24. Ijjar 5785

Sarah Milgrim und Yaron Lischinsky, s’’l, wurden Opfer eines antisemitisch begründeten Anschlags in Washington. Beide waren Mitarbeiter der israelischen Botschaft in Washington DC. Sie wurden erschossen, als sie nach einer Veranstaltung das Jüdische Museum verliessen. Die beiden waren verlobt und wollten demnächst heiraten. Zahlreiche Staaten verurteilten den Terror-Anschlag auf das Schärfste. Netanyahu hat angekündigt, die Sicherheitsmassnahmen für israelische Vertretungen im Ausland verstärken zu wollen.

GStA Gali Baharv-Miara hat Netanyahu untersagt, einen Chef des Shin Bet als Nachfolger von Ronen Bar zu ernennen. Das gilt auch für einen temporären Chef. Der Grund für dieses Verbot ist die Folge der gestern getroffenen Entscheidung, dass die von Netanyahu im Alleingang beschlossene Entlassung von Ronen Bar nicht gesetzeskonform war. Der zweite Grund ist, dass Netanyahu in diesem Fall in einem Interessenkonflikt steht, der noch untersucht wird. Wie derzeit ein neuer Chef ernannt werden kann, ist ungewiss. Koalitionssprecher Ofir Katz forderte Netanyahu auf, den Entscheid der GStA zu missachten. Während die Opposition die Entscheidung begrüsste, bezeichneten Regierungsmitglieder sie als «Zerstörung der Demokratie».
Nach dem gestrigen Vorfall in Jenin, bei dem die IDF Warnschüsse in die Luft abgefeuert hatte, wurden die israelischen Botschafter in allen betroffenen Staaten vom jeweiligen Aussenministerium zu einem Gespräch einberufen. Die Diplomaten waren, wie mittlerweile bekannt wurde, von der PA eingeladen.


Emily Hand, 11, war bei ihrer Verschleppung nach Gaza erst acht Jahre alt. Sie wurde zusammen mit ihrer Freundin Hila Rotem Shoshani, 14, und deren Mutter Raaya Rotem, 54, aus deren Haus im Kibbutz Be’eri verschleppt. Alle drei wurden im Zuge des ersten Waffenstillstands im November 2023 freigelassen. Nach ihrer Freilassung konnte Emily wochenlang nicht laut sprechen, zu tief sass das Trauma ihrer Gefangenschaft. Die Terroristen hatten angeordnet, dass sie nur flüstern dürfe. Heute, mehr als 500 Tage später und auch dank der liebevollen Betreuung durch ihren Vater Thomas, hat sie ihre Stimme wiedergefunden. «Bibi, ich spreche direkt zu dir – schliesse jetzt ein Abkommen, denn so kann es nicht weitergehen», sagt sie. «Und ich möchte dir sagen: Die Bedingungen dort sind hart. Wir müssen alle zurückholen!» Emily erzählt weiter: «Den Kühlschrank zu öffnen, ist ein Privileg. In einem Bett schlafen zu können, ist ein Privileg. An diesem schwarzen Samstag hatte ich Pläne, mich mit Freunden zu treffen, mit meiner Schwester im Studio zu tanzen, zu kochen. Aber nein. Das ist nicht passiert, denn stattdessen bekam ich eine Einbahnfahrkarte nach Gaza.» Emily verlor ihre Mutter, als sie zwei Jahre alt war, die zweite Frau ihres Vaters wurde am 7. Oktober von der Hamas ermordet.
Nach anfänglichen Behinderungen (s. gestern) sind gestern doch 100 Lkws mit Mehl, Babynahrung und medizinischen Hilfsmitteln in den Gazastreifen gelangt. UN-Agenturen bedauerten, keine Waren zur Auslieferung erhalten zu haben, nachdem keine Koordination mit Israel erfolgt sei. COGAT hat bisher noch keine Erklärung dazu abgegeben.
Heute hat die UNO bisher 90 Lkws beladen und in den Gazastreifen schicken können. Das erklärte Stephane Dujarric, der Sprecher von UN-Generalsekretär Antonio Guterres. Das palästinensische Gesundheitsministerium gab heute zunächst bekannt, dass in den letzten Tagen 29 Kinder aufgrund der schlechten Versorgungslage gestorben seien. Einige Stunden später wurde der Bericht korrigiert. Es seien nicht nur Kinder, sondern Menschen aller Altersgruppen gestorben. Es werden notorisch gezielte Falschmeldungen in die Welt gesetzt.

Gestern Abend wurden erneut Raketen aus Gaza auf Ashkelon abgeschossen. Sie konnten abgefangen und zerstört werden. Kurz darauf erteilte die IDF Evakuierungs-Anweisungen für einige Orte im Norden des Gazastreifens. Die Verantwortung für den Beschuss übernahm der ‘Palästinensisch Islamische Djihad’.

In einer bisher noch nicht da gewesenen Art warnt die IDF die gazanische Zivilbevölkerung im Gebiet von Deir al-Balah dringend auf, sich von konkret genannten Gegenden fernzuhalten. Drei mit Bild und Namen bekannt gemachte Hamas-Terroristen verstecken sich dort hinter der Zivilbevölkerung und greifen von dort aus die IDF an. Konkret handelt es sich um ein Verwaltungsgebäude, eine Schule, ein Krankenhaus und eine Zeltstadt. Menschliche Schutzschilde sind ein Standard der Hamas.
Gegen Mittag fing die IDF erfolgreich eine Langstreckenrakete aus dem Jemen ab, die von den Houthi-Terroristen abgeschossen wurde. Der Alarm wurde in Zentral-Israel zwischen Tel Aviv und Jerusalem ausgelöst.
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