2. Siwan 5785


Baby Ravid Chajim, der Sohn der von Terroristen ermordeten Tzeela Gez hat heute den Kampf um sein junges Leben verloren. Er war mit einem Not-Kaiserschnitt zur Welt gekommen, hatte jedoch beim Terror-Anschlag so schwere Verletzungen erlitten, dass die Ärzte im ‘Schneider Kinder-Krankenhaus’ ihn nicht retten konnten.

David Libi, 19, s’’l wurde durch die Explosion einer Sprengfalle in der Region von Jabaliya getötet. Libi, ein Bauunternehmer aus Malachai Shalom in Samaria, arbeitete mit seinem schweren Abbruchgerät als ziviler Angestellter der IDF.
Oppositionsführer Yair Lapid erneuerte heute nochmals sein Versprechen, Netanyahu ein politisches Sicherheitsnetz zu garantieren, sollten Teile seiner Koalition sich gegen den aktuellen Vorschlag zur Freilassung der Geiseln und einen Waffenstillstand aussprechen. Im Gegenzug forderte er Netanyahu auf, dem Vorschlag unbedingt zuzustimmen. Der sieht eine 60-tägige Waffenruhe vor, während der 10 lebende Geiseln freigelassen werden sollen, jeweils die Hälfte am ersten und am siebten Tag der Vereinbarung. Die sterblichen Überreste von 18 Geiseln sollen zeitgleich nach Israel zurückgegeben werden. Gleichzeitig werden 125 palästinensische Gefangene freigelassen und 180 sterbliche Überreste zurückgegeben. Die UNO wird weiterhin humanitäre Hilfe nach Gaza liefern. Der Vorschlag beinhaltet kein Versprechen Israels, den Krieg zu beenden.
Die Hamas zeigt sich nicht zufrieden mit dem aktuellen Vorschlag. Als Grund wird angeführt, dass er Israel die Möglichkeit gibt, nach der Freilassung der Geiseln den Kampf wieder aufzunehmen. Allerdings wurde der Vorschlag bisher auch nicht abgelehnt.

Netanyahu bespricht derzeit, am späten Nachmittag, mit seinen engsten Mitarbeitern, ob Israel dem Witkoff-Plan zustimmen wird oder nicht. Vor wenigen Minuten, gegen 18:30 liess er verlautbaren, dass er bereit sei, mit dem Plan weiterzumachen. Ob das jetzt die offizielle Anerkennung des Vorschlages ist oder nur die Aussage von Netanyahu, um die Familien der Geiseln zu beruhigen, bleibt abzuwarten.
Der rechts-extreme Polit-Nebbich Finanzminister Smotrich lehnt den neuen US-Vorschlag ab: «Ich lehne es ab, der Hamas eine Rettungsleine zuzuwerfen. Die Hamas ist in Not. Das neue, von Israel unterstützte System für die Verteilung von Hilfsgütern schneidet die Hamas von der Bevölkerung ab. Wir werden die von uns eroberten Gebiete nicht verlassen.» Der Vorschlag sieht vor, dass die IDF sich u.a. aus dem Morag-Korridor zurückziehen wird. Die ‘Ministerin für Siedlungen und Nationale Missionen’ Orit Malka Strock betonte, dass «die Hamas auf den Knien ist und Israel nun keinesfalls nachgeben darf.» Seit dem 29. Dezember 2022, dem Tag, an dem die Regierung vereidigt wurde, frage ich mich, was genau ihre Aufgabe ist. Auch Diaspora-Minister Amichai Chikli lehnt den Vorschlag ab: «Genug mit diesen Salamitaktiken. Die IDF muss die Mission zu Ende führen, Gaza zu übernehmen und die Hamas zur Kapitulation und Entwaffnung zu zwingen.» Er fordert ausserdem, dass alle Entführten im Gegenzug für die Ausreise der überlebenden Hamas-Führer aus dem Gazastreifen zurückkehren dürfen.





Meldungen der Hamas, dass es bei den Verteiler-Zentren für Lebensmittel und Hilfsgüter zu Toten und zahlreichen Verletzen gekommen sei, werden von den Verantwortlichen zurückgewiesen. Ein Mann sei wegen Dehydrierung behandelt worden, ein weiterer sei im Gedränge leicht verletzt worden. Auch er wurde vor Ort behandelt. Seit der Lockerung des Lieferstopps sind 876 Lkws in den Gazastreifen hineingefahren. Ein Teil der Lebensmittel muss gekocht werden. Nachdem es kaum Koch-Gas gibt, sammeln die Menschen derzeit Holz, um heisses Wasser zu bekommen. Gestern kam es zu keinen grossen Plünderungen, nur kleine Diebstähle wurden gemeldet.

Zum zweiten Mal hat die IDF die Zivilisten in der Region Nuseirat dringend aufgefordert, sich von Gebäuden fernzuhalten, in denen sich Hamas-Terroristen unter der Bevölkerung aufhalten und verstecken. Zur Warnung hinzugefügt wurden die Bilder von sechs bekannten und gesuchten Terroristen.
Die IDF hat einen Tunnel der Hamas zerstört, der hauptsächlich für Angriffe innerhalb von Gaza genutzt wurde. Er war einige Hundert Meter lang und hatte mehrere Ausstiege, von denen einige vermint waren. Während der Vorbereitungsarbeiten zur Sprengung entdeckten die Soldaten eine Gruppe von Terroristen, die neutralisiert wurde.
Hinterlasse einen Kommentar