht das Wichtigste. Es ist natürlich ein sehr wichtiges Ziel, aber wenn man die Hamas zerstören will, damit es keinen weiteren 7. Oktober gibt, muss man verstehen, dass es keine Situation geben kann, in der die Hamas in Gaza bleibt.»
Was nichts anderes bedeutet, als dass die Fortsetzung des Krieges um jeden Preis für Smotrich die oberste Priorität hat.
Papst Franziskus I., 88, starb heute am frühen Morgen an den Folgen einer Lungenentzündung.
Seine Haltung gegenüber Israel und den Juden war nicht unproblematisch. Die ‘Europäische Rabbinerkonferenz’ lobte seine Bemühungen um eine weitere Verbesserung der jüdisch-christlichen Beziehungen.


‘De mortuis nil nisi bonum’, aber ich erinnere mich sehr verärgert an seinen Besuch in Israel im Jahr 2014, der unter dem Titel: ‘Pilgerreise Seiner Heiligkeit in das Heilige Land’ stand. Den ersten Tag verbrachte er in Jordanien, am zweiten Tag traf er sich mit PA-Präsident Mahmoud Abbas, reiste anschliessend nach Bethlehem, wo er auf dem Platz vor der Geburtskirche eine Messe hielt und sich anschliessend mit christlichen Familien zum Essen traf.

Ich erinnere mich gut an die Szene, als er auf dem Weg zum Altar das Papamobil verliess und an der Grenzmauer tief im Gebet versank. Nach kurzen halbprivaten Intermezzi flog er nach Ben Gurion und von dort nach Jerusalem. Dort traf er sich mit dem Patriarchen von Konstantinopel. Am dritten und letzten Tag besuchte er den Gross-Mufti von Jerusalem. Zwischen 09:10 und 13:30 war der ‘jüdische’ Teil des Besuches eingeplant. Kranzniederlegung auf dem Herzl-Berg, Besuch in Yad Vashem, Treffen mit den beiden Oberrabbinern, Treffen mit dem Staatspräsidenten und Treffen mit dem PM. Danach noch Treffen mit Mitgliedern des Klerus und Abflug.
In seiner letzten Botschaft, die gestern verlesen wurde, hiess es: «Den leidenden Christen in Palästina und Israel wie dem gesamten israelischen und palästinensischen Volk bekunde ich meine Nähe. Meine Gedanken sind insbesondere bei der christlichen Gemeinde im Gazastreifen, wo der schreckliche Konflikt weiterhin Tod und Zerstörung bringt und eine dramatische und unwürdige humanitäre Situation verursacht. Ich appelliere an die Kriegsparteien: Ruft einen Waffenstillstand aus, lasst die Geiseln frei und kommt einem hungernden Volk zu Hilfe, das sich eine Zukunft in Frieden wünscht.»
In den Monaten vor seinem Tod hatte der Pontifex den Krieg Israels gegen die Hamas immer wieder und immer schärfer verurteilt, ohne darauf einzugehen, dass Israel diesen Krieg nie gewollt hat, sondern dass er durch die grausamen Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023 ausgelöst wurde.
Am vergangenen Weihnachten bestaunte er gar eine Krippe, in der Jesus in eine Keffiyah gewickelt zu sehen war. Die Gruppe, aus Olivenholz geschnitzt, stammte von Künstlern aus Bethlehem.
Präsident Isaac Herzog betonte in seiner Stellungnahme: «Er hat zu Recht erkannt, wie wichtig es ist, enge Beziehungen zur jüdischen Welt zu pflegen und den interreligiösen Dialog als Weg zu mehr Verständnis und gegenseitigem Respekt zu fördern», sagte Herzog, trotz der wachsenden Frustration unter jüdischen Führern über die Äusserungen des Papstes zu Israel und seine Verwendung problematischer Verse aus dem Neuen Testament. «Ich hoffe aufrichtig, dass seine Gebete für Frieden im Nahen Osten und für die sichere Rückkehr der Geiseln bald erhört werden. Möge sein Andenken weiterhin zu Taten der Güte, Einheit und Hoffnung inspirieren.»
Hier nur die Zusammenfassung dessen, was Shin-Bet Chef Ronen Bar dem OGH in einem formellen Schreiben mitteilte. Er räumt Fehler des Shin Bet ein, bezeichnet die Vorwürfe, er habe den PM nicht informiert, jedoch als Teil einer ‘institutionellen Hetze’ gegen ihn und den Shin Bet. Im Juli 2023 habe er Netanyahu vor der Schwere der Sicherheitslage und der Möglichkeit eines bevorstehenden Krieges gewarnt. Ein Vorgang, den er als ‘aussergewöhnlich’ bezeichnet. Gegen 23 Uhr des 6. Oktobers wurde der Kommandant der Gaza-Truppe und deren Sicherheitsdienst sowie das Südkommando über ‘ungewöhnliche Aktivitäten’ informiert. Um 03:03 des 7. Oktobers wurden alle Sicherheitsbehörden über ‘ungewöhnliche Vorbereitungen und die Möglichkeit offensiver Absichten der Hamas’ informiert. Zu diesem Zeitpunkt sei die Alarmstufe falsch eingeschätzt worden. Das, so Ronen Bar, sei ein Versagen des Shin-Bet gewesen. Er sei um 04:30 zum Hauptquartier des Shin Bet gefahren und habe um 05:15 Anweisungen gegeben, den Militärsekretär des PM über die Ereignisse auf dem Laufenden zu halten. Eine klare Informationslinie.
In den letzten 72 Stunden griff die IDF mehr als 200 terroristische Ziele im gesamten Gazastreifen am. Neben Waffenlagern wurden Terrorzellen zerstört. Einer der Terroristen, die an dem Massaker vom 7. Oktober teilgenommen hatten, Ahmad Mansour wurde mit einem gezielten Angriff eliminiert. Mansour war Mitglied des Palästinensisch Islamischen Djihad.
Zwei Soldatinnen, die nur mit ihren Vornamen Nurit und Linor genannt werden, gerieten am Freitag mit ihrem Fahrzeug in einen Hinterhalt der Hamas. Sie sagten aus, dass die Terroristen plötzlich aus einem Tunnel gekommen sind und sofort eine Rakete auf ihr Fahrzeug abgeschossen haben. Als Sgt. Major G’haleb Sliman Alnasars, 35, s’’l, ihnen mit seiner Gruppe zu Hilfe kommen wollte, explodierte eine Mine auf der Strasse. Alnasars verlor bei der Explosion sein Leben. Beide Soldatinnen verloren bei diesem Überfall ein Bein. Refuah Shle’ma!
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